Viele Staaten sehen IT-Kriminalität, Online-Spionage und Cyber-Angriffe auf kritische Infrastrukturen wie die Strom- und Wasserversorgung, den Finanzsektor oder diverse Kommunikationsnetze als große Bedrohung an. Bei der Verteidigung gegen solche Attacken allerdings steckt vieles noch in den Kinderschuhen; es fehlt an Koordination und an fachkundigem Personal. Mit der nun stattfindenden Übung will man testen, wie es momentan um die IT-Sicherheit bestellt ist. "Diese Übung zur Prüfung der Abwehrbereitschaft Europas gegen Cyberbedrohungen ist ein wichtiger Schritt zum Aufbau einer Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Bedrohungen für wichtige Infrastrukturen im Netz, damit sich Bürger und Unternehmen im Netz sicher fühlen", sagte Neelie Kroes, Vizepräsidentin der EU-Kommission.
Cyber Europe 2010 begann am heutigen Vormittag um 10 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Das Manöver soll bis in die Abendstunden andauern. Im Rahmen der Übung soll vor allem versucht werden, auf kritischen Systemen Malware - bei der es sich natürlich nicht um echten Schadcode handelt - zu installieren. Die Verteidiger müssen diese Angriffe zu blockieren versuchen. Insgesamt sind an der Übung rund 130 IT-Experten beteiligt.
Nicht alle der teilnehmenden Staaten spielen eine aktive Rolle. Einige Staaten - nämlich Bulgarien, Zypern, Luxemburg, Malta, Polen, Slowenien, Spanien und Island - werden nur als Beobachter dabei sein. Eine zentrale Rolle sollen dagegen Estland und Großbritannien spielen, die beide schon massiv in die "Cyber-Verteidigung" investiert haben.
Die Ergebnisse der Übung wird die Öffentlichkeit wohl zunächst nicht in allen Einzelheiten erfahren. ENISA-Sprecher Ulf Bergstrom erklärte, man werde gefundene Lücken erst stopfen, bevor man die Öffentlichkeit über ihre Existenz informieren werde.
Text-Quellen: euObserver Golem
Annika Kremer (g+) am Donnerstag, 04.11.2010 18:28 Uhr
Das IT-Sicherheit in Zukunft sicherlich ein zentrales Thema sein wird, ist richtig. Nur frage ich mich mal, ob dabei die breite Öffentlichkeit wirklich wirksam aufgeklärt wird. Wenn ich mir so die verschiedenen Computerzeitschriften ansehe, die seit Jahrzehnten, jeden Monat schreiben wie man seine ...
Die EU testet heute mit dem Manöver "Cyber Europe 2010" den Schutz kritischer Infrastrukturen und die Verteidigung gegen Internet-Angriffe auf staatliche Systeme. An der Übung nehmen neben den EU-Mitgliedsstaaten auch Island, Norwegen und die Schweiz teil. Organisiert wird "Cyber Europe 2010" vom Jo ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.