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HADOPI: Erste betrügerische Mails im Umlauf

Kurz vor dem Start der ersten Mails der französischen Anti-Piraterie-Behörde "HADOPI" nutzen auch Betrüger ihre Chancen. Wie Eric Walter, der Generalsekretär der Behörde gegenüber der Tribune mitteilte, wären gegenwärtig viele betrügerische Mails im Umlauf. Ziel ist es, Anschlussinhaber zur Aushändigung von Bankdaten und dergleichen zu bewegen.

Spam- und Scam Mails sind fest mit dem Netz verbunden. Die Absender von Scam-Mails, also Nachrichten mit betrügerischer Absicht, gehen jedoch häufig äußerst raffiniert vor. In Frankreich versuchen sich diese den Start der HADOPI-Behörde nutzbar zu machen. Wie Eric Walter, der Generalsekretär von HADOPI, gegenüber der Tribune erklärte, seien gegenwärtig viele Scam-Mails im Umlauf. Diese würden sich als Nachricht von HADOPI ausgeben. Die Empfänger würden meist aufgefordert, ihre Bankdaten preiszugeben. Auch Überweisungen sollen getätigt werden. Dabei wird den Empfängern vorgeworfen, dass sie die Urheberrechte von Dritten verletzt hätten und nun folglich eine Strafe zahlen müssten.

Warnung vor Scam-Mails

Warnung vor Scam-Mails

Wie Walter erklärte, sollten derartige Mails unbedingt ignoriert werden. Die HADOPI-Behörde habe noch nicht mit dem Versand erster E-Mails an Urheberrechtsverletzer begonnen. Dies stünde erst unmittelbar bevor. Die Nachrichten der Betrüger seien leicht von denen der Behörde zu unterscheiden. Da es sich im Falle von HADOPI um eine offizielle Behörde handele, würde diese die Empfänger der E-Mails stets mit deren Namen ansprechen. Die Scam-Mails wären dazu nicht in der Lage.

Darüber hinaus würde die HADOPI-Behörde bei einer ersten Kontaktaufnahme per Mail keinerlei Bankdaten oder Überweisungen fordern. Es handele sich um die erste Verwarnung, bei der noch keinerlei Kosten zur Debatte stehen. Aus diesem Grunde sollte es unter allen Umständen unterlassen werden, Bankdaten, Kreditkartennummern oder dergleichen preiszugeben.

Ob der gut gemeinte Ratschlag auf fruchtsamen Boden fällt, dürfte die nahe Zukunft zeigen. Nicht allen Franzosen ist die Vorgehensweise der Behörde klar oder gar bekannt. Die Dunkelziffer derjenigen, die auf diese Betrügerei hereinfallen, lässt sich folglich nur erahnen.

Text-Quellen: lemonde

Klaus Müller am Donnerstag, 02.09.2010 12:59 Uhr

tagsTags: hadopi email scam

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3 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Optimus45 am 02.09.2010 17:24:02

    Damit hätte natürlich niemand rechnen können. :confused: Und natürlich kann ich Spam auch an namentlich bekannte Personen verschicken. E-mailadresse mit Vor- und Zunamen findet man zu Hauf im Internet, oder man kauft sie sich einfach, oder holt sie sich per Trojan ...

  • LemonDrops am 02.09.2010 16:00:45

    Damit hätte natürlich niemand rechnen können. :confused: Und natürlich kann ich Spam auch an namentlich bekannte Personen verschicken. E-mailadresse mit Vor- und Zunamen findet man zu Hauf im Internet, oder man kauft sie sich einfach, oder holt sie sich per Trojaner direkt. It's a mad, mad wo ...

  • ctvirus am 02.09.2010 15:05:05

    ausnahmsweiße mal spam bei dem ich grinsen muss :D die tatsache, dass unwissenden nutzern geld aus der tasche gezogen werden soll, finde ich natürlich nicht in ordnung. aber dafür den namen dieser so verhassten behörde in den dreck zu ziehen, finde ich einfach köstlich. :cool::beer: wenn die b ...

  • Firebird77 am 02.09.2010 12:59:04

    Kurz vor dem Start der ersten Mails der französischen Anti-Piraterie-Behörde "HADOPI" nutzen auch Betrüger ihre Chancen. Wie Eric Walter, der Generalsekretär der Behörde gegenüber der Tribune mitteilte, wären gegenwärtig viele betrügerische Mails im Umlauf. Ziel ist es, Anschlussinhaber zur ...

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