Der unabhängige IT- und Tech-Kanal!
internet.board.entertainment.games.hardware

Kanada: Adieu Internet-Flatrates. Hallo teure Volumentarife!

Canadian Radio-Telecommunications Commission

Canadian Radio-Telecommunications Commission

Die Zeiten der grenzenlosen Down- und Uploads sind vorbei. Zumindest bei einigen kanadischen Internet-Providern. Nachdem die Canadian Radio-Telecommunications Commission (CRTC) volumenbasierte Tarife für den größten Provider "Bell" genehmigt hat, haben die konkurrierenden Anbieter ihre Tarife angepasst. Das Ergebnis ist knallhart.

Der Usage-Based Billing, kurz UBB, dürfte der neue Alptraum kanadischer Netznutzer sein. Die Zeiten, in denen Flatrates die Norm waren, sind in Kanada offenbar endgültig vorbei. UBB (nutzungsbasierte Abrechnung) zielt auf den tatsächlichen Verbrauch ab. Wer 10 Gigabyte Traffic verbraucht, zahlt auch nur für 10 Gigabyte. Wer 200 Gigabyte benötigt, muss entsprechend tiefer in die Taschen greifen.

Auslöser dieser Entwicklung war eine Forderung des kanadischen Telekommunikationsanbieters Bell. Dieser stellt bei vielen Anschlüssen die "letzte Meile" bis in das Haus oder die Wohnung. Konkurrierende Provider greifen auf diese Leitungen zurück. Natürlich entsteht dadurch eine Belastung. Bell hatte gefordert, dass diese anders verrechnet werden müsse. Die Canadian Radio-Telecommunications Commission (CRTC) hat der Forderung nun zugestimmt.

Da die Provider zukünftig mehr bezahlen müssen, passen Sie auch ihre Tarife an. Da Bell entsprechend der verbrauchten Datenmenge abrechnet, wandeln sich die Flatrates nun zu volumenbasierten Tarifen um. Die Preise sind dabei geradezu grotesk. Wer eine 5Mbit-Anbindung bei dem Provider TekSavvy gebucht hat, verfügt zukünftig "nur" noch über ein Freivolumen von 25 Gigabyte. Dies stellt eine erhebliche Reduzierung im Vergleich zu den bisherigen "unlimited" Angeboten dar.  Wird das Limit überschritten, wird es richtig teuer. Die CRTC hat die Preise pro Gigabyte Traffic zwischen 1,90 und 2,35 Kanadische Dollar angesiedelt.

Die Provider sind über die Veränderungen wenig begeistert, ihre Kunden dürften es noch weniger sein. "Extensives Surfen im Web, das Teilen von Musik, Video-Streaming, Downloads und Spiele spielen, Online-Shopping und E-Mails", können User sehr schnell über die 25GB-Grenze von TekSavvys 5Mbit-Anbindung bringen.

Wie massiv der Unterschied ist, verdeutlicht folgendes Beispiel:

Der High Speed Internet Premium Tarif von TekSavvy kostet bisher 31,95 Kanadische Dollar im Monat für 200 Gigabyte Traffic. Wenn die Kunden keine "Versicherung-gegen-Traffic-Überschreitungen" mitbuchen, erhalten sie für denselben Betrag ab dem 1. März nur noch 25 Gigabyte.

Text-Quellen: arstechnica

Klaus Müller am Dienstag, 01.02.2011 13:36 Uhr

tagsTags: crtc bell teksavvy

Bookmark and Share
vgwort
 
Weitere interessante News
82 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Dexter am 10.03.2011 00:36:05

    Die Telekom hat hier alle Leitungen und vermietet die derartig teuer, dass man hier noch immer für ne 8mbit Flat >30€ zahlt. was genau ist da teuer? ...

  • ATMega8 am 10.03.2011 00:15:41

    Und keiner von euch kommt auch nur ansatzweise auf die Idee, dasses nur so weit gekommen ist weil die Provider in Kanada(oder sonst wo) nicht ihre eigenen Netze aufbauen? Das kann passieren wenn man in fremden Sandkisten spielt. Ist in Österreich ja auch nicht anders ...

  • Juuichi am 02.02.2011 22:46:45

    Mal was sehr interessantes, ohne dass ich jetzt geprüft habe, ob es 100% korrekt ist: http://i.imgur.com/M3G7f.png ...

  • Elvenpath am 02.02.2011 10:28:23

    Das passiert eben, wenn Monopole nicht kontrolliert werden. Bell hat das Monopol auf die letzte Meile und zieht jetzt ungebremst du Preise an. So long... ...

  • Hagar Quinn am 02.02.2011 04:01:29

    ... ich frage mich wirklich ob das auf dauer gut geht, jedenfalls nicht wirklich attraktiv, es würde sinn machen ein 2. preismodel einzuführen das tatsächlich traffic "begrenzt" ist, für wenig nutzer die nur mal kurz online sind für emails oder mal was googlen, für viel user natürlich nix, da ...

weitere Kommentare lesen     Nachricht kommentieren

 
News [Kurioses]

Apple filterte den Begriff "Jailbreak" im iTunes Store

Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr

befreit: ipad 3 & iphone 4s

Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.

mehr mehr lesen...

Browsergames
Gondal World

TOPTIPP: Gondal World

Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich! Escaria spielen

Escaria

Escaria

Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet! Escaria spielen

Artyria

Artyria

Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren. Artyria spielen

Gondal

Gondal

Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer. Gondal spielen

Last Emperor

Last Emperor

Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai. Last Emperor spielen

Nightcreeps

Nightcreeps

Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein. Nightcreeps spielen

gulli:picsArtikel empfehlengulli RSS News Feedsgulli RSS NewsPresso Feedsgulli:Newslettergulli twittertgulli bei facebookgulli:news im AppStoreSeitenanfang