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WikiLeaks hat sich auf die Fahnen geschrieben, Informationen öffentlich zu machen. Jeder soll sich selbst anhand der Leaks eine Meinung bilden und die zugrunde liegenden Informationen für sich nutzen können. Dabei gibt es jedoch offenbar Grenzen - zumindest, wenn es nach WikiLeaks-Sprecher Julian Assange geht. Dieser versuchte Vanity Fair zufolge, den Guardian für "unautorisierte" Berichte über die sogenannten Cablegate-Dokumente zu verklagen. Der Hintergrund: WikiLeaks wurde ironischerweise selbst Opfer eines Leaks; die vom Guardian verwendeten Dokumente wurden der Zeitung nicht offiziell von WikiLeaks beziehungsweise Assange zur Verfügung gestellt, sondern von einer Mitarbeiterin heimlich weitergegeben.
Der Guardian gehört zu den privilegierten "Medienpartnern" von WikiLeaks. Das bedeutet, dass Assange der Zeitung vorab sämtliche gut 250.000 Dokumente zur Verfügung stellte. Der verantwortliche Guardian-Redakteur musste im Gegenzug jedoch ein Abkommen unterzeichnen, Artikel über die Dokumente nur mit ausdrücklicher Genehmigung von Assange zu veröffentlichen.
Kurz darauf jedoch erhielt der Guardian eine zweite Kopie der Dokumente inoffiziell von einer Quelle im Umfeld von WikiLeaks. Vanity Fair behauptet, die freie Journalistin und Medien-Aktivistin Heather Brooke sei für den Leak verantwortlich. Diese behauptet allerdings auf Twitter, ihre Rolle werde "nicht ganz korrekt" dargestellt. Sie kündigt an, ihre Version der Ereignisse in einem voraussichtlich im März erhältlichen Buch über ihre Tätigkeit bei WikiLeaks detaillierter erläutern zu wollen. Brooke ist somit - nach Julian Assange und Daniel Domscheit-Berg - die dritte Aktivistin aus dem Umfeld von WikiLeaks, die ein "Enthüllungsbuch" plant.
Julian Assange
Schließlich einigte man sich ohne Klage. Der Guardian habe Assange eine kurze Frist eingeräumt, um die anderen Medienpartner darüber zu informieren, dass die Veröffentlichung der Dokumente direkt bevorstehe, so Vanity Fair.
Sollte sich der Bericht von Vanity Fair als korrekt erweisen, könnte er für weitere Kritik einiger WikiLeaks-Anhänger an Assanges neuer Medienstrategie sorgen. Assange selbst nahm bisher nicht öffentlich zu den Berichten Stellung.
Text-Quellen: The Register
Annika Kremer (g+) am Donnerstag, 06.01.2011 20:21 Uhr
zahlreiche Namen von Menschen vorkommen, die eben keine Informanten der US of A sind. Da muss ich dir mal zustimmen. Im Rausch der Veröffentlichungen sind nicht nur diejenigen gefährdet die für die USA arbeiten sondern auch die deren Name einfach nur vorkommt oder der ...
Ich bin der Ansicht, es wäre geschickter, gleich die ganzen Dokumente ohne redaktionelle Überarbeitung auszulassen. Wer so viel Dreck am Stecken hat, dass er um sein Leben fürchten muss, weil er da drin steht, hat sein russisches Roulette sowieso schon zu lange gespielt ...
Gibt es hierzu auch alternative Quellen die sich nicht ausschliesslich auf das US-Magazin "Vanity Fair" (und die vorerst nichtssagende Heather Brooke) beziehen? der g ...
Tatsächlich ist der Grund für die "häppchenweise" Veröffentlichung der Cables ein ganz anderer: Alle Informationen werden vor Veröffentlichung gründlich darauf geprüft, ob sie z.B. Namen von Personen enthalten, denen die Veröffentlichung möglicherweise schaden könnte. Ist schon klasse, wird alles ...
Ganz meiner meinung. Verstehe immer noch nicht wieso das in häppchen serviert werden muss. Weil die Aufmerksamkeitsspanne der Bevölkerung nicht besonders hoch ist. Decke 10 Skandale auf und du kannst dir sicher sein, dass man sich höchstens mit den 2 schlimmsten davo ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.