Dem Bericht zufolge hatten die Einstellung des Spam-Dienstes Spamit und die Abschaltung eines Großteils der Kontrollstrukturen des BredoLab-Botnets im Oktober 2010 keine anhaltenden Auswirkungen auf das weltweite Spam-Aufkommen. Bereits nach wenigen Tagen - im Falle von Bredolab sogar schon nach 24 Stunden - war in beiden Fällen wieder das selbe Niveau erreicht wie vor dem Takedown. Kurzfristige Einbrüche beim Spam-Aufkommen waren zwar deutlich zu sehen, hatten aber auf die Monatsbilanz nur äußerst geringe Auswirkungen. Insgesamt stieg das Spam-Aufkommen im Vergleich zum September sogar um 4 Prozent an.
Bereits nach den Ausschaltungen anderer Botnets wie Lethic, Mariposa oder Waledac hatten Sicherheitsforscher ähnliche Beobachtungen gemacht (gulli:News berichtete). Zwar werden durch technische Maßnahmen ebenso wie durch verbesserte Kooperation mit den Ermittlungsbehörden zunehmend erfolgreiche Takedowns ausgeführt. Langfristig eingedämmt wird die Online-Kriminalität dadurch jedoch nicht.
Die Experten des eleven Research-Teams führen dies darauf zurück, dass die Botnet-Betreiber und Spam-Versender in der Folge einiger Erfolge der Sicherheitsexperten ihre Kapazitäten deutlich ausgebaut haben und sie gleichzeitig redundant und damit ausfallsicherer gestaltet haben. Vor allem die Kontrollstrukturen sind mittlerweile so ausgelegt, dass sie im Fall einer Ausschaltung innerhalb kürzester Zeit automatisch auf andere Server und andere Hoster wechseln können, beispielsweise durch die Verwendung pseudozufällig generierter Domains zur Kontaktaufnahme. Damit ist sichergestellt, dass eine Abschaltung der Kommandoserver wie im Fall von BredoLab nicht zu einem Totaleinbruch des Spam-Versands führt und die vollständige Botnet-Kapazität innerhalb kürzester Zeit wieder zur Verfügung steht.
Zudem könnte eine Rolle spielen, dass mittlerweile zahlreiche verschiedene Gruppen von Online-Kriminellen mit ihren Botnets auf dem Schwarzmarkt konkurrieren. Wer also ein Botnet zum Versand seiner Spam-Mails benötigt, hat eine erhebliche Auswahl und kann im Fall eines erfolgreichen Takedowns relativ problemlos auf einen anderen Anbieter umsteigen.
Text-Quellen: IT SecCity
Annika Kremer (g+) am Donnerstag, 11.11.2010 12:20 Uhr
DoS funzt weder gegen die eine Seite, noch gegen die andere Seite, dauerhaft. Wenn man keine Bot-Netze will, muss man die Betriebssysteme härten. An den Symptomen rumdoktorn wird auf Dauer nichts bringen. ...
Das eleven Research-Team legte nun den Spam- und Malware-Bericht für den vergangenen Oktober vor. Darin bestätigte sich einmal mehr, was auch nach jedem Takedown der letzten Monate festgestellt wurde: Ausschaltungen einzelner Botnets haben keinen oder nur einen äußerst geringen langfristigen Effekt ...
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Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
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Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.