
Der von den Spammern verwendete sogenannte "weiche Bindestrich" sieht wie ein normaler Bindestrich aus. In HTML wird er durch den Code "­" erzeugt. Der eigentliche Zweck dieses Sonderzeichens ist es, Zeilenumbrüche innerhalb eines Wortes zu kennzeichnen. Die meisten Webbrowser allerdings, darunter auch Mozilla Firefox, ignorieren den weichen Bindestrich. Das machen sich nun Spammer und andere Cyber-Kriminelle zunutze: Sie konstruieren URLs mit zahlreichen weichen Bindestrichen. Für den Benutzer sehen diese URLs normal aus, da der weiche Bindestrich vom Browser nicht dargestellt wird. Analyse-Software und Filter werden jedoch getäuscht.
Die neue Verschleierungsmethode ist nicht in allen Fällen effektiv. Viele Spam-Filter basieren mittlerweile vor allem auf Analyse des Mail-Inhalts und lassen sich daher von einer derart manipulierten Absender-Adresse nicht täuschen. Allerdings gibt es durchaus andere Einsatzzwecke, wie beispielsweise das Verlinken auf Malware oder Phishing-Seiten, wo diese Methode interessant sein könnte.
Die Symantec-Experten weisen darauf hin, dass HTML und XHTML an einigen Stellen noch immer unzureichend standardisiert sind. Dies stelle auch ein Sicherheitsproblem dar. Die Analysten setzen ihre Hoffnungen in HTML 5, das die Anzeige von Websites durch den Browser genauer standardisieren soll.
Text-Quellen: threatpost
Annika Kremer am Freitag, 08.10.2010 12:19 Uhr
Also die Wortwahl im Artikel ist ein bisschen daneben. Das weiche Trennzeichen ist nicht "obskur", sondern hat seinen Sinn. Es ist nicht ungebräuchlich und durch das W3C dokumentiert und standardisiert. Keine Obskurität... http://de.wikipedia.org/wiki/Weiches_Trennzeichen ...
Wer aufgefordert wird, einen Link zu seiner Onlinebankingseite zu klicken und das auch tut (weil es ja legit aussieht) und dann dort seine Bankdaten eingibt ohne die URL zu checken hat nichts gelernt. Oder habe ich gerade eminent was verpasst? ...
Heute sind doch Bayesian-SPAM-Filter Standard. Dagegen bringt die Softbindestrichmaskierung vermutlich gar nichts. Und seit ich mal nen Tag alle Server konsequent geblockt habe, die mich mit blinkender, aufpoppender oder gar rumtönender Werbung nerven wollen, seh ich hier fast gar keine Werbung meh ...
BTW wird der weiche Bindestrich nicht ignoriert, sondern von allen modernen Browsern unterstützt. Es ist schlichtweg der Sinn davon, dass er in der Zeile nicht sichtbar ist. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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