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Kein Vetorecht für GEZ-Zahler

Das Kölner Verwaltungsgericht entschied, dass GEZ-Zahlende keinerlei Rechte haben, sich in die Produktionen der öffentlich-rechtlichen Sender einzumischen, für die sie ihre Gebühren entrichten. Mit diesem Urteil lehnte man die Beschwerde eines ehemaligen WDR-Redakteurs ab, der die Mehrkosten die durch die Einstellung Günter Jauchs bei der ARD für zu hoch hielt.

Die Zeit, in der Moderatoren Exklusivverträge mit bestimmten Sender vereinbarten, so dass sie nur auf einem bestimmten Kanal in Fernsehen zu sehen waren, ist schon seit längerer Zeit vorbei. So arbeitete der Moderator Stefan Raab, der überwiegend auf Pro7 zu sehen ist, auch schon in den Öffentlich-Rechtlichen. Auch Thomas Gottschalk, der eigentlich mit seiner Sendung  „Wetten dass“  in der ARD zu Hause ist, hatte schon Fernsehauftritte bei Sat.1 . Die Sender kommen so um etwaige Abfindungszahlungen herum, da ihre quotenbringenden Angestellten auf diesem Wege eine eigene Firma darstellen.
Auch Günther Jauch, der mit seiner Sendung „Wer wird Millionär?“ auf R

Rundfunk-Anstalten der ARD

Rundfunk-Anstalten der ARD

TL deutschlandweit bekannt ist, wird künftig auf mehreren Sendern seine Brötchen verdienen. Der TV-Moderator wurde von der ARD angeheuert und wird ab Herbst 2011 als Nachfolger von Anne Will den Talkshow-Sendeplatz sonntagabends im Ersten übernehmen. Da die Firma Jauchs "I & U TV" die Sendung produzieren wird, werden die Kosten für die Sendung um einiges höher sein als die des vorherigen Programms.

Und genau gegen diese Mehrkosten ging der ehemalige WDR-Redakteur Axel Hofmann, in seiner Rolle als GEZ-Gebührenpflichtiger vor. Er forderte vorm Kölner Verwaltungsgericht, dass man der ARD durch eine einstweilige Verfügung vorerst verbietet, die Verträge mit Jauchs Firma zu unterzeichnen. Denn die in etwa um 25 Prozent höheren Kosten, die im Endeffekt die Bürger durch ihre GEZ-Entrichtung zahlen müssen, würde eine Verschwendung darstellen.
Das Gericht entschied allerdings, dass man als Gebührenzahler keinerlei Einfluss auf die Programmgestaltung hat, unabhängig davon ob die Kosten für TV-Produktionen unverhältnismäßig sind. Nach der Meinung des WDR-Rundfunkratsvorsitzenden Ruth Hieronym ist das aber auch nicht der Fall. Er rechtfertigte die Mehrkosten "mit dem besonderen Profil und der besonderen Bekanntheit, die Herr Jauch einbringt."
 

Bild-Quellen: wahrheiten wikimedia

Text-Quellen: focus

Julian Wolf am Montag, 23.08.2010 20:01 Uhr

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101 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • KingKronos am 14.09.2010 02:46:00

    Hab ich nicht? Na ja, an Material fehlt es da wirklich nicht. Zum selber lesen und hören, frisch vom Band: Ein Interview mit Oliver Kalkofe: http://fernsehkritik.tv/folge-53 (Ab 27:00 wird es interessant bzgl. der GEZ, sehr gute Kommentare) Und ein kleines Beispiel wie naiv die (stell ...

  • Dorfdisko am 11.09.2010 06:23:20

    Sorry für die späte Antwort. Zum Thema warum das eher unvernünftig ist habe ich denke ich in den letzten beiden Posts genug erzählt. Nö. Hast du nicht. Du vergisst, dass nicht deine oder meine Meinung Entscheidend dafür ist, was die ÖR zu senden haben. Ein ...

  • KingKronos am 31.08.2010 23:21:14

    Tja, Vernunft ist, wenn man sich eingesteht, dass deine Beschreibung nicht der Wahrheit entspricht. Blockbuster, die teuer sind, werden zur Prime Time ausgestrahlt. Und dann, eben weil es teuer war, immer wieder wiederholt, gerne auch Nachts. Fussball, der teuer ist, wird z ...

  • Misanthrop4ever am 31.08.2010 20:36:07

    @Chummer Ich Zitiere mich mal selbst. Um mal zum Kern zurück zu kommen habe ich dir mit diesem Bsp., wie auch geschrieben,nur beweisen wollen das du jemand bist der gerne auf den Begrifflichkeiten rumhackt. Der Unterschied Steuern und Rundfunkgebühr ist somit bewiesen [/QUOT ...

  • Dorfdisko am 31.08.2010 20:29:08

    @dorfdisko Wer ist den gegen die Gebühr? Und was die Verschwendung angeht ... KEF bestätigt das, Chummer streitet die Gebührenverschwendung nicht ab, des weiteren wurden sehr viele Beweise für Verschwendung aufgezeigt ... Ich kann dir nicht folgen, klär mich mal ...

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