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USA: Zeitungen brauchen 24h Schutz von Informationen

Die Zeitungsverlage dieser Welt stehen langsam aber sicher vor genau derselben Problematik, wie einst die Musikbranche. Ein Professor der University of Pennsylvania hat nun vorgeschlagen, das Urheberrecht zum Schutz der Verlage zu ändern. Informationen (!) sollen einen 24h Schutz genießen.

Um die Zeitungen zu retten, muss das Urheberrecht verändert werden. So könnte man die Kernthese von Prof. Dr. Eric Clemons von der Wharton School der University of Pennsylvania bezeichnen. Gemeinsam mit dem Juristen Nehal Madhani ist er zu dem Ergebnis gelangt, dass es nur einen Weg gibt, die Zeitungsverlage zu schützen. Deren Inhalte müssen einen besonderen rechtlichen Schutz erhalten.

Jedes journalistische Werk einer Tageszeitung soll einen Mindestschutz von 24 Stunden erhalten. In dieser Zeit darf niemand - auch kein Online-Aggregator - die Informationen weiter verbreiten. Damit ist jedoch nicht nur der schlichte Artikel gemeint, sondern ebenso die darin enthaltenen Fakten. Damit das Gesetz auch wöchentlich erscheinende Printprodukte abdeckt, müsste es dahingehend flexibel sein. Erscheint ein Magazin also wöchentlich, dürfen die darin publizierten Informationen erst nach 7 Tagen weiter vermittelt werden.

"Das Netz ist gegenwärtig eine sehr robuste Einrichtung. Wenn wir plötzlich nicht mehr in der Lage wären, einen Artikel der Post (Washington oder New York) binnen 24 Stunden im Netz zu finden, würden wir es überleben. Im Gegensatz dazu sterben die großen städtischen Verlage von der Ost- bis zur Westküste. Ohne eine Veränderung bei der Nutzung der Zeitungsinhalte ist es tatsächlich nicht klar, dass investigativer Journalismus wie wir ihn kennen, noch sehr lange überleben wird", so Clemons.

Zeitungen

Zeitungen

Als größtes Problem sieht Clemons insbesondere Online-Aggregatoren wie Google-News. Mit diesen wäre es möglich, innerhalb kürzester Zeit alle Leads (Anreißer von Artikeln) durchzusehen. Die Verlage würden daran jedoch nichts verdienen. Tatsache ist jedoch, dass der bei Google-News dargestellte Anreißer mitunter gekürzt ist. Zahlreiche Nutzer landen über Google-News bei den Nachrichtenportalen. Es steht den Portalen frei sich selbst von dort auszuschließen. Getan hat es jedoch praktisch niemand, da alle auf die Besucher dieses Aggregators bauen.

Bild-Quellen: flickr by drb62 unter CC-BY-SA

Text-Quellen: techdirt

Klaus Müller am Samstag, 21.08.2010 11:56 Uhr

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vgwort
 
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27 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • titus_shg am 24.08.2010 00:30:53

    Freie Marktwirtschaft und so. Sicher, aber, wenn es nach bestimmten Funktionären (und ihren politischen Schosshündchen) ginge, selbstverständlich nur für den Zeitungs-Konzern-Markt. Der Bürger wird doch inzwischen -immer öfter- per Gesetz a ...

  • Ologhai am 23.08.2010 22:02:09

    Ein bisschen Hege ich ein bisschen Bewunderung für einen Mann der es schafft der so zu Trollen, das selbst Zeitungen ihn füttern :D ...

  • SheldonCooper am 23.08.2010 17:23:01

    Aha, okay! Die Websiten setzen sich gegen Print-Magazine durch. Man kann doch nicht jetzt nur deswegen einen ihrer größten Vorteile (die Aktualität) nehmen, um die Zeitungen nicht aussterebn zu lassen. Freie MArktwirtschaft und so. ...

  • Karl_Kombatmage am 23.08.2010 12:35:51

    klingt doch vernünftig....dann gründe ich ne zeitung die einmal jährlich erscheint und verklage alle firmen, die diese informationen vorher verbreitet haben Das war auch mein erster Gedanke dazu..zumindest bis zu dem Punkt ^^ d.h. wenn ich e ...

  • titus_shg am 23.08.2010 10:25:43

    woher soll die BILD wissen, dass die nachricht nicht schon am vortag in einem forum verbeitet wurde? ;) Genau :D, dann sollten die die Gesetze schon so machen, dass JEDER (und nicht nur Zeitungen und ähnliche Konzerne) solch ein 24-Stunden-Exklusivrecht auf Nachric ...

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