
Wenn es um Markenrechte geht, können große Unternehmen sehr bissig reagieren. Sicherlich ist der Schutz der eigenen Marke oft genug gerechtfertigt, wenn die Gefahr besteht, dass das eigene Geschäft geschädigt wird. Aber immer häufiger treten auch Fälle auf, in denen bereits die Eintragung der Marke eher fragwürdiger Natur ist. Ein aktuelles Beispiel liefert das Soziale Netzwerk Facebook.
Bereits in der Vergangenheit war man aufgefallen, da man äußerst rigoros den eigenen Namen schützte. Gerichtlich geht man gegen die Seite "Teachbook" vor, weil das Wort "Book" enthalten ist. Die Website "Placebook" hat man bereits zu einer Namensänderung zwingen können. Auf das Wort "Book" scheint man also bereits ein gewisses Monopol zu besitzen. Doch wirklich zufrieden ist man damit nicht. Gegenwärtig versucht das Unternehmen nämlich auch noch das Wort "Face" markenrechtlich schützen zu lassen.
Facebook Logo - retuschiert
Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Facebook tatsächlich eine Wortmarke am Begriff "Face" erhält. Das United States Trademark and Patent Office (USTPO) arbeitet gegenwärtig noch an deren Antrag. Erfreulicherweise wurde bereits Widerspruch gegen den Antrag eingereicht - und zwar aus den ehemals eigenen Reihen. Aaron Greenspan, der Mark Zuckerberg bei der Schaffung von Facebook geholfen hat, steckt dahinter. Inzwischen hat Greenspan sein eigenes Unternehmen namens Think Computer. Dieses bietet eine mobile Bezahl-App an, die den Namen "FaceCash" trägt.
Sollte Facebook die Eintragung der Wortmarke "Face" gelingen, könnte dies zu Problemen für FaceCash führen. Zwar hat man die Wortmarke "FaceCash" eingetragen. Doch wie Greenspan erklärte, wolle er sich die Möglichkeit offenhalten, das Wort "Face" in späteren Produkten zu verwenden. Sollte die Eintragung der Wortmarke "Face" scheitern, kann man aber vielleicht einen anderen Erfolg verbuchen. Aktuell laufen etwa 14 Anträge für das Wort "Like".
Text-Quellen: techcrunch
Klaus Müller am Freitag, 27.08.2010 11:40 Uhr
heut zu tage sollte man weder eine firma noch irgendwelche erfindungen machen, denn es ist einfach zu gefährlich geworden einen patentierten namen oder einen patentierten "teil" (seis programmcode oder eine "schraube") zu erwischen! (denn dann bist du richtig im arsch gegen die Äpfel´s & Co´s!) ...
Bei "Placebook" hatte ich es ja noch verstanden - die Anspielung ist eindeutig. Was bei FaceCash allerdings an facebook erinnern soll.... ...
Geil - und jetzt das A-Team aus den Fernsehen nehmen wegen dem "hübschen" in der gruppe? Erschreckend was man nicht alles so "schützen" kann bzw. können möchte. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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