
Manipulation
Ein Sprecher der Yesha behauptet, sie würden ihren Zuhörern nur die Methoden der Gegenseite vorführen wollen. Ihnen würde es angeblich nicht um eine eigene Propaganda im Netz gehen. Wegen der Überzahl der Befürworter Palästinas würden sehr viele Menschen glauben, die Israelis seien ein böses Volk. Der Sprecher von Israel Sheli möchte das Feld nicht einfach kampflos der Gegenseite überlassen. „Wir sind so wenige und sie sind so viele. Die Menschen in Europa und den USA kennen nicht unsere Ansichten, mit all den korrekten Argumenten und Erklärungen“, erklärt er. Die Regierung seines Landes würde im virtuellen Kampf keine gute Figur machen. Gerade im Fall von Wikipedia sei für sie noch viel zu tun. Das würde bereits damit anfangen, dass man die Karte ihres Landes häufig unvollständig darstellen würde. Die Golanhöhen, die West Bank und auch andere Gebiete hätte man in der Grafik einfach weggelassen. Auch würde man dort öfter Jerusalem als Hauptstadt löschen. Ständig würden bei Wikipedia regelrechte Löschkriege vorherrschen. So zum Beispiel, wenn es darum geht, anzugeben, welche Waren nach Gaza eingeführt werden dürfen. Mittlerweile stehen die entsprechenden Seiten zur kompletten Löschung an. Wahrscheinlich hat den Verantwortlichen der Online-Enzyklopädie der ständige Streit die Lust an dieser Seite verdorben.
Löschen und verfremden kann ja jeder die Inhalte. Allerdings bleibt das nur so lange bestehen, bis einer der Moderatoren den alten Zustand wieder herstellt. Und dann kommt der Nächste und führt erneut mehr oder weniger auffällige Manipulationen durch, bis auch diese aufgedeckt und entfernt werden. Wikipedia wird bei mehr als 271 Übersetzungen und monatlich 379 Millionen Usern eines der Hauptziele der Aktionisten beider Seiten bleiben.
Doch um sinnlose Zerstörung geht es nicht. Im Kurs soll vermittelt werden, wie man sich in Foren und Communities auf Dauer durchsetzen kann. Es würde nichts bringen, alle möglichen Texte abzuändern und wild herauszustürmen. Die Gemeinschaft von Wikipedia würde sehr sensibel auf derartige Veränderungen reagieren und in jedem Fall den ursprünglichen Zustand herstellen. Es würde lange dauern, bis diese anfangen würden, jemandem und seinen Aussagen zu vertrauen. Nur dann bleiben die verfremdeten Inhalte auch auf Dauer bestehen. Die virtuelle Einsatztruppe der Yesha und Sheli soll sich bei allen möglichen sozialen Netzwerken oder größeren Portalen wie Facebook, YouTube & Co. betätigen. Man gibt vor, schon über 12.000 aktive Mitglieder zu verfügen. Jeden Monat kommen angeblich bis zu 100 neue Rekruten dazu.
Viele Landsmänner hätten auf den neuen Aktionismus geradezu gewartet. Sie seien frustriert darüber, wie man ihr Land überall in der Welt darstellen würde. Übrigens: Dem fleißigsten und manipulativsten Autor winkt als Preis ein Rundflug mit einem Heißluftballon über Israel.
Bild-Quellen: ishcrom.deviantart.com
Text-Quellen: The Guardian
Lars Sobiraj am Donnerstag, 19.08.2010 15:48 Uhr
Da stellt sich mir die Frage, welches Ziel du verfolgst? Mein Ziel? Ein Ziel ist eigentlich kein Fachgebiet. Aber das meintest Du auch nicht. Ich bin nur der Meinung, daß solche Titulierungen wie "Verbrecher" keine Diskussion mehr zulassen. Außerhalb Gullis wird sowas als ...
Chomsky ist bekannt für seine Arbeiten in der Linguistik. Er wäre bei weitem nicht der erste Professor, der sich außerhalb seines Fachgebiets als Idiot und/oder Verbrecher erweist. Das gleicht sich mit meinem Alltag. Ist das nicht erschreckend schön? Hiwis trällern Li ...
....der sich außerhalb seines Fachgebiets als Idiot und/oder Verbrecher erweist. Da stell sich mir die Frage, was Dein Fachgebiet ist? ...
Chomsky ist bekannt für seine Arbeiten in der Linguistik. Er wäre bei weitem nicht der erste Professor, der sich außerhalb seines Fachgebiets als Idiot und/oder Verbrecher erweist. ...
@Mordechai: Noam Chomsky, dem du hier mal einfach so vorwirfst ein Idiot zu sein, dessen Bücher nur gelesen werden, weil er Jude ist, ist ein hoch angesehener Professor am MIT und einer der Gründerväter der modernen Informatik, d.h. es ist gut möglich, dass du, hätte er seine Bücher nicht gesc ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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