ENISA (Logo)
Am 4. November probten über 100 IT-Experten aus verschiedenen EU-Staaten sowie Norwegen und der Schweiz den Ernstfall (gulli:News berichtete). Die als Angreifer fungierenden Experten - das "rote Team" - versuchten, wichtige Systeme mit simulierter Malware zu infizieren oder durch Überlastung vom Netz zu trennen. Diese Versuche mussten vom "blauen Team", also den Verteidigern, unterbunden werden.
Am gestrigen Mittwoch wurden einige vorläufige Ergebnisse der Übung veröffentlicht. In dem Bericht heißt es, die Übung sei ein wichtiger Beitrag zum Aufbau von Vertrauen zwischen den Behörden der verschiedenen EU-Staaten gewesen. Trotzdem sei eine bessere Kommunikation und ein größerer Austausch von Informationen und Ideen notwendig. Teilweise hätten unterschiedliche Vorgehensweisen der verschiedenen Behörden zu Problemen geführt. Auch der richtige Ansprechpartner sei nicht immer bekannt gewesen, was zusätzlich für Verwirrung gesorgt habe. EU-weite Prozeduren für die Handhabung von Cyber-Angriffen und anderen sicherheitsrelevanten Vorfällen existieren laut Bericht nur in den seltensten Fällen. Dies, so die Vermutung, liege unter anderem daran, dass die Staaten noch mit der Ausarbeitung und Verfeinerung nationaler Vorgehensweisen beschäftigt seien.
ENISA-Sprecher Dr. Udo Helmbrecht erklärte enthusiastisch, Cyber Europe 2010 habe das Ziel, die Bereitschaft der europäischen Verteidigung gegen Cyber-Angriffe zu testen, "voll erreicht". "Wir werden eng mit den Mitgliedsstaaten zusammenarbeiten, um die Erkenntnisse aus dieser Übung zu identifizieren und umzusetzen. Wir ermutigen die Mitgliedsstaaten außerdem, ihre Bemühungen im Bereich dieser Übung fortzusetzen, sowohl auf nationaler als auch auf gesamteuropäischer Ebene." Detailliertere Ergebnisse der Übung sollen Anfang kommenden Jahres veröffentlicht werden.
Die Teilnehmer äußerten den Wunsch, künftige Übungen über einen längeren Zeitraum als lediglich einen einzigen Tag durchzuführen. Zudem sollen mehr verschiedene Angriffsszenarien abgedeckt werden. Man einigte sich auch darauf, für zukünftige Manöver eine stärkere Einbeziehung privater Unternehmen anzustreben.
Kritiker sind von der Aussagekraft von "Cyber Europe 2010" weitaus weniger überzeugt als die Verantwortlichen. Sie bemängeln vor allem, bei der Übung habe man sich zu sehr auf DDoS-Angriffe konzentriert und subtilere, gezieltere Angriffe wie Datendiebstahl und Infiltration von Systemen weitgehend außer Acht gelassen.
Text-Quellen: The Register
Annika Kremer (g+) am Donnerstag, 11.11.2010 21:47 Uhr
...lediglich einen einzigen Tag... Bis dahin dachte ich wirklich, die machen ernsthafte Versuche. ...
Die Organisatoren der kürzlich abgehaltenen EU-weiten Cyberwar-Übung "Cyber Europe 2010" zeigen sich rund eine Woche nach dem Manöver zufrieden. Cyber Europe 2010 sei "ein erfolgreicher Stress-Test" der zum Schutz kritischer Infrastrukturen existierenden Schutzmaßnahmen gewesen, so die Experten unte ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.