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Wikipedia-Gründer Wales kritisiert Wikileaks: „Sie sind kein Wiki“

Jimmy Wales, Mitbegründer der Online-Enzyklopädie Wikipedia, distanzierte sich heute entschieden von der Enthüllungsplattform Wikileaks. Er beklagte sich über die Namensgebung des Projektes und nannte ernste Bedenken, ob es wirklich sinnvoll sei „absolut alles zu publizieren“, wie Wikileaks es vorhabe.

Jimmy Wales (Wikipedia)

Jimmy Wales (Wikipedia)

Der Mitbegründer der Online-Enzyklopädie Wikipedia, Jimmy Wales machte heute auf einer Konferenz in Kuala-Lumpur seinen Unmut über die Enthüllungsplattform Wikileaks deutlich. Aus mehreren Gründen distanzierte er sich entschieden von der Webseite. Ganz besonders bemängelte er, dass durch die Veröffentlichungen der Organisation Menschenleben gefährdet würden und sprach somit einen Punkt an, den auch viele andere Kritiker immer wieder gegen Wikileaks verwenden. 

Vor zwei Monaten veröffentlichte die Organisation mehrere Tausend geheime US-Dokumente, in denen sämtliche Operationen der USA bis 2010 im Afghanistankrieg, geschildert wurden. In den Protokollen wurden teilweise die Namen von Einheimischen genannt , die mit der US-Armee kooperieren, weshalb sich diese nun vor etwaigen Racheaktionen fürchten müssen. Gerade wenn man bedenkt, dass die Veröffentlichung weiterer Dokumente bereits in naher Zukunft stattfinden soll, sind diese Vorbehalte nicht von der Hand zu weisen.
Grundsätzlich bemängelte er das Ziel des Projektes, „absolut alles publizieren“ zu wollen. Sinnvoller wäre es „verantwortungsbewusste Journalisten“ mit der Aufgabe zu betrauen, die Informationen in soweit auszusortieren, dass Menschen nicht in Gefahr kämen, wie es beispielsweise die New York Times getan hätte, als sie die Dokumente zugespielt bekam.

Nicht zuletzt beschwerte er sich auch über den Namen der Organisation. Der Begriff „Wiki“ hätte im Titel, seiner Meinung nach, nichts zu suchen. Das Wort ließe automatisch Vermutungen aufkommen, dass Parallelen zwischen Wikipedia und Wikileaks bestehen würden, obwohl die Projekte nichts miteinander zu tun hätten. Während seine Enzyklopädie sich nahezu ausschließlich aus Inhalten einzelner freiwilliger Nutzer zusammensetze, wäre Wikileaks lange nicht so offen für Außenstehende, machte er deutlich. Zudem wäre diese „unglückliche“ Namensgebung ein wichtiger Grund gewesen, warum die Seite überhaupt erst bekannt wurde.

Bild-Quellen: netzwertig

Text-Quellen: rawstory

Julian Wolf am Dienstag, 28.09.2010 20:10 Uhr

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48 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • rextav am 04.02.2011 12:57:42

    naja, er hat schon recht. wiki ist wiki und gut ist. frage dich mal selbst was du sinnvolles beitragen könntest zu geheimoperationen und andere brisante sachen, und zwar in der form wie es bei wiki üblich ist. ...

  • Hasron am 01.10.2010 17:22:30

    Und Julien Assange hat bestimmt keine Frau vergewaltigt, im Gegensatz zu Jörg Kachelmann. Ist der Kachelmann veruteilt? Hab ich was verpasst? Nicht? Dann lass doch unqualifizerte Kommentare dieser Art. ...

  • awichai am 01.10.2010 17:15:04

    mal ne ne offtopic frage: es wurde vor einiger zeit eine verschlüsselte datei von wikileaks veröffentlicht. sie sollte irgendwie als versicherung dienen. gibts da news, bzw wurde sie entschlüsselt? ...

  • dipomiert am 01.10.2010 13:00:56

    Und Julien Assange hat bestimmt keine Frau vergewaltigt, im Gegensatz zu Jörg Kachelmann. Der Punkt ist ja, dass er nicht aus sexuellen Motiven zum Vergewaltiger wurde, sondern aufgrund der Bezahlung einschlägiger Geheimdienste aus Amerika. Das macht es natürlich ...

  • eliveo am 01.10.2010 09:29:12

    Also für mich ist Wikileaks eher eine Blogseite, denn vielmehr ein Lexikon wie Wikipedia. Und Julien Assange hat bestimmt keine Frau vergewaltigt, im Gegensatz zu Jörg Kachelmann. ...

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