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Jeder zweite Bewerber wird im Internet unter die Lupe genommen

Bewerber unter die Lupe genommen

Bewerber unter die Lupe genommen

Rund 50 Prozent der Arbeitgeber untersuchen ihre Jobanwärter im Web. Jedes sechste Unternehmen greift dabei speziell auf soziale Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ zurück. Dies brachte der IT-Branchenverband BITKOM im Rahmen einer repräsentativen Studie in Erfahrung. Insgesamt wurden 1.504 Geschäftsführern und Personalchefs befragt.

Eine schlichte Bewerbungsmappe mitsamt Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen reicht vielen Arbeitgebern lange nicht mehr aus. Auch das Internet hat sich mittlerweile zu einem Medium entwickelt, welches Unternehmen bei der Auswahl ihrer Jobanwärter oftmals unter die Arme greifen kann. Nun hat sich der IT-Branchenverband BITKOM mit diesem Phänomen beschäftigt und versucht diese Gegebenheit empirisch zu belegen.

Im Rahmen der repräsentative Umfrage gaben rund die Hälfte (49 Prozent) der insgesamt 1.504 befragten Geschäftsführer und Personalchefs an, sich bei der Überprüfung der Bewerber auch auf das Internet zu stützen. "Das Internet ist für Firmen eine wichtige zusätzliche Informationsquelle geworden, um sich ein Bild über einen potenziellen Mitarbeiter zu machen", so der  BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.

Bei der Untersuchung der Jobanwärter steuern Unternehmen in erster Linie Suchmaschinen an. Mit einem Anteil von 45 Prozent seien Dienste wie Google oder Bing bei Arbeitgebern am begehrtesten, gefolgt von sozialen Netzwerken mit beruflichem Schwerpunkt. So greife jeder fünfte Personalchef auf Xing oder LinkedIn zurück, um den Bewerber genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit einem Anteil von 17 Prozent seien auch soziale Netzwerke wie Facebook oder StudiVZ höher im Kurs als zunächst angenommen. Fast jedes sechste Unternehmen sprengt den Rahmen und spioniert seinen Bewerbern in privaten Plattformen nach. "Bewerber sollten dafür sorgen, dass vorteilhafte Angaben, Äußerungen oder Fotos über sie zu finden sind. Jeder sollte wissen, was über ihn im Internet steht und er sollte dieses Bild bei Bedarf aktiv selbst gestalten", so der BITKOM-Präsident weiter.

Aus rechtlicher Sicht ist den Arbeitgebern bei der Untersuchung ihrer Bewerber im Internet keine Grenzen gesetzt. Dies soll sich jedoch in Kürze ändern. Die Bundesregierung hat ein Gesetz auf den Weg gebracht hat, das den Datenschutz der Beschäftigten und Jobsuchenden insoweit regulieren soll, dass nur noch eine Recherche in sozialen Netzwerken mit eindeutig beruflichem Charakter erlaubt ist. Bereits im kommenden Jahr soll das neue Datenschutzgesetz in Kraft treten. (BK.)
 

Bild-Quellen: coolejobs

Text-Quellen: bitkom

Sener Dincer am Dienstag, 09.11.2010 13:23 Uhr

tagsTags: bewerbungsfoto

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44 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • xxextaxx am 19.11.2010 12:47:04

    Eine anonyme Bewerbung bringt nichts, dann wird halt im Bewerbungsgespräch aussortiert. Ähm, was aber sinnvoller ist. Denn dort kann sich der Arbeitgeber doch nochmal überzeugen von den evtl. positiven Zügen der Person und nicht nur anhand eines Bildes ...

  • Hasron am 18.11.2010 12:06:47

    Jep. Aber es sollte jedem klar sein das solche Fotos je nach Berufswahl bewertet werden müssen. Eine Firma oder Organisation die für ein sauberes Image steht ist da natürlich mit ganz anderen Kriterien zuwege. ...

  • beeze am 18.11.2010 08:08:06

    Was ist nun so schlimm, wollen die mich nicht einstellen weil ich mal zum saufen gehe? Mich amüsiere? oder vielleicht etwas freizüges zeige? :D Aber auf das Fachwissen wird kein wert genommen. Ob man sich selbst so darstellen möchte, sei ja jedem freigestellt - ge ...

  • Hasron am 17.11.2010 23:04:36

    Eine anonyme Bewerbung bringt nichts, dann wird halt im Bewerbungsgespräch aussortiert. Aha. Da gibts selbst leitende Angestellte die anderes behaupten. Kenne selber Führungskräfte die von sich behaupten teilweise wohl zu früh auszusortieren weil man n ...

  • dr_AllCOM3 am 17.11.2010 21:08:35

    Eine anonyme Bewerbung bringt nichts, dann wird halt im Bewerbungsgespräch aussortiert. Wer Müll von sich im Internet verbreitet, hat es übrigens nicht anders verdient. ...

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