
Rundfunk ist auch in den USA ein wichtiger Bestandteil der Medienvielfalt. Um sicherzustellen, dass Radiosender auch zukünftig eine solide Basis haben, hat sich die National Association of Broadcasters (NAB) gemeinsam mit der Recording Industry Association of America (RIAA) etwas ausgedacht. Der US-Kongress soll ein Gesetz erlassen, das den Einbau von Radioempfängern in mobile Geräte verpflichtend macht. Wie die NAB bereits mitteilte, sei dies alles noch höchst hypothetisch. Die Gespräche seien nicht einmal ansatzweise beendet.
Statt dem Radio bald ein mobiles Gerät?
Erfahrungsgemäß weiß man jedoch, wohin derartige "Ideen" mitunter führen können. Gary Shapiro, Präsident der Consumer Electronics Association (CEA), bezeichnete den Vorstoß als den "Gipfel der Absurdität". Dieser Vorschlag wäre nicht im nationalen Interesse des Verbandes. "Anstatt sich dem digitalen Marktplatz anzupassen, agiert die RIAA und die NAB wie eine fehlerhafte Industrie, die sich weigert, Innovationen anzunehmen und stattdessen versucht, Strafen für diejenigen zu etablieren, denen es gelingt", so Shapiro.
Der Ursprung dieser Gespräche ist durchaus kompliziert. Seit der "Performance Rights Act" auf den Weg gebracht wurde, liegt die NAB mit der Lobbygruppe musicFIRST im Streit. Der Grund: Mit dem Performance Rights Act müssten US-Radiosender erstmals erhebliche Gebühren an die Urheber und Verwerter zahlen. Aufgrund einer gesetzlichen Ausnahme war dies bisher nicht der Fall. Nur Songwriter erhielten einen geringen Betrag. Web-Radiosender und Satellitenradio mussten hingegen seit jeher an alle Gebühren leisten.
Nachvollziehbarerweise versucht sich die NAB vor dieser drohenden Kostenlast zu schützen. Seit November 2009 fanden deshalb regelmäßig Gespräche zwischen NAB und musicFIRST (zu denen auch die RIAA gehört) statt. Nun steht man praktisch kurz vor einem perfekten Deal: Die Radiosender zahlen 100 Millionen US-Dollar pro Jahr an Urheber, Verwerter und Songwriter. Ein wesentlich geringerer Betrag, als diese befürchtet hatten.
Im Gegenzug engagiert sich musicFIRST und somit die RIAA für ein Gesetz, das den Einbau von Chips zum Empfang von Radio bei mobilen Geräten erzwingt. Die Gespräche sind nach Auskunft von NAB bisher nicht abgeschlossen. Selbst wenn dies gelingt, muss natürlich noch der Kongress überzeugt werden.
Bild-Quellen: flickr by miemo unter CC-BY
Text-Quellen: arstechnica
Klaus Müller am Dienstag, 17.08.2010 12:33 Uhr
langeweile.... Ist kein Grund für mich. Wenn Langeweile aufkommt versuche ich mich zu beschäftigen. Das kann kein Radio.....Zumindest bei mir nicht. ...
Ja geht´s noch?! Klingt für mich so, daß jeder gezwungen ist Radio zu hören. Zumindest eins zu besitzen. Prost GEZ. Ach nee - war ja USA...;) Die soziale Kommunikation geht den Bach runter weil jeder die Kopfhöhrer auf hat und nix von seiner Umgebung mitbekommt. ...
Ja geht´s noch?! Klingt für mich so, daß jeder gezwungen ist Radio zu hören. Zumindest eins zu besitzen. Prost GEZ. Ach nee - war ja USA...;) Die soziale Kommunikation geht den Bach runter weil jeder die Kopfhöhrer auf hat und nix von seiner Umgebung mitbekommt. Ich habe auch zwei Handys mit ...
Ja und selbst wenn es dann ein Gesetz geben sollte, es wird doch nicht jeder dazu gezwungen diesen Service zu nutzen? Eine MP3 ist mir für den Morgen zu langweilig, jeden Morgen das selbe Lied, oder Lieblingslied was du gerade hörst, nein danke. Im Radio gibts immer etwas and ...
Das ist ja nicht das Problem.. sondern warum es ein GESETZ geben sollte die eine FUNKTION in deinem Handy vorschreibt.. Ich hätte lieber ein Gesetz was vorschreibt das nur leute mit Hirn was in der Welt zu sagen haben.. Apropo hab ich auch nen Radio im Handy.. was ich aber b ...
Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr
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