
Das Pentagon hatte nach dem Leak zahlreicher Geheimdokumente über den Afghanistan Krieg (der sogenannten "War Diaries") von WikiLeaks gefordert, auf eine Veröffentlichung weiterer im Besitz der Seite befindlicher Dokumente zu verzichten. Zudem sollten Medienberichten zufolge auch bereits veröffentlichte Dokumente wieder von der Website entfernt werden. Es hat allerdings nicht den Anschein, als sei WikiLeaks bereit, diesbezüglich eine Zusage zu machen. "Ich kann Ihnen versichern, dass wir weiterhin Dokumente veröffentlichen werden - dafür sind wir da," erklärte Schmitt gegenüber der Nachrichtenagentur AP.
WikiLeaks (Logo)
Vorwürfe, die Veröffentlichung der Dokumente sei eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA oder gefährde Menschenleben - WikiLeaks habe gar, wie US-Verteidigungsminister Robert Gates es andeutete "Blut an den Händen" - wies Schmitt zurück. Er erklärte, man habe sich große Mühe gegeben, die diesbezüglichen Risiken zu minimieren, und arbeite daran auch jetzt noch. Allerdings habe das Team von WikiLeaks die Sicherheit aller Menschen auf der Erde zum Ziel. Dies stehe manchmal im Widerspruch zu nationalen Interessen der USA. "WikiLeaks ist eine global handelnde Organisation. In dieser Hinsicht tragen wir Verantwortung gegenüber den Menschen überall auf der Welt und nicht gegenüber der Bevölkerung oder den spezifischen Interessen einer bestimmten Nation," so Schmitt.
Update 1:
WikiLeaks veröffentlichte mittlerweile einen Tweet, in dem die betreffende AP-Meldung ausdrücklich "nicht gebilligt" wird. Einige der dortigen Aussagen seien "unwahr oder irreführend", so ein WL-Sprecher. Bisher wurde nicht genauer ausgeführt, um welche Teile der Meldung es sich handelt. Ein weiterer Tweet kündigt eine korrigierte Fassung der Meldung an.
Update 2:
Mittlerweile ist bei der AP eine überarbeitete Version der Original-Meldung online. In dieser heißt es ausdrücklich, WikiLeaks habe die US-Behörden um Kooperation bei der Minimierung von Risiken bei Veröffentlichung des Materials gebeten. Diese hätten aber nicht auf die Anfrage reagiert. Schmitt wird mit den Worten: "Deswegen haben wir vor dem Veröffentlichen eine Anfrage an das Weiße Haus geschickt, in der wir darum bitten, dass die International Security Assistance Force uns Leute zum Durchsehen der Materialien zur Verfügung stellen. Die Anfrage ist bis heute offen. Allerdings hat das Pentagon gesagt, es sei nicht in 'Schadensbegrenzung' interessiert, und hat uns nicht direkt oder indirekt kontaktiert, um dieses Angebot zu diskutieren," zitiert.
Text-Quellen: AP
Annika Kremer am Sonntag, 08.08.2010 11:34 Uhr
deutschland 1945? Diese Truppen standen dort aber nicht weil wir zu unfähig waren, sondern weil wir einen Weltkrieg angefangen haben. Klingelt es bei "Adolf Hitler"? :confused: :dozey: ...
Und man kann solch eine Entscheidung auch mit reiner Logik begründen, ich meine, andere Staaten haben es schließlich auch geschafft eine friedliche Demokratie aufzubauen, ohne gleichzeitig Truppen aus halb Europa und den USA intus zu haben.:confused: deutschland ...
Das ist ein moralisches Handeln, das nur mit der miesesten Ethik begründet werden kann. AFAIK bestehen die Taliban aus Afghanen, d.h. dass sie sich als Volk in's eigene Bein schießen. Und man kann solch eine Entscheidung auch mit reiner Logik begründen, ich me ...
wer sagt denn sowas? oft lese ich hier posts in welchen angenommen wird die veröffentlichten dokumente würden namen von informanten enthalten, aber hat auch nur ein einziger von euch schonmal einen dieser namen gesehen? oder sonst irgendeinen anhaltspunkt dass das wirklich ...
Schade das Wikileaks vergessen hat ein paar Namen rauszunehmen,denn so haben sie den Amis Wasser auf ihre Mühlen gegeben.:( wer sagt denn sowas? oft lese ich hier posts in welchen angenommen wird die veröffentlichten dokumente würden namen von informanten enthalte ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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