
Haben legale Musikstreaming-Angebote wie Spotify einen Einfluss auf illegale Musikdownloads in P2P-Tauschbörsen? Wiederkehrend beantworten diverse Studien diese Frage mit einem deutlichen "Ja". Auch eine aktuelle Studie aus Norwegen ist zu eben jenem Ergebnis gelangt. Mit einer gewissen Vorsicht sollte man diese Studie dennoch genießen. Durchgeführt hat sie nämlich das Norstat Institut im Auftrag von Aspiro Music. Letztere bieten einen mobilen Musikstreaming-Dienst an. Diese Tatsache sollte man im Blick behalten, wenn man die Ergebnisse der Studie betrachtet.
Abgesehen von der Tatsache, dass diese vergleichsweise undetailliert sind, fallen sie sehr positiv aus. So gaben mehr als die Hälfte aller befragten Personen (54 Prozent) an, dass sie keine Musik mehr über Tauschbörsen herunterladen, seit sie legale Streaming-Angebote nutzen. Auf den ersten Blick ein großartiger Erfolg. Insbesondere wenn man die weiteren Ergebnisse betrachtet. Aufgrund der veranschlagten Repräsentativität nutzen rund 33 Prozent aller Norweger Streaming-Dienste.
Aspiro
Die Ergebnisse der Studie scheinen fast etwas zu optimistisch. Fairerweise muss man jedoch einräumen, dass vergleichbare Erhebungen in der Vergangenheit zu ähnlichen Ergebnissen gekommen sind. Ob illegales Filesharing deshalb unterbunden wird, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Auch ein gestreamtes Angebot lässt sich - die technischen Kenntnisse vorausgesetzt - aufzeichnen beziehungsweise vollständig abspeichern.
Eine Chance stellt Musikstreaming dennoch dar, wenn es gelingt, diese Dienste effektiv zu monetarisieren. Der Auftraggeber dieser Studie will genau für dieses Problem eine hinreichende Lösung bieten. "Wir glauben, dass Streaming ein großer Schritt in die richtige Richtung ist, für alle Menschen sowie für die Musikindustrie. Außerdem ist es definitiv ein Teil der zukünftigen Lösung", so der Chief Executive Officer von Aspiro Music, Per Einar Dybvik. Der Schlüsselfaktor liege darin, Bezahlmodelle zu entwickeln, die alle Teilnehmer dieser Maschinerie befriedigen.
Mit dieser Aussage verhält es sich jedoch wie mit der Umfrage: besonders viele Details werden nicht offenbart.
Bild-Quellen: aspiro
Text-Quellen: zeropaid
Klaus Müller am Donnerstag, 19.08.2010 22:52 Uhr
Illegales P2P = Gratis Music Streaming for Free = Gratis Und was ist daran jetzt besser? Hier läuft man nicht Gefahr, auf eine rechtliche Tretmine zu spazieren, wie es der Elektrische Reporter mal so schön ausgedrückt hat :T Grueße Ignatz ...
Also, hab ich das gerade richtig verstanden? Illegales P2P = Gratis Music Streaming for Free = Gratis Und was ist daran jetzt besser? ...
Auch Marketing und Werbung lassen sich heute leicht und kostengünstig durch Internetportale realisieren. Wozu also noch Musikindustrie? weil die meisten künstler alleine nix gebacken bekommen und die wirkung des internets für promotion überschätzt wird. ein artik ...
Wenn die Künstler es so wollen, dann bräuchte man klassische Labels auch nicht mehr. true story, aber bis das der großteil erkannt hat wird wohl noch ne weile dauern. @topic wie "Mr.Harmlos" schon bemerkte geht die piraterie nicht so stark zurück wie wohl vermut ...
Vorsicht vor solchen Berichten. Sonst kommt die Content-Maifia noch auf die Idee, dass man Streaming verbieten müsse. Ich würde es denen zutrauen. Ich gehe mal davon aus, dass sich die Wenigereinnahmen auch durch den Rückgang von P2P nicht sonderlich eindämmen lassen. Ist ja nicht so, dass jeder ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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