Wenn es um Staaten geht, in denen häufig Urheberrechte verletzt werden, fallen oftmals Bezeichnungen wie China oder Russland. Doch auch weiter westlich gibt es nach Ansicht diverser Rechteinhaber ein regelrechtes Nest. Dieses ist in Spanien. Bereits seit Jahren befindet sich das Land auf einer Art "schwarzen Liste", dem sogenannten "Special 301 Report". Dieser US-Bericht benennt die Staaten, in denen Urheberrechte nach Ansicht der USA nicht hinreichend geschützt sind.
Spanien möchte von dieser Liste verschwinden. Bereits seit über einem Jahr unternimmt man deshalb diverse Schritte, um dies zu ermöglichen. Die Kultusministerin Ángeles González-Sinde ist dabei besonders hartnäckig. Mit dem "Gesetz für nachhaltige Wirtschaft" (in Spanien auch "Sinde-Gesetz" genannt), soll Urheberrechtsverletzungen ein Ende bereitet werden.
Das Gesetz würde es der Staatsmacht ermöglichen, Webseiten mit Links zu urheberrechtlich geschützten Werken einfach ohne richterlichen Beschluss offline zu schalten. Es gab daraufhin zahlreiche Proteste in Spanien. Dort ist P2P eine Filesharing-Möglichkeit, die breite Akzeptanz genießt. Zahlreiche Seiten schalteten sich aus Protest für einen Tag vollständig ab.
Die Konsequenz: Das Gesetz für nachhaltige Wirtschaft wurde vom Abgeordnetenhaus angenommen, nachdem die problematischen Gesetzesstellen entfernt wurden. Der Entwurf wäre nun ohne die kritisierten Passagen an den Senat gegangen. Dies stellte sich jedoch als Wunschtraum heraus. Nur wenige Stunden bevor die Änderungsfrist ablief,haben Mitglieder der Parteien PSOE, PP sowie CiU eine Anpassung eingebracht. Auch wenn die Änderungen nur geringfügig sind, ist die wichtigste Option wieder (beschränkt) vorhanden: Die Abschaltung von P2P-Seiten.
Die Veränderung sieht nun eine richterliche "Absegnung" vor. Eine richterliche Prüfung, ob die Seite wirklich Urheberrechte verletzt, ist nicht geplant. Der Senat wird in den kommenden Wochen über das Gesetz entscheiden.
Text-Quellen: torrentfreak
Klaus Müller am Mittwoch, 26.01.2011 11:40 Uhr
Ah, Du hast offensichtlich eine bessere Idee. Her damit! Man muss keine bessere Idee haben um die eines anderen zu verwerfen. Wen ich die Idee hätte das wir uns alle umbringen sollten wäre dies doch auch nicht Mittel der Wahl nur weil keinem anderen etwas bess ...
Ah, Du hast offensichtlich eine bessere Idee. Her damit! Dummerweise funktioniert die bisherige Methode genau in entgegen gesetzte Richtung, liefert nämlich der Copyright-Lobby haufenweise Gründe, das im Urheberrecht festgelegte Gleichgewicht zwischen Urheberinteressen und Interessen der Gesellscha ...
Jaja, das Ganze nun beim Quoten schnell mal ergänzen - du bist ein Held. Was Indielabels angeht: Sach bloß! Schlaumeierchen! Jedoch gibts auch Bands die ich gerne hören mag! Und ich würde mir die Alben sogar kaufen wenn sie digital nicht ebenso teuer wären wie aufm Silberling. Das was du da räts ...
Ich gebe zu, ich hab das Wörtchen "illegal" vergessen. ;) Und das ändert was? Das war ja wieder total qualifiziert. Danke danke, zu viel der Ehre. Ganz einfach: Wenn kein "heißes" Material mehr getauscht wird, wird die Ausscha ...
Kann mir vorstellen, dass das bei Bittorrent anders ist/war. Ne da ist der Gedanke: "Klasse, NoSeed-Client ist installiert - ab geht die Post" ;) ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.