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Wikileaks-Server in ehemaligem Atombunker

Die Enthüllungsorangisation Wikileaks hostet seit kurzem einen Teil ihrer Daten bei einem schwedischen Hoster der besonders sicheren Art. Alle Server werden in einem ehemaligen Atombunker aus Zeiten des Kalten Krieges verwahrt und sind angeblich vor dem Zugriff von polizeilichen Behörden geschützt.

Scheinbar um die eigene Webseite noch besser vor Fremdzugriff zu schützen, hostet die Whisteblowing-Webseite Wikileaks nun einen Teil ihrer Daten bei einem Anbieter der ganz besonderen Art.

Der einzige Eingang zur Serverfarm

Der einzige Eingang zur Serverfarm

Im Zentrum Stockholms, 30 Meter unter der Erde befindet sich die Serverfarm des schwedischen Providers „Bahnhof“. Der ehemalige Atombunker aus Zeiten des Kalten Krieges ist mittels dicken Metalltüren und ausgebildetem Sicherheitspersonal vor etwaigen Eindringlingen sowie Gesetzeshütern geschützt. Falls sich Behörden dennoch an den insgesamt 2.300 Kilometer langen Glasfaserkabeln zu schaffen machen, würde man die betroffenen Kunden umgehend kontaktieren. Auch für den Fall, dass es unter der Erde zu einem Stromausfall kommt, hat man mit der Anschaffung von Notfallgeneratoren alter deutscher U-Boote vorgesorgt.   
„Bahnhof“ scheint also wie geschaffen wie für eine Organisation wie Wikileaks, die letzten Monat den Zorn von einigen amerikanischen Behörden auf sich zog, als sie 75.000 geheime US-Dokumente über den Afghanistankrieg im Internet publizierte.

Der Leiter „Bahnhofs“ kommentierte die Zugewinnung von Wikileaks als Klienten in einem Interview mit den Worten: „Wir sind stolz, Kunden wie diesen zu haben“ .

Zuletzt hieß es noch, dass die schwedische Piratenpartei sich um das Hosting der Server kümmere. Warum man jetzt wenigstens teilweise auch auf andere Provider zurückgreift ist bislang noch unbekannt. Das Wirtschaftsmagazin Forbes vermutet sogar noch weitere Server in Schweden und Irland.
 

 

Bild-Quellen: forbes

Text-Quellen: forbes

Julian Wolf am Dienstag, 31.08.2010 14:34 Uhr

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34 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • LoL-O_Mat am 02.09.2010 00:06:17

    Zeit. Die müssen ja die Türen für die Polizei nicht öffnen, und bis die Polizei die Türen dann selber geöffnet hat - wie schon gesagt kann man dann die Daten schon längst "in luft" aufgelöst haben :) Offensichtlich wuden schon mal Server konfisziert, und es wu ...

  • BudFudlecker am 01.09.2010 23:20:25

    die Polizei darf durchsuchen, ja, aber du musst ihr dabei nicht helfen. Das fängt beim türen öffnen an. Find für die 30cm dicke stahl Tür mal nen Schlüsseldienst.. Wie hier schon gesagt wurde, Bahnhof.se ist ein riesiges Unternehmen für schwedische Verhältnis ...

  • Cr!m$on am 01.09.2010 22:46:38

    Und wenn die Polizei jetzt einen Durchsuchungsbefehl hat verteidigen die Security Leute den Bunker? :confused: die Polizei darf durchsuchen, ja, aber du musst ihr dabei nicht helfen. Das fängt beim türen öffnen an. Find für die 30cm dicke stahl Tür mal nen Schl ...

  • Dr_Nick am 01.09.2010 22:35:20

    Ich würde es für sinnvoller halten die Serverstruktur extrem zu dezentralisieren. Viele WL-Server, betrieben von verschiedenen Organisationen und evtl. Privatleuten auf der ganzen Welt verteilt und dazu noch die Möglichkeit die gesamte Datenbank herunterzuladen. Das ist sicherer als 2-Meter Stahl ...

  • w0mb4t am 01.09.2010 21:15:53

    1. Security ist ganz normal, nennt sich in DE Werkschutz ;-) und soll verhindern, dass unbefugte, das Gebäude unbemerkt betreten. Das haben wir nicht nur bei uns in den Rechenzentren, sondern auch bei jeder größeren 0815 Firma. 2. Die Aufmache mit blauem Licht ist normal. In unseren Vorführrec ...

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