Donald Verrilli jr.
In absehbarer Zeit könnte ein ehemaliger Anwalt der Recording Industry Association of America (RIAA) eine wichtige Stelle in der US-amerikanischen Justiz einnehmen. Der Anwalt Donald Verrilli Jr. wurde gestern von Präsident Barack Obama für den Posten des Generalstaatsanwalts nominiert. Verrilli Jr. ist gegenwärtig bereits im Staatsdienst eingesetzt. Neben fünf weiteren Rechtsanwälten, die ehemals für die RIAA tätig waren. Obama betonte, dass er sich über die Qualitäten von Verrilli sicher sei.
Dieser war im Auftrag des Verbands der US-amerikanischen Musikindustrie einst federführend für die rechtlichen Schritte gegen die Musik- und Film-Seite Grokster. Im Jahr 2003 wurde die Seite durch die Klage zu Fall gebracht, nachdem das U.S. Supreme Court die Ansichten der RIAA teilte. Darüber hinaus war Verrilli Jr. für Viacom tätig. Diese unterstützte er bei ihrer Urheberrechtsklage gegen YouTube. Der Streitwert wurde auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt. Im vergangenen Jahr hat ein Gericht den Fall jedoch verworfen.
Er war es auch, der sich stets hartnäckig gegen eine tatsächliche Verbreitung eines urheberrechtlich geschützten Werkes stemmte. So erklärte er im Jahr 2008 einem Richter in Minnesota, dass bereits "das zur Verfügung stellen" eines Werkes in einer Tauschbörse eine Urheberrechtsverletzung sei. Es bedürfe keiner Beweise, dass das Werk auch tatsächlich kopiert wurde.
Als Generalstaatsanwalt wird er mit derartigen Verfahren sicherlich nicht mehr viel zu tun haben. Andererseits ist es natürlich so, dass diese Führungsposition eine gewisse personelle Vernetzung mit sich bringt. Daraus kann vieles resultieren.
Bild-Quellen: mainjustice
Text-Quellen: wired
Klaus Müller am Dienstag, 25.01.2011 10:12 Uhr
Edit: Falsches Forum ...
while not self.blood: self.head(desk) ...
Es hat einen besonderen Beigeschmack, wenn Posten in den Führungsspitzen hin- und hergeschoben werden. Nun ist offenbar ein ehemaliger Jurist der Recording Industry Association of America (RIAA) an der Reihe gewesen. US-Präsident Barack Obama hat ihn für den Posten des Generalstaatsanwalts nominiert ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
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