
Der Widerstand bei den US-Internetanbietern wächst. Die zunehmenden Anfragen seitens der U.S. Copyright Group stoßen nur auf wenig Akzeptanz. Nicht nur die potenziellen Anschlussinhaber wehren sich mit allen Mitteln. Auch viele Provider haben keine Lust, in einem einzigen Verfahren hunderte Kundendaten auszuhändigen. Ein aktuelles Beispiel liefert der Provider Midcontinent Communications.
The Hurt Locker
Dieser hat vergangene Woche einen Antrag gestellt, das Auskunftsersuchen des Filmstudios Voltage Pictures zu verwerfen. Voltage Pictures zeichnet sich für den Film "The Hurt Locker" verantwortlich. Vertreten durch die U.S. Copyright Group beziehungsweise die Kanzlei Dunlap Grubb und Weaver, will man die Klarnamen zu 143 ermittelten IP-Adressen erhalten. All diese Daten sollen in einem einzigen Auskunftsverfahren ausgehändigt werden.
Wie die Juristen des Providers nun vor Gericht erklärten, sei der Antrag unangemessen gestellt. Darüber hinaus würde der Provider keinerlei Kompensation für die Aushändigung der Daten erhalten. Auch die Zuständigkeit des Gerichts zweifelt man an. Midcontinent Communications verfügt über 250.000 Kunden in Minnesota sowie North und South Dakota. Das Auskunftsersuchen wurde jedoch beim District Court in Washington D.C. gestellt. Rund 1.000 Kilometer entfernt. Wie Midcontinent Communications erklärte, würden es die eigenen Datenschutzrichtlinien verbieten, Kundendaten an Dritte ohne korrekten Gerichtsbeschluss auszuhändigen.
Wie Tom Simmons, Pressesprecher von Midcontent, gestern erklärte, würde man mit allen Mitteln gegen den Beschluss vorgehen. Teilweise geschehe dies, weil man keinerlei Entschädigung für die Auskunftsersuchen in Aussicht habe. Die Kosten, eine IP-Adresse einem Klarnamen zuzuordnen, seien zeitintensiv und folglich kostspielig. Am meisten besorgt sei man jedoch über den Schutz der Kundendaten.
Bild-Quellen: afk
Text-Quellen: cnet
Klaus Müller am Samstag, 28.08.2010 14:22 Uhr
Einfach auf ISP-Seite nichts speichern und fertig: Wo es keine Loggs gibt, kann man diese auch nicht weitergeben. ;) So ist es! Datenvermeidung ist die Lösung! ...
Einfach auf ISP-Seite nichts speichern und fertig: Wo es keine Loggs gibt, kann man diese auch nicht weitergeben. ;) ...
als ob es hier um datenschutz geht... Sehe ich genauso. Ein paar Scheine in die Hand gedrückt und schon werden Namen genannt. Geht doch immer nur um Geld, warum sollte es hier anders sein. ...
es geht hier ums geld, aber auch ums prinzip. 1 ip adresse suchen ist schnell gemacht, aber dann will der nächste 10, 100, 10.000 .. und irgendwann wird der support eingestellt, und die mitarbeiter auf ip-adressen-zuordnen umgeschult ;-) ...
Natürlich gehts denen ums Geld, die haben nie was anderes behauptet, im Artikel steht sogar das es keine Kompensation gibt. Wenn die das so gesagt haben ist das für Leute die mitdenken eine stillschweigende Aufforderung ein Angebot zu machen, Kaufmännisches Grundverständnis Fehlanzeige. Manche ...
Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr
Die amerikanische Fluglinie „American Airlines“ muss sich aktuell gegen Vorwürfe wehren, das Unternehmen benachteilige Kunden mit bestimmten moralischen Ansichten. Weil eine Passagierin auf ihrem T-Shirt den Spruch „If I wanted the government in my womb, I’d f*ck a senator“ trug, konnte sie nicht an Bord ihres Anschlussfliegers.
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