GVU. Bild von Evrim Sen.
Dem Einfallsreichtum mancher Menschen sind offenbar keine Grenzen gesetzt. Vor einem Jahr wurden an Unbeteiligte gefälschte Filesharing-Abmahnungen verschickt, um die GVU in Misskredit zu bringen. (gulli:News berichtete) Ende 2010 „gestand“ die Vereinigung, sie habe ganze Server gelöscht, um Raubkopien zu entfernen, was natürlich auch frei erfunden war. (gulli:News berichtete) Aktuell soll jemand der Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung im gewerblichen Ausmaß bezichtigt werden, der von alledem überhaupt nichts weiß. Aus dem Büro der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) wurde aber de facto keines der Schreiben verschickt.
Vor wenigen Tagen wurde einem Bochumer eine Frist bis zum 10. Januar gesetzt, um seinen Tracker „Torrent Heaven“ vom Netz zu nehmen. Bei Nichteinhaltung der Frist würde man Anzeige erstatten, so das nachgemachte Schreiben weiter. „Beihilfe sowie Anstiftung zur unerlaubten Verwertung in gewerblichem Ausmaß“ lautet die Betreffzeile des Briefes, den der sichtlich schockierte Mann Ende letzten Jahres erhielt. Die Grafik des Briefkopfes ist zwar korrekt und auch der Aussteller des Briefes arbeitet bei der GVU. Der Rest der Zuschrift ist aber frei erfunden.
Der Etikettenschwindel flog auf, als der Angeschriebene vor wenigen Tagen bei der Berliner Vereinigung um Aufklärung bat. Der Tracker ist sowieso schon seit dem Jahreswechsel offline. Seine Unschuld beteuernd schickte er das Originalschreiben zur Prüfung nach Berlin, wo schnell auffiel, dass man sich recht umfangreich aus den Formulierungen von P2P-Abmahnungen und juristischen Beurteilungen des Gerichtsurteils von The Pirate Bay bedient hatte.
Jan Scharringhausen, Leiter des GVU-Rechts- und Ermittlungsteams kommentiert den Vorfall: „Es kommt immer häufiger vor, dass Abzockbetrüger oder selbst ernannte Urheberrechtsschützer die GVU als Absender für Ihre Fake-Schreiben benutzen.“ In den Jahren zuvor sei der Ruf der GVU deutlich seltener als solches Druckmittel missbraucht worden, führt Scharringhausen aus und ergänzt: „Wir interpretieren dies als Indiz für den Erfolg und den Einfluss unserer Tätigkeit, weisen aber nochmals darauf hin, dass unsere Aufgabe darin besteht, die Strafverfolgungs- und Zollbehörden bei der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen zu unterstützen.“ Die Verfahrensweise läuft sowieso anders herum ab. Anstatt die vermutlichen Raubmordkopierer schriftlich zu verwarnen, wird stets zunächst Strafanzeige gestellt, um weitergehend in Zusammenarbeit mit der zuständigen Staatsanwaltschaft zu ermitteln. Ob man die Häufung derartiger Fakes als Erfolg für sich oder seine Organisation werten sollte, bleibt dahingestellt. Zumindest haben die Autoren der nachgeahmten Takedown Notice damit ihren Einfallsreichtum unter Beweis gestellt.
Text-Quellen: gvu-online.de
Lars Sobiraj (g+) am Montag, 17.01.2011 11:59 Uhr
Da war wohl jemand sauer weil er kein Invite für den Tracker bekommen hat ... Hä? Du hast das schon gelesen, oder? Ah, ne...scheinbar nicht... ...
Da war wohl jemand sauer weil er kein Invite für den Tracker bekommen hat ... ...
Ja, da muss ich KaPiTN zustimmen - das ist mehr als asozial jemand unschuldigen derart zu instrumentalisieren. Das hat auch nichts mit Kreativität zu tun. Es gibt Leute die gehen damit direkt zum Anwalt und haben dadurch dann einen unsinnigen finanziellen Aufwand. Intention hui, Aktion pfui. ...
Gefoppt wurde ja wohl ein Unbeteiligter. Die GVU wurde nur benutzt, war aber nicht Opfer dieser Aktion. Finde ich absolut daneben. ...
Abermals erlaubte sich jemand einen derben Spaß mit den selbst ernannten Urheberrechtsschützern von der GVU. Dieses Mal wurde ein Bochumer als Betreiber des BitTorrent-Trackers „Torrent Heaven“ bezichtigt. Bei Nichtachtung der schriftlichen Verwarnung würde man ihn anzeigen. Den Briefkopf sowie den ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
Bezugnehmend auf die anhaltende Protestbewegung gegen Ministerpräsident Erdogan hat nun auch der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani seine Ansichten offenbart. Via Facebook-Mitteilung teilt er mit, dass möglicherweise die Zeit für einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Regierung gekommen sei – und zwar „Stauffenberg-like“.