
Island (Flagge)
Die Kreditkarten-Unternehmen Visa und Mastercard mussten heftige Kritik - und ebenso heftige DDoS-Angriffe - für ihr Verhalten gegenüber WikiLeaks einstecken. Beide Unternehmen hatten dem Whistleblowing-Projekt aufgrund angeblich illegaler Aktivitäten die Kooperation gekündigt. In Island könnten Visa und Mastercard dafür nun weitere ernsthafte Konsequenzen drohen.
Am vergangenen Sonntag mussten Repräsentanten der beiden Unternehmen vor einem Parlamentsausschuss erscheinen, um Rechenschaft über ihr Verhalten gegenüber WikiLeaks abzulegen. Beide Unternehmen hatten kurz hintereinander ihr Geschäftsverhältnis mit WikiLeaks beendet und so dafür gesorgt, dass das Projekt keine Spenden mehr über die entsprechende Kreditkarte mehr annehmen konnte. Je nachdem, zu welchem Ergebnis die Abgeordneten kommen, könnte Visa und Mastercard für dieses Verhalten der Verlust ihrer Lizenz für Island drohen.
"Die Leute wollten wissen, auf welcher rechtlichen Basis der Ausschluss erfolgte, aber niemand konnte das beantworten. Sie sagten, die Entscheidung wurde durch ausländische Quellen getroffen," sagte Robert Marshall, der Sprecher des zuständigen Parlaments-Ausschusses. Die isländischen Politiker sind offenbar der Ansicht, dass die Kündigungen einer rechtlichen Grundlage entbehren.
Island ist in jüngster Zeit bekannt für seinen Einsatz für die Pressefreiheit. Im Rahmen der sogenannten "Icelandic Modern Media Initiative" (IMMI) will man ein komplett neues, besonders auf den Schutz von Journalisten, Quellen und Aktivisten achtendes Presserecht schaffen. Das Gesetzespaket wurde vom Parlament bereits beschlossen, aber noch nicht vollständig umgesetzt.
Neben den möglichen Konsequenzen durch die isländische Regierung droht den beiden Kreditkarten-Firmen außerdem eine Klage vom Finanzdienstleister DataCell, der ebenfalls für WikiLeaks tätig ist. DataCell will auf gerichtlichem Wege erreichen, dass die Spendenkonten wieder freigeschaltet werden. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, die Entscheidung, WikiLeaks die Unterstützung zu entziehen, werde den Unternehmen mehr schaden, als es der gegenteilige Schritt getan hätte.
Text-Quellen: Raw Story
Annika Kremer am Dienstag, 14.12.2010 02:48 Uhr
Sobald wir was wissen, erfahrt ihr es. ;) ...
Was ist aus der Sache eigentlich nun geworden? ...
Nee, eigendlich meinte ich nicht, dass du zustimmen oder protestieren sollst. Ich meinte, dass du dir darüber bewusst sein sollst, dass du nicht "protestierst" und mit den Füßen abstimmst, weil es nicht leicht genug ist. Das ist mir bewusst. Zum einen verweise ich ...
Die gibt es. In meiner Geldbörse befindet sich unter anderem eine Monatsfahrkarte für den ÖPNV sowie eine häufig verwendete Bahncard. Das ist doch vorbildlich. Da hatte ich dich völlig falsch eingeshätzt. ...sind die dann in deinen Augen all ...
Es gibt also mysteriöserweise gerade dort, wo du dich rumtreibst keine Banken und schon gar nicht deren sonst eigendlich omnipräsenten Automaten... Nehmen wir mal normale Geldautomaten. Ich nehme nun auch mal Flensburg als Beispiel, ich wohne hier ja immerhin - gefà ...
Lars Sobiraj am 23.02.2012, 15:55 Uhr
RetroShare ist ein plattformübergreifendes Open-Source-Programm für das P2P-Filesharing und andere Formen der Kommunikation. Wenn die direkten Kontakte vertrauenswürdig sind, kann man ohne jede Abmahngefahr Dateien auf sicherem Weg austauschen. Wir führten ein Interview mit DrBob, einem der Erfinder und Entwickler des Programms.
Lars Sobiraj am 17.02.2012, 18:18 Uhr
Udo Vetter beschreibt einen kuriosen Fall, bei dem Polizisten in ein Grundstück eindringen, für das kein Durchsuchungsbeschluss vorliegt. Ihre Begründung für die Missachtung der Strafprozessordnung: Hätten sie den zuständigen Richter hinzugezogen, so hätte der Betroffene wegen der Verzögerung unverhältnismäßig lange in Haft verbleiben müssen. Auch auf die Hinzuziehung von Zeugen wurde verzichtet.
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