
Logo der Mozilla Foundation
Das Landgericht Hamburg bereitet Abofallen von mit Mozilla-Produkten ein Ende. Mit Urteil vom 10. Dezember untersagt es das Landgericht diversen Anbietern, die Mozilla Produkte Firefox sowie Thunderbird zum kostenpflichtigen Download anzubieten. Darüber hinaus müssen die Betreiber umfangreiche Auskünfte an Mozilla erteilen. Unter anderem über folgende Punkte:
Wie Rechtsanwalt Sebastian Dosch (kLAWtext) erklärt, kann Mozilla anhand dieser Informationen den Schadensersatz berechnen, den die Betreiber leisten müssen. Welch enorme Drohkulissen aufgebaut werden, zeigt eine andere Information, die im MozillaZine Weblog von Gervase Markham veröffentlicht wurde. So liegen der Mozilla-Stiftung Informationen vor, dass innerhalb einer Woche im Jahr 2009 mehr als 170.000 Rechnungen an "betrogene" Nutzer verschickt wurden.
Dass hier enorme Summen geflossen sind, lässt sich einfach erahnen. Rechtsanwalt Dosch rechnet vor, dass für derartige Abofallen Gebühren von 96 Euro üblich sind. Multipliziert man diesen Betrag mit den 170.000 Rechnungen kommt man auf einen Betrag von knapp 16 Millionen Euro.
Mozilla geht davon aus, dass 80 Prozent der Personen bezahlt haben. Nach Einschätzung von RA Dosch sind 25 Prozent realistischer. Unterm Strich würde bei den Anbietern somit noch immer ein Betrag von knapp vier Millionen Euro verbleiben.
Text-Quellen: klawtext
Klaus Müller am Freitag, 17.12.2010 11:28 Uhr
Das ist echt schade, dass es nur für Mozilla gilt. Schließlich wollen ja immer mehr Leute auf Google Chrome umsteigen, weil Google offenbar den Leuten die Freiheit lässt, sie nicht mehr zu kontrollieren. ...
Ehm, darf man mal erfahren unter welcher rechtlichen grundlage das geschehen ist? Ich will hier jetzt nicht die Abofallenbetreiber verteidigen, aber meines wissens nach steht Mozilla Firefox unter anderem unter der GNU GPL, will heißen, ich darf für die weiterverteilung gel ...
Sicher eine gute Entscheidung, allerdings ist das wohl doch nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Wie StaTiC scvhon geschrieben hat, gbt es noch genug andere Software, die weiterhin auf derartigen Seiten angeboten wird. ...
@Juuichi Die Grundlage interessiert mich auch brennend! (Obwohl es mich trotzdem freut das die Abzocker einen auf de Deckel bekommen:beer: ...
naja ein richtiger sieg sähe anders aus. dann werden einfach firefox und co entfernt und dafür weiterhin adobe reader oder registry cleaner angeboten. und 3 millionen dürfte vielleicht jetzt realsistisch sein, aber als diese ganze methode noch wenig bekannt war, haben wahrscheinlich mehr als 80% ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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