
Bild von Chris Edmonds - classictrains.deviantart.com
Der Vorfall ereignete sich bereits am 21. August dieses Jahres. Doch der leitende Mitarbeiter der Zeitschrift, Steve Barry, wendet sich vorsichtshalber erst jetzt mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit. Der Grund für die Verhaftung in Handschellen war, dass sie einen ganzen Tag lang Fotos von historischen Zügen machten. Das Objekt der Begierde war ein spezieller Oldtimer, den man für die Leser des Magazins festhalten wollte.
Nach getaner Arbeit warteten die beiden Redakteure in einer Haltestelle des Stadtteils Queens auf ihre Mitfahrgelegenheit zurück in die Innenstadt. Zunächst wurden sie von zwei Polizisten angesprochen und darüber aufgeklärt, dass sie dort keine Fotos machen dürften. Nachdem man sie um ihre Ausweise bat, gab Mike Burkhart ihnen lediglich seinen Namen und Anschrift als Auskunft zurück. Burkhart verlangte mehrmals, die Vorgesetzten der Polizisten zu sprechen, woraufhin die beiden Journalisten kurze Zeit später von fünf Polizisten abgeführt wurden. Den verhafteten Personen wurde vorgeworfen, sie hätten gegen die Verhaltensregeln von New York verstoßen. Dort wird allerdings bei Videoaufnahmen oder Fotografien von Zügen lediglich der Einsatz von Stativen, Blitzgeräten oder Reflektoren untersagt. Sofern Journalisten im Vorfeld um eine Genehmigung bitten, dürfen sie die Aufnahmen machen. In Begleitung von drei Anwälten wurden die Vorwürfe verhandelt. Die Journalisten kontaktierten anschließend die Bürgerrechtsorganisation „New York Civil Liberties Union“, die am Ende dafür sorgte, dass die Klage komplett fallengelassen wurde.
Das fragliche Magazin erscheint landesweit in den Vereinigten Staaten. Für New York und sein Museum hätten die Fotos eine gute Werbekampagne bedeuten können. Viele Touristen reisen kreuz und quer, um Aufnahmen ihrer Lieblingszüge zu machen. Die Message vom New York Police Department hingegen ist leider offensichtlich: Fans, bleibt wo ihr seid. Kommt bitte nicht auf die Idee, mit euren Fotoapparaten in unsere Stadt zu kommen.
Als Reaktion auf die Verfahrensweise der örtlichen Polizei wurde eine Schadensanzeige aufgegeben. Leider sind fulminante Schadenssummen in den USA nichts Außergewöhnliches. Es erscheint dennoch fraglich, ob 20 Minuten Freiheitsentzug tatsächlich mit 50.000 US-Dollar bewertet werden sollten. Die Mitarbeiter vom „Railfan & Railroad Magazine“ wollen es zumindest vor Gericht darauf ankommen lassen. Leider ist dies eine ebenso schlechte Werbung für die Zeitschrift wie die Aktion der örtlichen Polizei.
Bild-Quellen: classictrains.deviantart.com
Text-Quellen: www.pixiq.com
Lars Sobiraj am Montag, 20.12.2010 17:40 Uhr
Ich habe auf ein Posting reagiert. Und Vergleiche sind stets angebracht. Das zeigt einmal gesetzliche und mentalitätsbedingte Unterschiede auf. Man kann natürlich das Spektrum immer klein halten - aber ich finde es durchaus interessant wie sich in diesem Bereich die Gesetzgebung der jeweiligen St ...
Es geht ja nicht um die hier nicht vorhandene Mitführpflicht. Keine Ahnung, warum darüber überhaupt diskutiert wird. Der Vorfall war in New York und meines Wissens liegt das außerhalb der deutschen Grenzen... Da steht auch nirgends im Artikel, dass er keinen Pass dabei hatte. Ich behaupte einfac ...
Auch hier ist es Praxis und völlig legal, Menschen, die sich nicht ausweisen können oder wollen mitzunehmen. Wenn sie dann renitent sind eben auch in Handschellen. Nein, denn zur Mitnahme muss ein konkreter Verdacht bestehen. Je nach Bundesland unterscheiden ...
Bei solchen Klugscheissern, die immer direkt nach dem "Vorgesetzten" rufen und einem erzählen wollen, wie man seinen Job zu machen hat, würde wohl jedem irgendwann der Kragen platzen. Sehr beliebt ist es zB. in Deutschland, sich bei jedem Furz diffus auf das Grundgesetz zu berufen. Auch hier ist e ...
Wenn es aber gründe gibt, an deiner identität zu zweifeln (kein ausweis dabei) kann dich die polizei mit aus revier nehmen. und nur weil ich keinen ausweis dabeihabe, muss an meiner identität gezweifelt werden? stell dir mal vor, jedesmal wenn du zum supermark ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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