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Neelie Kroes kündigt Ende von Datenroaming in der EU an

Nicht selten werden Handynutzer nach ihrem Auslandsaufenthalt von einer ungewöhnlich hohen Mobilfunkrechnung überrascht. Die Roaminggebühren der Netzbetreiber, die bei der Handynutzung im Ausland anfallen, treiben den Preis in die Höhe. Die Kommissarin für die digitale Agenda, Neelie Kroes, kündigte nun an, man plane den Datenroamingkosten in der EU ein Ende zu setzen.

Neelie Kroes

Neelie Kroes

Wer mit seinem Mobiltelefon auf Auslandsreise war, wird zu Hause nicht selten von einer ungewöhnlich hohen Handyrechnung überrascht. Grund dafür sind die sogenannten Roaminggebühren der Handybetreiber (to roam = herumtreiben). Diese Mehrkosten entstehen dann, wenn teure Telefonfunktionen in fremden Netzen benutzt wurden, die nicht Teil der betreibereigenen Netzwerkabdeckung sind. Wer mit seinem Handy im Ausland im Internet surft, SMS schreibt oder telefoniert, könnte kurze Zeit später von einer knackigen Abrechnung überrascht werden.

Neelie Kroes, die EU-Kommissarin für die digitale Agenda, möchte diesem lästigen Problem EU-weit ein Ende setzten. Dies gab sie am 23.09. auf der jährlichen Konferenz der European Telecommunications Network Operators Association (ETNO) bekannt. Ihrer Meinung nach stünden die Roaminggebühren in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Mehrkosten der Netzbetreiber. Sie belegte dies mit dem Beispiel eines belgischen Handynutzers, der wegen anfallender Datenroamingkosten plötzlich das Dreißigfache seiner üblichen Gebühren zu zahlen hatte.

Die Ursache für die unterschiedlichen Preise soll darin bestehen, dass hierfür ein EU-übergreifender Markt nicht existiert. Dadurch käme ein Wettbewerb zustande, der die Preise innerhalb Europas in etwa angleichen würde. Eines der wichtigsten Ziele ihrer "Agenda for Europe" wäre es, die Unterschiede zwischen den Kosten im nationalen Bereich als auch die Roamingkosten abzuschaffen. „Je schneller, desto besser“, kündigte sie an.

Die Etablierung eines solchen einheitlichen „Single Market“ ist nicht der erste Schritt im Kampf gegen die hohen Handyrechnungen der EU-Bürger. Erst 2007 setze man Obergrenzen für Telefongespräche und Kurznachrichten aus dem EU-Ausland ein, die man in den darauf folgenden Jahren mehrmals senkte.

Bild-Quellen: it-news-world ec.europa.eu

Text-Quellen: computerbase europa.eu

Julian Wolf (g+) am Samstag, 25.09.2010 19:07 Uhr

Tags: neelie kroes roaming

vgwort
 
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12 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Smithy1980 am 27.09.2010 15:37:34

    Dann sollte die NAVIGON-Software auf demn Handy es ja auch so tun was ich mir aber nicht vorstellen kann. Testen werde ich es einmal. *jedihandbewegungmach* ...

  • Dracul_X am 27.09.2010 14:11:43

    Ich schätzte das liegt daran, dass er über Google maps erst einmal die entsprechenden Kartenabschnitte laden muss, weil diese nicht wie bei anderen GPS schon auf dem Gerät gespeichert sind. ...

  • Smithy1980 am 27.09.2010 14:02:03

    Ich finde es auch eien Frechheit, dass obwolhl es kein technischer oder personeller Mehraufwand ist, horende Gebühren zu verlangen. Zudem kommt, dass wenn man die GPS Funkton für Googlemaps nutzt, sich JEDES Handy IMMER in das Datennetzwerk einwählen muss. WARUM???? Ein normmales Navi tuts doch a ...

  • Monty am 26.09.2010 18:40:49

    Natürlich erfolgt die Abrechnung automatisiert und die Kosten für das Clearing werden sicher nicht sehr hoch ausfallen. Es gibt aber natürlich auf Seiten beider Netzbetreiber (im Heimat- und im Fremdnetz) ein berechtigtes Interesse Geld zu verdienen. Ich persönlich bin auch bereit im Ausland einen h ...

  • Hippiel am 26.09.2010 15:19:32

    Die Überschrift ist vollkommen irreführend. Ein Ende des Datenroamings wird man kaum anstreben weil der Anbieter über den telefoniert wird die komplette Infrastruktur stellt und demenstprechend auch belohnt werden möchte. Zusätzlich entsteht ein Mehraufwand durch die Abre ...

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