Norwegen (Flagge)
Die Dokumente des Cablegate-Links werden von der Whistleblowing-Website WikiLeaks in kleinen Portionen veröffentlicht. Im Durchschnitt nur knapp 100 der Dokumente werden am Tag online gestellt. Die Einzigen, die Zugriff auf das komplette Archiv haben, sind WikiLeaks selbst und einige privilegierte Medienpartner wie "Der Spiegel" und die englische Zeitung "The Guardian". Diese Strategie ist kontrovers; während Befürworter die Tatsache loben, dass WikiLeaks, im Gegensatz zu vorherigen Leaks, alle Dokumente sorgfältig prüft und redigiert, werfen Kritiker dem Projekt vor, eine unfaire Situation zwischen einigen "privilegierten" Medien und der Öffentlichkeit - sowie dem Rest der Presse - zu schaffen. Dies, so die Meinung einiger Internetnutzer, widerspricht in gewisser Weise der Philosophie von WikiLeaks, nach der Informationen Allen frei zugänglich sein sollten.
Wenig überraschend ist auch, dass einige "nicht-privilegierte" Medien nun zur Selbsthilfe zu greifen versuchen. Erfolgreich schaffte dies offenbar die norwegische Zeitung "Aftenposten", die sich nach eigenen Angaben Zugriff auf alle rund 250.000 Dokumente verschaffen konnte. Wie genau man das bewerkstelligte, darüber wollte Aftenpostenm-Chefredakteur Ole Erik Almlid in einem heute veröffentlichten Internview mit der Wirtschaftszeitung "Dagens Næringsliv" (DN) keinen Kommentar abgeben. "Wir veröffentlichen nie unsere Quellen, auch in diesem Fall nicht," so Almlid. Er erklärte lediglich, man habe kein Geld für die Dokumente bezahlt. WikiLeaks-Sprecher Kristinn Hrafnsson wollte die Geschehnisse ebenfalls nicht kommentieren.
Bei der Entscheidung, über welche Dokumente geschrieben wird, will Aftenposten "normale journalistische Kriterien" heranziehen. Almlid erklärte, man sei sich der Tatsache bewusst, dass einige der Dokumente "sowohl persönliche Angelegenheiten als auch solche der nationalen Sicherheit" betreffen. Die Redaktion werde dies bei ihrem Handeln berücksichtigen. Ansonsten habe man "die Freiheit, mit diesen Dokumenten zu tun, was wir wollen". Man könne die Dokumente veröffentlichen - sei es online oder auf Papier - und man könne sich auch entscheiden, sie nicht zu veröffentlichen. Momentan seien rund 20 Journalisten mit der Analyse der Dokumente beschäftigt.
Aftenposten wird seine Texte in norwegischer Sprache veröffentlichen, was die Bedeutung der Publikation für den englischen Sprachraum womöglich eingrenzen wird. Trotzdem dürften die zu erwartenden Publikationen - zumindest unter Menschen, die Norwegisch verstehen - auf reges Interesse stoßen.
Text-Quellen: Views and News from Norway
Annika Kremer (g+) am Mittwoch, 22.12.2010 21:24 Uhr
Aber schon klar. Springer böse, Amis böse... nicht grundsätzlich, aber der von dir verlinkte artikel ist einseitig und schlecht belegt. das sind alles nur behauptungen, wie auch ich sie verbreiten kann wenn mir danach ist... den ganzen artikel kürt eine aussag ...
Die Welt hat von Aftenposten den Cable-Datensatz bekommen und analysiert nun: "Die Wikileaks-Depeschen legen nicht die dreckigen Geheimnisse der USA offen, sondern zeugen vielmehr von einem gut funktionierenden diplomatischen Apparat." [URL="http://dontknow.me/at/?http://www.welt.de/debatte/kommenta ...
Die Dinger waren gestern noch unter aftenposten.no/nyheter/uriks/wikileaks/dokumenter abgelegt. Heute unter aftenposten.no/sp ...
Danke. Gestern haben die Links noch funktioniert... Welche Links funktionieren nicht.? Die bei Aftenposten.? Die sind alle funktiondfähig... ...
Danke. Gestern haben die Links noch funktioniert... ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.