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Don Henley: Safe Harbour Richtlinie sollte limitiert werden

Der Schlagzeuger der bekannten US Country-Rock-Band "The Eagles" hat sich im Gespräch mit dem Rolling Stone Magazin äußerst negativ über den Digital Millenium Copyright Act geäußert. Schutzhürden wie die "Safe Harbour"-Klausel sollten streng limitiert werden. Darüber hinaus habe man die Labels erpresst, die Digital Rights Management Technologie zu beseitigen.

Für etwa ein Jahrzehnt waren "The Eagles" eine der erfolgreichsten Bands in den USA. In den 70er Jahren gelang der Band der große Durchbruch. Man kann sich somit - durchaus positiv behaftet - zum alten Eisen der Musikbranche zählen. Die Band konnte viele Erfolge feiern, bis man den Zenit überschritten hatte. Von der Bildfläche verschwunden ist man selbstverständlich nicht. Ein Artikel im Rolling Stone-Magazin beweist dies. In diesem kommt der Schlagzeuger der Band, Donald "Don" Henley zu Wort. Neben einigen allgemeinen Äußerungen befasst er sich auch mit der gegenwärtigen Lage der Musikbranche und der damit einhergehenden Thematik des Urheberrechts.

Don Henley

Don Henley

Insbesondere der Digital Millenium Copyright Act (DMCA) ist mit einigen seiner Bestimmungen ein Problem, so Henley. Ins Auge gefasst hat er dabei primär die Safe Harbour Klausel des DMCA. Vereinfacht dargestellt hält diese fest, dass der Anbieter eines Telekommunikationsdienstes nicht für die Taten seiner Kunden haftet. Nach Henleys Ansicht ist dieser Paragraf jedoch viel zu mächtig: "Der Kongress sollte den Digital Millenium Copyright ACT verändern, so dass die Safe Harbour Klausel gelöscht oder dramatisch limitiert wird, damit ISPs und Webseiten wie YouTube, MySpace und Facebook eine rechtliche Verantwortung für rechtswidrig gehostete Inhalte übernehmen müssen. Genauso wie Verleger und Händler durch das Gesetz eine Verantwortung für die Verbreitung und/oder den Verkauf von Bootlegs oder rechtsverletzender Musik, Filmen, Software oder anderem geistigen übernehmen müssen, so sollten auch Online-Unternehmen eine ähnliche gesetzliche Verantwortung tragen."

Dass der Vergleich zwischen einem lokalen Händler und einem Online-Portal nicht ganz einwandfrei ist, sei dahingestellt. Doch allgemein scheint Henley wenig von den Entwicklungen in der Branche zu halten. Auch positiven Errungenschaften für die Verbraucher kann er wenig abgewinnen. So hält Henley fest, dass die Musikwirtschaft "durch Online-Händler erpresst" wurde, "die Schutzmaßnahmen wie DRM von deren Aufnahmen zu entfernen, oder diese Händler würden den Musikkatalog nicht aufnehmen."

Das Interview findet sich in voller Länge im Rolling Stone Magazin.

Bild-Quellen: flickr by justalexanders unter CC-BY-SA

Text-Quellen: zeropaid

Klaus Müller am Montag, 30.08.2010 18:04 Uhr

tagsTags: henley eagles

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8 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • T_Zero am 31.08.2010 17:29:56

    Genau, es reicht nicht, wenn die "Täter" zur Verantwortung gezogen werden, sondern alle, die irgendwie daran beteiligt waren. Also natürlich auch die ISPs, die Hersteller der Server dieser ISPs, diejenigen, die den Serverherstellern beim Bau ihrer Serverfabrik geholfen ...

  • Abbreviatus am 31.08.2010 16:17:01

    damit ISPs und Webseiten wie YouTube, MySpace und Facebook eine rechtliche Verantwortung für rechtswidrig gehostete Inhalte übernehmen müssen Genau, es reicht nicht, wenn die "Täter" zur Verantwortung gezogen werden, sondern alle, die irgendwie daran beteiligt waren. Also natür ...

  • Stirnsenker am 31.08.2010 14:14:33

    Wenn Ian Anderson es nicht so sieht, wen interessiert dann Deine Meinung. Eben! Anderson witzelt nur darüber, dass er für sowas eigentlich Lizenzgebühren kriegen sollte. Auf der einen Seite stehen die Eagles quasi als direkter "Täter" da. Unbehelligt, und das ...

  • Haarlem am 31.08.2010 12:55:30

    Wenn Ian Anderson es nicht so sieht, wen interessiert dann Deine Meinung. ...

  • Stirnsenker am 31.08.2010 12:25:41

    Nachdem man für Hotel California die Akkord- und Songstruktur von Jethro Tull's We Used To Know praktisch komplett gekl..borgt hat, kann man ruhig das Maul aufreissen übers Geld verdienen mit den Inhalten anderer und über Verantwortung und so, nicht wahr? ...

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