
Mogull, Gründer der Sicherheitsfirma Securosis und selbst Mac-User (er besitzt nach eigenen Angaben gleich sieben dieser Geräte) hält es für einen großen Fehler von Apple, nicht bereits beim Design der Produkte strikte Sicherheitsregeln aufzustellen und zu befolgen. Dadurch hätte man es schwer, die User vor Malware und anderen Bedrohungen aus dem Internet zu schützen. "Um diesen Missstand zu beheben, sollte Apple bei all seinen Entwicklungen die Regeln sicherer Software-Entwicklung befolgen", empfiehlt Mogull. Das bedeutet, dass von Anfang an mit Augenmerk auf die Sicherheit der Software designt wird. Dazu gehört beispielsweise die Vermeidung bestimmter, als anfällig bekannter Funktionen. Auch das Ersetzen von alten, mittlerweile als unsicher bekannten Code-Abschnitten durch neue, die Angriffen besser standhalten, ist Teil der Strategien, die Angriffe gleich im Vorfeld erschweren sollen.
Mogulls Stellungnahme bezüglich Sicherheit umfasst noch vier weitere Punkte. Seine Gedanken erläuterte er in einem Artikel auf der Mac-News-Seite Tidbits. "Es ist klar, dass Apple Sicherheit für wichtig hält, aber dass die Firma auch Probleme hat, effektiv zu handeln, wenn sie mit Sicherheitsproblemen konfrontiert wird," schreibt er in dem Artikel. Dort kritisiert er Apple unter anderem auch dafür, dass die Firma eine gefährliche Java-Sicherheitslücke noch immer nicht gepatcht hat.
Neben einem Umdenken bei der Software-Entwicklung spricht sich Mogull auch dafür aus, dass Apple einen sogenannten Chief Security Officer (CSO) einstellt. Dieser wäre dafür zuständig, alle sicherheitsrelevanten Projekte in der Firma zu beaufsichtigen und zu koordinieren.
Zudem ruft Mogull auch dafür aus, das Apple die Umsetzung bestimmter sicherheitsrelevanter Features, wie der Sandbox-Technologie und effektiverer Schutzmechanismen gegen Buffer Overflows, konsequenter vorantreibt. Hier sei man bisher zu halbherzig vorgegangen und daher seien diese Umsetzungen teilweise nicht komplett oder wiesen schwere Fehler auf, ist Mogull überzeugt.
Die anderen beiden Vorschläge umfassen einerseits die Gründung eines "Security Response Teams", das schneller und professioneller auf die Entdeckung von Sicherheitslücken durch externe Forscher reagiert, und andererseits einen besseren Umgang mit Sicherheitslücken in Third-Party-Software, also Programmen anderer Hersteller für Apples Betriebssysteme.
Bezüglich der Kritik über den bislang fehlenden Java-Patch hat sich Apple bisher nicht geäußert. Auch ist nicht bekannt, ob man eine Umsetzung von Mogulls Vorschlägen plant. (Annika Kremer)
(via The Register, thx!)
News Redaktion am Dienstag, 09.06.2009 04:51 Uhr
Verdammt, ich wollte doch auch noch miteinsteigen :( ...
Beendet, weil siehe Annikas Post (Sorry für das getrolle Annika, hab erst im NAchinein gesehen dass die News von dir ist) für alle Blitzmerker: ------------------ ...
Naja, ich hab Dantes Post doch eher ernst genommen. Aber jetzt weiß ich ja bescheid, also sorry :) ...
Apple wird da schon nachsatteln, und sie haben auch noch Zeit dazu. Ich bin mit meinem Mac zufrieden und habe keine große Angst - mit 8-9% Marktanteil ist man nach wie vor noch eine zu kleine Zielgruppe, zumindest solange Windows auch nicht viel mehr Widerstand entgegenbringt, und dank des UNIX-Ker ...
Ich habs verstanden. Haben wohl nicht alle hier Monkey Island gespielt. :) Sind halt leider nicht alle oldschool. :) Wollte auch nur auf Dummheiten reagieren; ist meine Leidenschaft. ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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