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WikiLeaks: Ausgaben 2010 mehr als verdoppelt

WikiLeaks (Logo)

WikiLeaks (Logo)

Das Spendenaufkommen der Whistleblowing-Website WikiLeaks ist offenbar im Sinken begriffen. Gleichzeitig sollen aber die Ausgaben des Projekts im vergangenen Jahr stark angestiegen sein, unter anderem, weil einigen Mitarbeitern nun Gehälter gezahlt werden. Das berichtet das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung aus die Wau Holland Stiftung, die einen Teil der WikiLeaks-Spenden verwaltet.

Insgesamt sollen im Jahr 2010 rund eine Million Euro an Spendengeldern für WikiLeaks hereingekommen sein. Die Daten der Wau Holland Stiftung legen nahe, dass ein Großteil der Spenden rund um die spektalulären Irak- und Afghanistan-Leaks hereinkam. Danach soll das Spendenvolumen leicht abgenommen haben. Ob dies Unzufriedenheit mit dem Kurs von WikiLeaks ausdrückt oder schlicht nachlassendes öffentliches Interesse, nachdem die spektakulären Mega-Leaks aus den Schlagzeilen verschwunden sind, ist natürlich schwer zu beurteilen.

Die Ausgaben von WikiLeaks sollen im Jahr 2010 massiv angestiegen sein. In früheren Jahren gab man an, mit einem Budget von rund 150.000 Euro zu arbeiten. Im vergangenen Jahr jedoch sollen alleine von den Konten der Wau Holland Stiftung rund 380.000 Euro an Ausgaben zusammengekommen sein. Einige Rechnungen, so die Stiftung, seien zudem noch offen. Hendrik Fulda, Sprecher der Stiftung, sagte, ein Teil des Geldes sei für Rechnerhardware, Internetanbindung und Reisekosten ausgegeben worden. Den größten Anteil an den Mehrausgaben habe jedoch die Tatsache, dass WikiLeaks begonnen habe, regelmäßigen Mitarbeitern ein Gehalt zu zahlen. Am meisten profitiert davon offenbar Mitbegründer Julian Assange, der in diesem Jahr bereits rund 65.000 Euro an Gehaltszahlungen erhalten haben soll. Gerüchten zufolge sind einige WikiLeaks-Mitarbeiter mit dieser Regelung nicht uneingeschränkt glücklich.

Weiter für Diskussionen sorgt auch die geplante Beteiligung von WikiLeaks an den Anwaltskosten des als mutmaßlicher Whistleblower inhaftierten US-Soldaten Bradley Manning. WikiLeaks hatte ursprünglich zugesagt, die Hälfte der geschätzt 100.000 Dollar - 76.000 Euro - zu übernehmen. Kürzlich sagte ein Sprecher jedoch, man werde lediglich etwa 20.000 Dollar - etwa 15.000 Euro - zahlen. Dieses Geld wurde jedoch bisher nicht überwiesen. Die Wau Holland Stiftung gab laut WSJ an, man warte derzeit auf die Auskunft eines Rechtsexperten, ob eine solche Spende nach deutschem Recht erlaubt ist.

 

 

Text-Quellen: BoingBoing

Annika Kremer (g+) am Samstag, 25.12.2010 16:03 Uhr

Tags: julian assange wau holland stiftung wikileaks manning bradley manning

 
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6 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • soricsoon am 27.12.2010 13:07:38

    Den größten Anteil an den Mehrausgaben habe jedoch die Tatsache, dass WikiLeaks begonnen habe, regelmäßigen Mitarbeitern ein Gehalt zu zahlen. Wo kann ich das nachlesen.? Alle Informationen die ich dazu habe, besagen nämlich das genaue Gegenteil... es wird kein Gehalt gezahlt. ...

  • Dieter85 am 26.12.2010 13:04:14

    Damit sind wohl eher nur seine Anwaltskosten gedeckt :D ...

  • am 26.12.2010 10:42:02

    Assange hat einen Millionenvertrag für seine Autobiographie unterschrieben, siehe hier: http://3.ly/KNYy Damit dürfte er seine Geldsorgen bald los sein. ...

  • Kletter am 25.12.2010 20:23:48

    Mit Aktien könnten die gut selbst Geld verdienen. Einfach von der Bank of American ordnetlich Aktien kaufen und nix über die Bank veröffentlichen ^^ *Facepalm. son Quatsch 1. Grundgebung für die Bank: Einschüchtern, Drohung. 2. Sinn und Zweck an WL wär so für die K ...

  • fabih1 am 25.12.2010 17:40:55

    Mit Aktien könnten die gut selbst Geld verdienen. Einfach von der Bank of American ordnetlich Aktien kaufen und nix über die Bank veröffentlichen ^^ ...

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