
Nicht alle 65 Millionen französische Bürger werden wissen, was sie mit dem "Loi HADOPI" erwartet. Das Gesetz ist seit Wochen in Kraft. Es richtet sich gezielt gegen Urheberrechtsverletzer in Internettauschbörsen. Wer ein urheberrechtlich geschütztes Werk herunterlädt oder verbreitet, gehört zu den angepeilten Zielen. Die eigens für dieses Gesetz etablierte "HADOPI" Behörde wird sich den Urheberrechtsverletzern annehmen.
Beim ersten Verstoß erfolgt die bereits erwähnte warnende E-Mail. Für den nächsten Verstoß gibt es eine Geschwindigkeitsdrosselung. Sobald ein Anschlussinhaber 3x die Urheberrechte von Dritten verletzt, droht ihm die Kappung der Leitung. Diese Internetsperre kann bis zu einen Monat andauern. Parallel droht eine Geldstrafe von bis zu 1.500 Euro. Mit Sicherheit ist jedoch nicht allen Franzosen bewusst, was hier auf sie zurollt. Dies ist offenbar auch der französischen Regierung bewusstgeworden.
Aus diesem Grund hat man 260.000 HADOPI-Flugblätter drucken lassen. Am vergangenen sowie dem bevorstehenden Wochenende sollen diese verteilt werden. Man hofft somit rund 830.000 französische Mitbürger zu erreichen. Also ein gutes Prozent der Gesamtbevölkerung. Erreichen soll das Flugblatt in erster Linie den "Mann auf der Straße" - im wahrsten Sinne des Wortes.
Hadopi - Infos an der Autobahn (Hinweis: Das Bild wurde retuschiert)
Primär verteilt werden die Flugblätter nämlich an Autobahn-Mautstellen. In Frankreich enden bald die Schulferien, so dass viele Familien jetzt aus dem Urlaub zurückkehren. Man hofft wohl, dadurch die primäre "Zielgruppe" zu erreichen: Familien mit filesharenden Kindern. Der Flyer ist simpel und bunt gehalten. Er erläutert die wesentlichen Details von HADOPI und weist auch auf die drohende Geldstrafe hin.
Einen passenderen Zeitpunkt zur Verteilung hätte man vermutlich nicht finden können. Sollten einige Familien ihr WLAN während des Urlaubs ungeschützt in Betrieb gelassen haben, finden sie bei ihrer Rückkehr nach Frankreich vielleicht nicht nur die Überraschung mit den Flugblättern vor. Vielleicht hat sie sogar der erste "Schlag" des Three-Strikes-Gesetzes während ihrer Abwesenheit erwischt. Der Flyer kann hier angesehen werden.
Bild-Quellen: flickr by mpd01605 unter CC-BY-SA
Text-Quellen: 01net
Klaus Müller am Montag, 23.08.2010 17:45 Uhr
Die haben sogar eine eigene Behörde dafür? Du bist nicht oft hier oder? :D Also, haben quasi die Piratenjagd, damit die arme Content Industrie zu ihrem Recht kommt, verstaatlicht? Kurz gesagt JA. ...
lol, gibt es eigentlich ne Art Verjährung für Schläge? Dann würde ich mal zuerst ganz normal p2p laufen lassen, nachdem der erste Strike per Mail kommt lass ich die Typen mal den Buckel runterrutschen und zahl halt die Frist nen VPN, mach ganz normal weiter, und wenn Gras über die Sache gewach ...
Die haben sogar eine eigene Behörde dafür? Also, haben quasi die Piratenjagd, damit die arme Content Industrie zu ihrem Recht kommt, verstaatlicht? Das ist ja mal beunruhigend krank. Von wem wird das denn gezahlt? Steuergeldern? Gesponsort von der Content Industrie? Ersteres wäre läch ...
Und 5Meter weiter verteilen die VPN Anbieter die Flyer :D Haha... "Werbemeile Mautstation" Und n Stück weiter stehen die Umweltaktivisten und protestieren dann gegen die Abholzung der Wälder weil an der Mautstation am Tag mehr Papier verballert wird als die Grundsch ...
Und 5Meter weiter verteilen die VPN Anbieter die Flyer :D ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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