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Apple startet seinen neuen Mac App Store

Apple (Logo)

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Wie vorgesehen wurde heute der Mac App Store vom US-Konzern Apple eröffnet. Mit wenigen Klicks sollen Anwender von Mac OS X ab Version 10.6.6 Programme kaufen und installieren können. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und unverständlichen Fehlermeldungen war die Auswahl von momentan 1.000 Programmen komplett erreichbar.

Wie angekündigt wurde heute der Mac App Store vom US-Konzern Apple eröffnet.  Mit dem virtuellen Shop will das Unternehmen das erfolgreiche Prinzip des iOS App Stores für iPod touch, iPhone und iPad auch auf seine Computer übertragen. Mit wenigen Klicks sollen die Mac OS X Nutzer ab Version 10.6.6, Programme kaufen und installieren können. Beim Start der Plattform zeigte sich Apple Chef Steve Jobs sehr zufrieden.  “Mit über 1.000 Apps hat der Mac App Store einen guten Start,“ erklärte er. “Wir glauben, dass die Anwender diese innovative neue Möglichkeit, um ihre Lieblings-Apps zu entdecken und zu kaufen, lieben werden.”

Von dieser Liebe war bei den ersten Anwendern jedoch sicherlich wenig zu bemerken. Kurz nach dem Start waren offenbar die Server vom Nutzeransturm überlastet und behinderten eine problemlose Installation. Wer eine App installieren wollte, wurde mit einem „unbekannten Fehler“ der Nummer 13 oder 100 abgespeist. Nach gut zwei Stunden zeigte sich jedoch Besserung und die Installation der Programme ging problemlos vonstatten.

Fehler von App Store

Fehler von App Store

Der eigentliche Kaufprozess unterscheidet sich nicht wesentlich von dem auf den mobilen Apple-Geräten. Eine Applikation wird ausgewählt, die Apple-ID eingegeben und schon beginnt der Download des gewünschten Produktes. Bezahlt wird mit der hinterlegten Zahlungsoption im Apple-Account. 

Auch wenn Apples neuestes Projekt nach außen hin wie eine souveräne Verbesserung wirkt, scheiden sich hinter den Kulissen die Geister. Wie der iOS App Store wird der neue Shop mit den Produkten von Entwicklern und Programmieren gespeist, die nichts mit Apple zu tun haben. Sie können ihre Produkte in den Store einstellen und erhalten vom frei wählbaren Preis 70 Prozent des Gewinnes. Allerdings sehen viele Entwickler nicht ein, warum sie 30 Prozent ihres Umsatzes abtreten sollen, wenn sie zudem von den zahlreichen Beschränkungen und Verboten im Store geplagt werden. Denn diese haben es in sich.

Neben den üblichen Kandidaten wie Alkohol, Zigaretten, Verletzung von Mensch und Tier oder Pornografie, die in den Apps ohnehin nichts zu suchen haben, verbietet Apple noch einige weitere Dinge. Programme, die abstürzen oder auch nur Fehler aufweisen, werden nicht für den Verkauf zugelassen. Selbst wenn das Programm über Funktionen verfügt, die nicht ausführlich dokumentiert sind, ist es nicht App-Store-tauglich. Sind die Funktionen eines Programmes zwar dokumentiert, aber bereits in einem anderen Programm weitgehend vorhanden, ist die App ebenfalls unzulässig. Gleiches gilt, wenn Apple der Meinung ist, dass die Programmfunktionen „nicht sehr nützlich sind“ oder (bei Spielen) auf Dauer nicht unterhaltsam genug. Betaversionen, Demos, Trial- und Testversionen werden grundsätzlich abgelehnt. Sogar bei der Programmiersprache und Art und Weise des Programmaufbaus macht man Vorschriften. Unter anderem darf man keine „veralteten Technologien“ verwenden. Apple nennt in seinen „Mac App Store Review Guidelines“ hier explizit Java und Rosetta.

Prinzipiell sind Entwickler zwar nicht gezwungen, ihre Produkte im Mac App Store zu verkaufen, allerdings fürchten vielen, dass die Endanwender ihre Software künftig nur noch im neuen Shop kaufen. Programme, die dort nicht vertreten sind, könnten nur noch auf sehr wenig Beachtung treffen, was den Verkäufer schlussendlich doch zwingt, den Mac App Store zu verwenden, vermutet beispielsweise App-Entwickler Mathias Lange auf macnotes.de.

Bislang feuert Apple den Betrieb im Store kräftig an.  Alle Anwendungen des Konzerns wie iPhoto oder iMovie sind bereits im Shop vertreten. 

Bild-Quellen: luke-b.

Text-Quellen: macnotes

Julian Wolf am Donnerstag, 06.01.2011 17:08 Uhr

tagsTags: mac os 10.6 appstore

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99 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Fryhstyxei am 12.01.2011 01:51:43

    Inwiefern sollte das das einzige sein, mit dem Google werben kann? Wäre Googles Politik gleichzusetzen mit der von Apple, kann ich auch gleich Apple nehmen. Es würde sich nicht viel nehmen. Android-Nutzer genießen mehr Eigenverantwortung und mehr Freiheit. [quo ...

  • LoL-O_Mat am 11.01.2011 21:46:01

    Damit wollte ich lediglich betonen, dass Apple und Adobe bei weitem nicht mehr so zusammengehören, wie es einmal war. Adobe würde wohl definitiv weniger Schaden davontragen, wenn sie PS nicht mehr auf MacOS anbietwn würden. Eigentlich sogar recht verwunderlich, dass Apple Adobe derart vor den Kop ...

  • holler am 11.01.2011 20:13:16

    Genau, für Adobe würde es ja auch ein Riesenproblem darstellen, wenn man ihre Produkte nicht mehr am Mac nutzen könnte. Apple und Adobe sind sogar so gut aufeinander zu sprechen, dass Adobe selbst für iOS flash entwickelt. Du vergisst, das Flash nur ein kleiner ...

  • LoL-O_Mat am 11.01.2011 20:02:39

    Mit irgendwas muss Google schließlich für sich werben. Schau Dir mal die Durchschnittsbenutzer von Android und die von iPhones an. Android wird dem Durchschnittsnutzer aber wohl eher kaum etwas sagen. Und eben um die geht es Apple nun mal an der Stelle. Inwiefe ...

  • DerAlteL am 11.01.2011 00:00:00

    Wieso sollte ich so tun als hätte ich was vergessen? Wir leben in einer Online Welt und es ist bei weitem kein Geheimnis das der Einzelnhandel weiter ausstirbt. Was mich nicht sonderlich stört, es mag egoistisch klingen, denn ich kaufe eben auch jene Geräte nur noch Online. Ob Monitore, Notebooks ...

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