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Cablegate: Deutscher Think Tank empfahl den USA, den Iran zu sabotieren

Deutsche Hintermänner empfahlen die Entwicklung von Stuxnet

Deutsche Hintermänner empfahlen die Entwicklung von Stuxnet

Die im Zuge der Cablegate-Affäre enthüllten Dokumente offenbaren nun, dass das Amt für Sicherheit und Internationale Beziehungen eine "Politik der verdeckten Sabotageoperationen" für den Umgang mit dem Iran empfahl. Diese Strategie beinhaltet unerklärliche Explosionen sowie Unfälle und Hackerattacken.

Der Stuxnet-Virus löste eine Debatte über die neue Art der Kriegsführung aus: den "Cyber-War". Bereits kurz nachdem der Angriff bekannt wurde vermuteten Experten einen Einfluss westlicher Geheimdienste, da dieser Virus dem iranischen Nuklearprogramm einen empfindlichen Schlag versetzt haben soll. Die Spekulationen verdichteten sich schnell und die Indizien sprachen für eine US-israelische Kooperation, die diesen Virus entwickelte. Wenig später wurde bekannt, dass außerdem Experten aus London und Berlin sich an der Entwicklungsarbeit beteiligten. Die Times berichtete, dass Ex-Präsident Bush diese Operation im Januar 2009 autorisierte und dass Obama auf israelischen Druck hin deren Ausführung beschleunigte.

Dank der kontinuierlichen Veröffentlichung der Diplomatendepeschen ist nun seit Dienstag bekannt, dass sich ein in den Dokumenten geschwärzter deutscher Thinktank in die Strategieüberlegungen im Umgang mit dem Iran einschaltete und erheblichen Einfluss ausübte.
So hat der Direktor des Instituts für Sicherheit und Internationale Beziehungen, Voker Perthes, in einem Treffen mit US-Diplomaten im Januar letzten Jahres verdeckte Sabotageoperationen empfohlen.

Die Überlegungen reichen von unerklärlichen Explosionen und Unfällen bis hin zu Computerangriffen. Diese Strategie wird als sinnvoll empfohlen, da ein konventioneller militärischer Schlag gegen den Iran verheerende Auswirkungen auf die Stabilität in der Region haben könnte. Aus Angst vor einer nuklearen Bewaffnung des Iran werden Sanktionen in Erwägung gezogen, die den An- und Verkauf konventioneller Waffen untersagen. In der Depesche heißt es dann weiter, dass dies der einzige Weg sei, die iranischen Sicherheitsüberlegungen von einem langfristig geplanten atomar bewaffneten Arsenal wegzubekommen, da die kurz -und mittelfristige Planung sich auf den Erhalt einer konventionellen Streitmacht konzentrieren müsse.

Bild-Quellen: archiv

Text-Quellen: Wikileaks

Timm Pawlik am Samstag, 22.01.2011 19:10 Uhr

tagsTags: iran wikileaks stuxnet

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25 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Mordechai am 08.02.2011 13:42:01

    btw - israel ist auch ein schurkenstaat (extremistische regierung, illegales atomprogramm, zensur, kümmert sich nicht um menschenrechte), Na... ob du da nicht auf arabische Propaganda reingefallen bist? Guck Dir doch mal die Staaten im Nahen osten an ob die nicht i ...

  • AluMiez am 08.02.2011 12:39:53

    Blödsinn. Momentan hat keine Partei etwas von einem Krieg. oups Fehler meinerseits, ich meinte natürlich Iran, nicht Israel. Aber Obamas Amtszeit geht auch mal zu Ende. ...

  • LordArion am 24.01.2011 16:41:35

    Wie definierst du Schurkenstaat? Ich wette du kannst keine aufstellen mit der nicht auch die USA oder europäische Staaten zum Schurkenstaat werden würden ;) Das ist tatsächlich ausgesprochen trivial. Die exakteste Definition ist offenkundig jene, die jeden denkbaren ...

  • ullawalla am 24.01.2011 15:09:46

    Für mich ist es immer noch ein Unterschied, ob sich diese "Mittel" gegen unschuldige Zivilisten richten oder gegen Atomprogramme in Schurkenstaaten. Sollte es dem Iran wirklich gelingen eine Atombombe zu bauen würde es über kurz oder lang wohl Krieg und viele Opfer gebe ...

  • Dieter85 am 24.01.2011 02:03:47

    So oder so, kommt es zum Krieg, ist es voll und ganz USA/Israel zuzuschreiben, denn Ahmadinedschad weiß genau, dass das nur böse für Israel enden kann. Blödsinn. Momentan hat keine Partei etwas von einem Krieg. Der Iran schon gar nicht. Mit einem (Nuklearen-)Erst ...

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