
Drei Tage, bevor der Innenausschuss des Landtages erneut zum Thema der Katastrophe auf der Loveparade tagt, sollen die veröffentlichten Videodokumente Aufschluss über die Ursachen geben. Seit dem Morgen ist es möglich, sich diese unter "loveparade.de" selbst anzusehen. Die mehrere Stunden Bildmaterial sind ungeschnitten und stammen von sieben Kameras an unterschiedlichen Standorten und mit unterschiedlichen Blickwinkeln. Es wurden, aus "Rücksichtnahme auf die Opfer", wie Veranstalter Lopavent verlauten ließ, nur die Aufnahmen bis 16.40 online gestellt, da es ab dieser Uhrzeit zu den meisten Toten gekommen wäre. "Jeder soll sich ein eigenes Bild machen können", erwiderte eine Sprecherin von Lovapent auf die Frage nach dem Grund für die Publikmachung am heutigen Tag. Außerdem wurde ein Film veröffentlicht, der mittels kurzen Ausschnitten und Computeranimationen die Sichtweise des Veranstalters untermauern soll. Hiernach sei es ausschließlich durch das Fehlverhalten der Polizei zu den tödlichen Vorfällen gekommen. Sie hätte die Bewegungen der Besuchermassen fehlerhaft gesteuert und dadurch einen "Pfropf" am Zu- und Abgang zum Gelände des Festivals verursacht. Nicht erwähnt wird die Arbeit der Loveparade-Ordner sowie die Tatsache, dass im Konzept neben einen kleineren Ausgang nur ein zentraler Ein- und Ausgang vorgesehen war.
Die Loveparade 2008 in Dortmund
Die Reaktionen auf die Veröffentlichung des Videomaterials waren unterschiedlich. "Aus strafrechtlicher Sicht gibt es an der Veröffentlichung nichts zu beanstanden", kommentierte Rolf Haferkamp, ermittelnder Duisburger Staatsanwalt. Eine Beeinflussung von Zeugen durch die Publikmachung schloss er aus. "Dann wäre das längst durch die Berichterstattung in den Medien geschehen. Beeinflussung gibt es in dieser Hinsicht immer". Schärfer kritisierte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, die öffentlich zugänglichen Videos: "Herr Schaller manipuliert und verdunkelt, wo er kann. Ihm geht es offenbar nicht um die Wahrheit, sondern nur darum, seinen eigenen Hals zu retten."
Ungeklärt bleibt auch, ob Schaller persönlich zur Sitzung des Innenausschusses am Donnerstag erscheint oder ob er sich vertreten lässt.
Bild-Quellen: Tbachner under CC-BY-SA
Text-Quellen: wdr.de
Christian Maxheimer am Montag, 30.08.2010 20:23 Uhr
Am Veranstaltungsort hat nur einer die Verantwortung: Der Veranstalter... Die Polizei hat die Kette auf der Rampe veranlasst. Folglich hat sie auch die Verantwortung für die Auswirkung dieser mit zu tragen. Die Feuerwehr hat dies richtigerweise als problematisch eingestuft und die ...
@DaTroubler Am Veranstaltungsort hat nur einer die Verantwortung: Der Veranstalter... Schaller hat versagt und zwar auf ganzer Linie. Schaller hatte viel zu wenig Ordner im Einsatz gehabt. 150 Ordner sollten allein an den Tunneln/Rampe zum Einsatz kommen... nicht mal die Hälfte war tatsäch ...
Manche tun hier so als hätte das die Polizei das erste mal gemacht als wären es blutige Amateure. Polizisten haben zur Kommunikation Handys + Funk. Es werden vorher Pläne gemacht für verschiedene Situationen die eintreffen können. Aus Spaß haben die einzelnen Polizisten nicht gesperrt, das h ...
Eine Mitverantwortung ist für mich eher bei der Polizeiführung als bei den Polizisten "auf Schlachtfeld" zu suchen. ...
@Hasron ich nheme sie in Schutz weil sie an dem Debakel nichts hätte retten können da das Gesamtkonzept einfach für den Eimer war. Volle Zustimmung. Dieser Meinung sind übrigens auch die Menschen, die an der Rampe fast zerquetscht wurden. Nach der LP wurden immer mehr "Erl ...
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 13:17 Uhr
Zoe.Leela ist Sängerin und eine engagierte Kritikerin der GEMA, die sich aus ihrer Position als Kreative heraus in der Urheberrechtsdebatte zu Wort meldet. In ihren "vier Thesen" behandelt sie unter anderem die mangelnde Transparenz, den undemokratischen Aufbau und die ungerechte Verteilung der Einnahmen der GEMA. Künstler, kleine Labels und Käufer seien die Verlierer, kritisiert sie.
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 17:25 Uhr
Der Anbieter "TIME for kids" bezeichnet sich selbst als "langjähriger Vorreiter im Kinder- und Jugendschutz in Deutschland". Die Software des Unternehmens blockiert derzeit an diversen Schulen von Nordrhein-Westfalen den Zugang zum Wahlprogramm der Piraten. Die Webseite wurde von der automatischen Filtersoftware als möglicher Marktplatz illegaler Drogen ausgemacht und gesperrt.
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