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Zuckerwasser statt Akku: Wann kommt das Cola-Handy?

Herkömmliche Batterien und Akkus waren schon immer giftig und teuer. Die chinesische Designerin Daizi Zheng stellte nun den Prototypen eines Handys vor, das mit nichts als mit einem Softdrink betrieben wird. Sie arbeitet derzeit in London für Nokia und ist von ihrem zuckerhaltigen Bio-Akku überzeugt. Ihr Energiespeicher ist weder teuer noch umweltschädlich oder schwer zu recyclen.

Daizi Zheng

Daizi Zheng

Das könnte für den Telekommunikationskonzern Nokia zu einem wichtigen Instrument im Kampf um einen der vorderen Plätze bei den Handyherstellern werden. Daizi Zhengs grünes Gerät (green phone) ist derzeit noch eine Designstudie, die sie im Auftrag des finnischen Unternehmens erstellt hat. Auf ihrer Präsentation im Internet streicht die chinesische Designerin heraus, dass viele Rohstoffe für die Fabrikation von Batterien und Akkus verbraucht werden. Sind sie einmal produziert, ist es schwer, sie wieder umweltgerecht zu entsorgen. Bei ihrem Prototypen sei aber alles ganz anders.

Denn bei ihrem Cola-Handy kommt eine Biobatterie zum Einsatz, die mithilfe von Enzymen und unterstütztenden Hilfsstoffen Zucker in für das Gerät nutzbare Energie umwandelt. Auf ihrer Website schreibt sie, dass ein zuckerhaltiger Drink alles sei, was man für den Betrieb ihres Geräts benötige. Der Inhalt des Tanks ist nach dem Entladen vollständig biologisch abbaubar. Mehr als Sauerstoff und Wasser bleibt am Ende des biologischen Prozesses nicht übrig. Auch soll die Entladung der Flüssigkeit drei bis vier Mal länger als bei herkömmlichen Lithium-Batterien dauern. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Die Käufer könnten so ein gutes Gewissen haben und dabei noch jede Menge Mobilität gewinnen. Auch die Kosten für die Füllung des Energietanks halten sich sehr in Grenzen.


Cola-Handy

Cola-Handy

Die Erfinderin des Süßwasser-Smartphones wurde im Jahr 1986 in China geboren. Daizi Zheng kam im Alter von 16 Jahren nach Großbritannien, um hier in Europa ihre Schulausbildung fortzusetzen und später abzuschließen. Am Londoner Central Saint Martins College of Art & Design studierte sie Produktdesign und beschäftigt sich seither primär mit der Entwicklung von alltäglichen Gegenständen. Diese sollen vom üblichen Denkschema weit abweichen und dabei unser aller Leben erleichtern. Betrachtet man dieses Produkt, hätte sie beide der selbst gesteckten Ziele erreicht. Leider ist noch unbekannt, ob beziehungsweise wann das erste green phone auf den Markt kommen wird.


Danke an Wire für den Tipp!

Bild-Quellen: http://www.daizizheng.com/

Text-Quellen: http://www.daizizheng.com

Lars Sobiraj am Dienstag, 21.09.2010 00:22 Uhr

tagsTags: smartphone nokia zheng daizi

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25 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • fexbest am 22.09.2010 17:55:34

    Da das biologisch abläuft ist meiner Meinung nach das Problem, dass man den Katalysator immer mit wegkippt und man dies denk ich mal nicht verhindern kann, da er eine Verbindung mit der Flüssigkeit eingehen muss. Und irgendwelche chemisch gezüchteten Mikroorganismen sind bestimmt teuer... ...

  • widarr am 21.09.2010 23:33:17

    Coole Sache, dachte mir schon lange, dass man sowas wie (genetisch manipulierte) Elektroplax-Zellen in einem Biogenerator verwenden sollte :) Siehe auch hier: http://www.youtube.com/watch?v=GO00tPIYSUQ :D ...

  • DebianIgnatz am 21.09.2010 18:17:27

    Und irgendwann schimmelt das Cola und das Teil fängt bestialisch zu stinken an. Erinnert mich an eine Cola-Uhr von KOSMOS, die ich in Kindertagen mal hatte. Nach ein paar Wochen landete die im Müllei ...

  • Holstenknallt am 21.09.2010 18:01:25

    Wie soll das funktionieren? wenn mir das jemand erklären kann glaub ichs,sonst halte ichs fürn fake. WO landet der zucker? er wird ja umgewandelt, mir ist keine derartige technik bekannt, soll sie mir das erklären dann glaub ichs :D ...

  • CommodoX am 21.09.2010 16:48:18

    und das mit dem Nachfüllen (oder Austrinken) ist wohl auch nicht so einfach, immerhin benötigt die Batterie noch ein spezielles Enzym, dass dann wahrscheinlich 5€ pro ml kostet, weil es in einem hochreinen Labor hergestellt werden muss und hochgiftige Chemikalien enth ...

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