
Gegenüber der Website "The Daily Beast" sagte Jonsdottir in einem Telefon-Interview, sie sei dafür, dass Assange seine Rolle als Sprecher von WikiLeaks und Mitglied des Managements zumindest solange aufgebe, bis die polizeilichen Ermittlungen beendet seien. Sie habe dies Assange auch mitgeteilt.
Julian Assange
Ihre "Rücktrittsforderung" begründet Jonsdottir damit, dass das Projekt nicht unter diesen privaten Problemen leiden sollte. "Ich bin nicht wütend auf Julian, aber dies ist eine Situation, die offensichtlich außer Kontrolle geraten ist. Diese persönlichen Angelegenheiten sollten nichts mit WikiLeaks zu tun haben. Ich habe ihn sehr dazu gedrängt, sich auf seine rechtlichen Probleme zu konzentrieren und einige andere Leute die Verantwortung übernehmen zu lassen," sagte sie.
Eine weitere Äußerung Jonsdottirs - "es sollte nicht eine Person für WikiLeaks sprechen, sondern viele Personen" - scheint zu Gerüchten zu passen, nach denen der autoritäre Führungsstil des Australiers innerhalb des Projekts in den letzten Monaten teilweise auf Kritik stößt. Diese Berichte sind aber ebenso wenig bestätigt wie ein auf der Whistleblowing-Website Cryptome veröffentlichtes Dokument eines angeblichen WikiLeaks-Insiders, der Assange heftig wegen seiner Entscheidung, seine Rolle bei WikiLeaks weiter auszufüllen, kritisiert.
Wie ernsthaft die Meinungsverschiedenheiten bei WikiLeaks tatsächlich sind und welche Konsequenzen sie eventuell haben werden, ist momentan unklar. Währenddessen steht die Website weiterhin auch mit ihrer eigentlichen Aufgabe in der Öffentlichkeit. So kündigte WikiLeaks-Mitarbeiter Daniel Schmitt vor Kurzem die Veröffentlichung zahlreicher weiterer Dokumente über den Afghanistan-Krieg an. Ebenfalls großes Interesse erregt das Schickal des US-Soldaten Bradley Manning, der beschuldigt wird, WikiLeaks zahlreiche brisante Dokumente über US-Militäreinsätze zugespielt zu haben. Manning sitzt momentan in den USA in Haft und erwartet seinen Prozess. Ihm droht nach Angaben eines Armee-Sprechers eine Freiheitsstrafe von bis zu 52 Jahren. WikiLeaks hatte Manning gleich nach dem Bekanntwerden der Anschuldigungen Unterstützung zugesichert. Es bleibt also viel zu tun für die Aktivisten - schon aus diesem Grund müssen sie einen Weg finden, ihre internen Meinungsverschiedenheiten zu überwinden.
Text-Quellen: The Daily Beast
Annika Kremer am Dienstag, 07.09.2010 04:03 Uhr
Also ich zweifle auch an der Schuld von Julian Assange, aber was er privat macht, hat ja nichts mit dem, was er beruflich macht zu tun. Vielleicht ist es deswegen nur ein "Zweifel", anstatt ein "Beweis" für seine / an seiner Unschuld. ...
Denn Gott sei Dank, der CIA ist hart, kämpft für die Menschheit auf jede Art, mit Kanonen und Spionen, mit Geldern und Lügen. Wer wird wohl als nächster Entwicklungshilfe kriegen? ;) ...
Er soll zurücktreten, weil er angeklagt ist? Und was is mit der Unschuldsvermutung? Der soll bleiben, bis er verurteilt is! Ganz einfach. ...
52 Jahre wofür? Meinetwegen soll der zurücktreten, dann hagelt es eben Gerüchte auf den nächsten Vertreter :T Die 52 Jahre beziehen sich auf Manning nicht auf Assange ;) ...
52 Jahre wofür? Meinetwegen soll der zurücktreten, dann hagelt es eben Gerüchte auf den nächsten Vertreter :T ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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