
Julian Assange
Gestern hatte es in Medienberichten geheißen, Assange solle heute vor Gericht erscheinen (gulli:News berichtete). Assanges Anwalt Mark Stephens sagte heute morgen jedoch gegenüber der Zeitung "The Guardian", man plane vielmehr Verhandlungen mit der britischen Polizei. Dabei solle dann auch über einen Gerichtstermin verhandelt werden.
Gegen 9.30 Ortszeit - 10.30 mitteleuropäischer Zeit - wurde Assange festgenommen, nachdem er in Begleitung seiner Anwälte Mark Stephens und Jennifer Robinson die Polizeiwache aufgesucht hatte. Dies teilte die britische Polizei kurz darauf offiziell mit. In der Stellungnahme macht es den Anschein, als sei dies geplant und von Assange sowie seinen Anwälten erwartet gewesen. Er soll noch heute einem Richter vorgeführt werden. Im Internet gibt es ein Video, in dem Assanges Anwälte die Situation kommentieren. Es wurde angekündigt, dass im Laufe des Tages eine Video-Botschaft von Assange selbst veröffentlicht werden soll.
Pläne, den Schlüssel zur "Insurance-Datei" zu veröffentlichen, die als Absicherung für Assange massenhaft verbreitet wurde, gibt es laut internen Quellen momentan nicht.
Update 1:
Berichten des Guardian zufolge soll Assange um 14 Uhr Ortszeit, also 15 Uhr deutscher Zeit, vor Gericht erscheinen. Die Zeitung beruft sich dabei auf Gerichtsmitarbeiter als Quelle.
Update 2:
Ein WikiLeaks-Sprecher teilte auf Twitter mit, dass die Festnahme Assanges die weitere Veröffentlichung der "Cables" nicht beeinflussen wird. "Wir werden heute nach ganz normal weitere Cables veröffentlichen", schrieb der unbekannte Mitarbeiter.
Update 3:
Update 4:
Nach Angaben des Guardian befindet sich Assange mittlerweile im Gerichtsgebäude. Seine Verhandlung soll, wie bereits vermutet, um 14 Uhr Ortszeit beginnen. Assanges Anwalt Mark Stephens sagte gegenüber Reportern, das Treffen mit der Polizei sei "sehr freundlich" abgelaufen.
Update 5:
Assange wird innerhalb der nächsten Minuten vor dem Richter erscheinen. Da die anwesenden Journalisten die Anordnung bekamen, ihre Mobiltelefone und sonstigen technischen Geräte auszuschalten, wird es zunächst keine Live-Updates geben.
Update 6:
Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP wurde Assange vom Richter gefragt, ob er einer Auslieferung an Schweden zustimme. Assange stimmte nicht zu.
Update 7:
WikiLeaks verschickte auf Twitter einen weiteren Spendenaufruf. Diesem nachzukommen, dürfte sich jedoch zunehmend schwierig gestalten, da nach PayPal und MasterCard auch Visa die Kooperation mit WikiLeaks aufgrund angeblich illegaler Aktivitäten eingestellt hat.
Update 8:
Der Guardian berichtet nun einige Details der Verhandlung. So soll Assange - wie bereits in mehreren Quellen zu lesen - in mindestens einem Fall gegen den Willen der Frau auf die Benutzung eines Kondoms beim Sex verzichtet haben. In einem Fall wird ihm vorgeworfen, Sex mit einer schlafenden Partnerin gehabt zu haben. Die Staatsanwaltschaft ist demnach gegen eine Freilassung Assanges auf Kaution. Als Gründe gibt sie an, er habe sich nicht sofort freiwillig gestellt und solle zudem "zu seinem eigenen Schutz" in Gewahrsam bleiben.
Update 9:
Offenbar wurden mehrere britische Prominente im Umfeld der Gerichtsverhandlung gesehen. Es wird vermutet, dass diese als Bürgen für Assange einspringen wollen.
Update 10:
Nach Angaben des Guardian wurde Assange eine Freilassung auf Kaution verweigert. Er soll zunächst bis zum 14. Dezember in Gewahrsam bleiben.
Update 11:
Ein WikiLeaks-Mitarbeiter zeigt sich in einem Tweet enttäuscht von der Entscheidung des Richters. "Im Stich gelassen durch die bizarre Entscheidung, Julian Assange eine Kaution zu verweigern," schreibt der Aktivist. Er betont aber, die Veröffentlichung der "Cablegate"-Dokumente werde trotzdem wie geplant weitergehen.
Text-Quellen: The Guardian
Annika Kremer am Dienstag, 07.12.2010 16:49 Uhr
Nagut, den Amis würde ich das auch schon fast zutrauen. Die sind sogar zu dämlich, um an den Märtyrerstatus zu denken... Eben: http://trendspektor.de/966/technik/us-tv-sender-fox-networks-uber-julian-assagne-shoot-the-son-of-a-bitch ...
Ich befürchte, dass wenn die ihre Griffel nach ihm ausstrecken können, dass es da nur einen Flug gibt - falls es eine Seele gibt... Nagut, den Amis würde ich das auch schon fast zutrauen. Die sind sogar zu dämlich, um an den Märtyrerstatus zu denken... ...
.. das tuen sie, und das werden sie.:) ...
Tun sie doch jede Nacht... ...
Malt mal nicht so schwarz. Assange hat immerhin den Schutz der Öffentlichkeit, ist nicht so, als wäre das gar nichts wert... Sie muss anfangen daran zu glauben! Ich würde schon nach dieser ?Haft eine Blutprobe nehmen. Das Thema hatten wir schon, letztes Jahr ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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