WikiLeaks (Logo)
Die sogenannten "Afghanistan War Diaries" hatten zunächst vielfach die Befürchtung hervorgerufen, sie würden Informanten gefährden. Nun kam Gates, wie am gestrigen Freitag bekannt wurde, zu dem genannten, etwas optimistischeren Schluss. Gates' Einschätzungen stammen aus einem am 16. August verfassten Brief an den Senator und Militärexperten Carl Levin, das kürzlich der Nachrichtenagentur AP bekannt wurde. Gates schreibt darin, die meisten geleakten Informationen seien taktischer Natur; die sensibelsten Informationen seien offenbar nicht veröffentlicht worden.
Die schlimmen Befürchtungen der Pessimisten haben sich bisher also offenbar nicht bestätigt. Allerdings sind Militärsprecher und andere Sicherheitsexperten der Ansicht, dass die Leaks noch immer "erheblichen Schaden an den Sicherheitsinteressen anrichten" könnten. So schrieb der Blogger und Transparenz-Experte Steven Aftergood, alleine die Tatsache, dass ein derartiger Leak erfolgt sei, würde "das Vertrauen in die Fähigkeit des Militärs, Geheimnisse zu bewahren, untergraben". Dies wiederum könnte sich "in subtiler, aber realer Weise" auf die Fähigkeit, weitere Agenten zu rekrutieren und bei der Stange zu halten, auswirken und auch die Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten anderer Staaten behindern. Die USA, so Aftergood, müssten dies ernst nehmen.
Momentan bereitet sich WikiLeaks auf die Veröffentlichung weiterer geheimer Militärdokumente - diesmal aus dem Irak-Krieg - vor. Einige Beobachter vermuten, dass es schon am kommenden Sonntag soweit sein könnte. Momentan allerdings ist die WikiLeaks-Website nicht erreichbar. Auf der Website werden als Grund "planmäßige Wartungsarbeiten" angegeben. Allerdings ist es kein Geheimnis, dass WikiLeaks kürzlich ernsthafte interne Streitigkeiten zu überstehen hatte, die im Weggang mehrerer Mitarbeiter resultierten. Ob dies den nächsten großen Leak verzögern wird, bleibt abzuwarten.
Text-Quellen: AP
Annika Kremer (g+) am Samstag, 16.10.2010 00:31 Uhr
...mehr Informanten ins Ausland geflüchtet sind als je zuvor. tatsächlich? davon weiß ich nichts, ich glaubs dir zwar auch so, aber wenn du ne quelle dazu hast wäre ich dir verbunden. ...
man mag von assange halten was man will, aber die "insurance"-geschichte ist genial, wie ich finde (insofern da wirklich brisantes material enthalten ist). Das ist doch völlig egal ;) wichtig ist nur, dass seine Gegner es glauben. ...
Auf der anderen Seite ist nun die komplette Argumentation der Kriegsfetischisten im Bezug auf den Link kapputt: Es gab keine Massentötungen von Kontaktpersonen und Quellen und es sind nicht mehr Soldaten als sonst umgekommen. Das kann man mit der einfachen Tats ...
...Vielleicht ist an der Versicherung ja doch was dran. man mag von assange halten was man will, aber die "insurance"-geschichte ist genial, wie ich finde (insofern da wirklich brisantes material enthalten ist). @topic na das dachte ich mir schon, dass der trubel um ...
Indem das Pentagon sagt, der Leak hätte keinen Schaden angerichtet, schlagen sie natürlich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen ist es eine Schadensbegrenzung für die verlorene Akzeptanz, den die Bevölkerung ggü. dem Krieg hat. Zum anderen lassen sie es aber auch so klinge ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
Bezugnehmend auf die anhaltende Protestbewegung gegen Ministerpräsident Erdogan hat nun auch der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani seine Ansichten offenbart. Via Facebook-Mitteilung teilt er mit, dass möglicherweise die Zeit für einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Regierung gekommen sei – und zwar „Stauffenberg-like“.