Copyright: Wikimedia Foundation
Die von einigen kritischen Mitgliedern und insgesamt 66 Unterstützen aus den Reihen des Vereins Wikimedia Deutschland erzwungene Ausserordentliche Sitzung fand am Samstag, den 22. Januar 2011 in Berlin statt. Der Vorstand des Vereins Wikimedia Deutschland – Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V. unter dem Vorsitz des Freiberuflers Sebastian Moleski musste sich einem Misstrauensvotum stellen, dass etwa 66 Vereinsmitglieder gestellt hatten. Die Kritiker unter den etwa 50 Teilnehmern beschwerten sich über mangelnde Transparenz, Undurchschaubarkeit der Finanzen und natürlich über die monatelang geheimgehaltenen Vorbereitungen zur GmbH-Gründung, die erst wenige Tage vor der Umsetzung überhaupt bekannt geworden war. (gulli:News berichtete)
Zu den weiteren Kritikpunkten zählte auch, dass einige Unterlagen, wie der Antragstext des Misstrauensvotum, zunächst überhaupt nicht mit der Einladung verschickt worden war.
Nach überstandener Abstimmung standen Satzungsänderungen aus der Feder des Vorstandes zur Diskussion. Der Vorstand von Wikimedia Deutschland hatte dafür plädiert, ihn mit einem Gehalt auszustatten. Der Vorstand unterlag bei dieser Abstimmung, doch ebenso wenig konnten sich die Reformer mit ihren Satzungsänderungsvorschlägen für mehr Transparenz durchsetzen.
Aus den Reihen der Nicht-Vereinsmitglieder in der Wikipedia wurde am gleichen Tage kritisiert, dass die mehrheitlich per Briefwahl vorliegenden Wahlunterlagen mindestens schon zu einem Teil vor der Veranstaltung geöffnet worden und die Umschläge mit den Stimmzetteln dabei herausgenommen worden seien. Fraglich sei bei einem solchen Vorgehen der Schutz, dass die verschlossenen neutralen Umschläge mit ihren Stimmzetteln vor der Auszählung nicht schlichtweg gegen Umschläge mit anderen selbstausgefüllten Stimmzetteln ausgetauscht werden konnten.
Die Auszählerin WiseWoman, laut ihrer Benutzerseite Frau Prof. Dr. Debora Weber-Wulff, bestätigte inzwischen, dass sämtliche äußeren Wahlunterlagen aus der Briefwahl in der Tat bereits geöffnet und die Wahlscheine von den inneren Umschlägen mit den Stimmzetteln getrennt worden waren, bevor sie ihnen von dem Wikimedia-Geschäftsführer Pavel Richter übergeben wurden. Man habe die Stimmzettel aber "nach bestem Wissen und Gewissen gezählt". Gleichwohl können die Zähler natürlich nur das zählen, was man ihnen vorlegt. Interessant erscheint in dem Zusammenhang auch die Zahl der anwesenden Mitglieder, die mit etwa 50 beziffert wird. Den stimmberechtigten Anwesenden standen nach unseren Informationen 135 Stimmen entgegen, die per Briefwahl eingegangen sind. Ausschlaggebend für den Ausgang einer Wahl waren also stets die Stimmen der Personen, die zu Hause geblieben sind.
Die Wikipedia in ihrem Lauf wird das vermutlich wenig stören. Die Wikipedianer werden weiterhin ihre täglichen Artikel schreiben. Andere werden sich Gedanken über noch mehr Fundraising machen. Der Benutzer Southpark sammelt derweil neue Vorschläge, wie man die in den jüngsten Spendenkampagnen gesammelten Millionen "sinnvoll" einsetzen könnte. Ob Wikimedia irgendeinen dieser Vorschläge aufgreift, bleibt ungewiss.
Wir bitten die Wikimedia Deutschland um eine offizielle Stellungnahme des Verlaufs der geheimen und sicheren Wahl. Wir würden von den Verantwortlichen gerne wissen, mit welcher Motivation schon vor der Auszählung die Wahlunterlagen geöffnet wurden. Ebenso ging heute eine E-Mail an jedes einzelne Mitglied des Vorstands heraus, wo um eine Stellungnahme gebeten wird.
Bild-Quellen: commons.wikimedia.org
Lars Sobiraj (g+) am Montag, 24.01.2011 06:21 Uhr
ich finde das nun eine hübsche steilvorlage für einen findigen journalisten. ich würde es mir als nicht-journalist keinesfalls zutrauen, das alles fundiert zu recherchieren, ist besser, wenn das jemand macht, der da methode an den tag legt. gerade die unterwanderung dür ...
ich finde das nun eine hübsche steilvorlage für einen findigen journalisten. ich würde es mir als nicht-journalist keinesfalls zutrauen, das alles fundiert zu recherchieren, ist besser, wenn das jemand macht, der da methode an den tag legt. gerade die unterwanderung dürfte der interessanteste aspe ...
Sehr substantieller Beitrag. Wo steht denn, wer für eine Bank wie tätig ist. Wer ist ein bezahlter Unterwanderer? Unterfüttere deine Aussagen doch mal, damit man mit denen mal was anfangen kann. Wo wird im Artikel Goldman Sachs manipuliert? Wieso ist der entsprechende A ...
hmm also ich weiss nicht. ich spreche aus eigener erfahrung, habe des öfteren versucht, relevante daten da einzustellen. in der englischen wikipedia sind sie akzeptiert worden, in der deutschen wurden sie kommentarlos gelöscht. oftmals habe ich sogar auf nachfrage keine begründung bekommen. dann hab ...
haben denn diese wikipedia- herrscher auch realnamen? gibts da ne liste? dann könnte man mal recherchieren und abprüfen, wer da welche hintergründe (rechte hetzer / banker / etc) hat. ich könnte drauf wetten, dass wenn man die truppe mal ordentlich überprüft, ein skandal ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.