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John Mellencamp sieht Rock 'n' Roll durch das Internet gefährdet

Der 58-jährige Rockmusiker John Mellencamp äußerte sich am Dienstag auf einer öffentlichen Veranstaltung des Grammy Museums sehr kritisch zum Thema Internet. Seiner Meinung nach wäre es die schlimmste Erfindung seit der Atombombe. Durch das Medium sieht er große Probleme für die Rockmusik.

John Mellencamp

John Mellencamp

Auf einer öffentlichen Veranstaltung des Grammy Museums äußerte sich der Rockmusiker John Mellencamp sehr kritisch zum Thema Internet. Seiner Ansicht nach wäre das von vielen genutzte Medium „die gefährlichste Erfindung seit der Atombombe“. Denn durch diese Erfindung wären die Musik und vor allem der Rock ‘n‘ Roll massiv in Gefahr. Grund für diese gewagte These ist allerdings nicht, wie man zuerst denken könnte die Tatsache, dass das Internet Platz für illegale Kopien von Tonträgern und Musikdateien bietet, vielmehr scheint ihn der allgemeine Fortschritt, der mit dem Internet einhergeht zu bekümmern. Durch den Vertrieb von einzelnen MP3-Titeln und die Aufarbeitung der Tonqualität dieser wäre das eigentliche Problem. Hört man ein Musikstück, welches man im Internet käuflich erworben hat, auf einem iPod, so könnte man zwar erkennen, um welchen Song es sich handelt. Allerdings würde bei dieser "unechten" Qualität das verloren gehen, was der Künstler ursprünglich mit der Originalqualität ausdrücken und dem Hörer vermitteln wollte.

Auf kurz oder lang würde auf diese Weise der meiste Rock ‘n‘ Roll in Vergessenheit geraten. Weiter sagt er, dass der Filmindustrie Ähnliches bevorstünde.

Auch wenn der Rocker der Meinung ist, dass nichts gegen das Internet spricht, sofern man es nur zu Kommunikation nutzt, hat er auch noch andere Befürchtungen: „Ein paar clevere Leute, die Chinesen oder die Russen beispielsweise haben Amerika vielleicht durch das Hacken in die Stromversorgung und das Finanzsystem bereits eingenommen.“, warnte der 58-Jährige.

Seine Meinung und seine Standpunkte sind wohl alles in allem eher kritisch zu sehen. Gerade wenn man bedenkt, dass sich durch das Internet viele Künstler finanzieren, da sie ihre Titel dort vertreiben. Und nicht selten werden Bands erst durch das Internet überhaupt bekannt.

Mike Masnick von Techdirt indes hatte seinen Spaß mit den Aussagen des Künstlers. Wenn das Internet wie eine Atombombe gewirkt hätte, so würde er sich im atomaren Winter derzeit sehr wohl fühlen. Es sei anzumerken, dass derzeit mehr Musik als je zuvor veröffentlicht und auch wieder mehr Geld mit dem Vertrieb verdient wird. The day after fühlt sich tatsächlich anders an.

Bild-Quellen: boston slam-zine

Text-Quellen: reuters

Julian Wolf am Mittwoch, 18.08.2010 21:47 Uhr

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vgwort
 
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18 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • McK73 am 19.08.2010 18:10:24

    Wer keine Ahnung hat, ....... ...

  • fragenheini am 19.08.2010 17:20:18

    internet goes Atombombe alter wieviele menschen sind schon durchs inent gestorben und wieviele durch atombomben? euer AK!D ...

  • Zooo3 am 19.08.2010 15:01:43

    Wer nur Youtubevideos mit schlechter Quali schaut, der braucht sich nicht zu wundern, warum das "Internet" so einen Mist abspielt. FLAC finde ich bei einigen Stücken besser als MP3, weil es einfach flüssig klingt. In vielen Fällen erhöhre ich keine Unterschiede. ...

  • CharlesBukowski am 19.08.2010 12:44:02

    John Mellencamp sollte mal einen Besuch in Hiroshima und Nagasaki wagen um sich darüber bewußt zu werden was er da für einen Blödsinn verzapft. ...

  • Xav0r_ am 19.08.2010 12:22:45

    Offenbar ist ihm nicht bewusst dass es auch Formate jenseits von 128er MP3s gibt. Und die Tatsache, dass die Qualität analoger Filmmedien von digitalen schon lange übertroffen wurde, ist anscheinend auch an ihm vorrübergegangen. Bei Filmen stimme ich mit deiner ...

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