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Australien: Lehrerin lässt Schüler fiktiven Terroranschlag planen

Eine Lehrerin aus Australien hatte einen etwas fehlgeleiteten Einfall, um ihrer Klasse Fähigkeiten zur Konfliktlösung zu vermitteln. Die Schüler einer 10. Klasse sollten einen fiktiven Terroranschlag planen, der die "unschuldigsten Zivilisten" treffen und töten sollte.

Die Kalgoorlie-Boulder Community High School in Western Australia dürfte für einige Zeit mediale Aufmerksamkeit genießen. Eine 10. Klasse hatte den Auftrag erhalten, einen fiktiven Terroranschlag zu planen. Aus der Aufgabenstellung: "Euer Ziel ist es, die unschuldigsten Zivilisten zu töten, um eurer Botschaft Gehör zu verschaffen." Die Schüler sollten vorgeben, dass sie Terroristen mit einer politischen Botschaft wären. Diese Botschaft sollte durch einen chemischen oder biologischen Angriff auf die "unvorbereitete australische Gesellschaft" vermittelt werden.

Australische Schüler sollten einen fiktiven Terroranschlag planen

Australische Schüler sollten einen fiktiven Terroranschlag planen

Es lag dabei an den Schülern, den besten Zeitpunkt für den Angriff zu definieren. Außerdem mussten sie erklären, wonach sie ihre Opfer auswählten und welche Effekte ihr Angriff auf den menschlichen Körper hätte. Kenntnisse aus dem Biologie- und Chemieunterricht sollten verwendet werden. Die Schüler sollten mit der Übungsaufgabe die Fähigkeit erhalten, Informationen, die sie über Terrorismus, Biologie und Chemie hatten, zu analysieren und im Rahmen eines fiktiven Szenarios mit realem Bezug anzuwenden.

Nachvollziehbarerweise zog diese Aufgabenstellung rasch Aufmerksamkeit auf sich. Das Kultusministerium hat sich für den Zwischenfall entschuldigt. Die Lehrerin habe einen gefühllosen und unprofessionellen Fehler gemacht. Die ursprüngliche Anforderung an die Schüler war nämlich doch etwas anders. Es ging darum, diesen etwas über Konflikte zwischen Menschen zu vermitteln. Auch die Fähigkeit, die Ansichten anderer Menschen zu verstehen, gehörte zur Aufgabe.

Trotz viel Kritik sprachen sich auch Personen für eine derartige Vorgehensweise aus. Darunter Brian Deegan, dessen Sohn bei den Bombenanschlägen in Bali 2002 ums Leben kam: "Ich glaube, dass die Diskussion im Klassenzimmer eine verdammt gute Idee ist, [...]. Wenn beabsichtigt war ihnen den Einfluss von Terror auf unschuldige Menschen zu zeigen und zu versuchen, ihnen im nachhinein Sympathie, Empathie und Reue abzugewinnen, dann denke ich, dass es ein positiver Schritt war. [...]."

Bild-Quellen: dailygalaxy

Text-Quellen: newser

Klaus Müller am Freitag, 27.08.2010 22:10 Uhr

tagsTags: fiktiv

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vgwort
 
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52 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • TBuktu am 30.08.2010 21:59:41

    Was hier nicht ganz im Bewusstsein zu sein scheint: Australien ist NICHT die USA Australien ist GB, das ist Dame Edna, Monty Python & Mister Bean Das relativiert das Ganze doch erheblich Nicht kapiert? Dann vielleicht noch das: http://2.bp.blogspot.com/_2hnU6Fbakq0/R8qHvL1BnOI/AAAAAAAAAA8/bgk4 ...

  • Cybride am 30.08.2010 21:48:25

    ich finde die Aktion gut. Wie soll man die Beweggründe und Vorgehensweise von Terroristen verstehen, ohne sich in sie hineinzuversetzen? Und wenn die Aufgabe z.B. lauten würde: Bösartige somalische Piraten-Wesen bedrohen unseren Frieden: 1. Belegen sie, wieso diese Geschöpfe nicht zum ...

  • yongsai am 30.08.2010 18:23:13

    Oh mein Gott, eine Lehrerin die neue und ungewöhnliche Lehrmethoden ausprobiert. Schnell verbrennt sie, ehe das am Ende noch Schule macht..... :beer: ...

  • Kohlenheinz am 29.08.2010 13:54:00

    Dann mal viel Spaß beim Katzenbilder-Ansehen! ...

  • Dieter85 am 29.08.2010 13:37:06

    Ich glaube wir lassen es einfach, denn du wirst meine Ansicht nicht verstehen und ich deine nicht :) Einverstanden? ...

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