Dr. Rudolf Weiß von Mediengewalt e.V. sieht Gamer vor allem als bedauernswerte Menschen an, die alleine von ihrer Sucht bestimmt werden. Er geht sogar so weit zu behaupten, dass sich viele Gamer in ihrem Berufsleben zu „gescheiterten Existenzen“ entwickeln würden. Alle Versuche den Abhängigen ihr Suchtmittel zu entziehen würden zu Beschimpfungen, Beleidigungen oder sogar Morddrohungen führen. „Wenn wir dann noch die „Unverschämtheit“ besitzen, politische Entscheidungsträger auf solche Zusammenhänge, vor allem in Bezug auf die zunehmende Jugendgewalt, aufmerksam zu machen, eskalieren die Aggressionen.“ Und nein, sie würden die Abhängigen nicht stigmatisieren oder gar als Kriminelle hinstellen wollen. Betroffen zu reagieren, weil der Verein versuchen würde, dass immer mehr Kids „in diesen Abhängigkeitssog von Gewaltspielen geraten“ - das hätte „schon etwas mit Realitätsverlust zu tun.“ Anstatt ihre „wissenschaftlichen“ Erkenntnisse für sich zu behalten, zieht der Verein Mediengewalt es vor, diese zu veröffentlichen. „Insbesondere die leidgeprüften Eltern des Schulmassakers von Winnenden würden dies nicht verstehen und erwarten sich eine derartige Unterstützung.“
Die kommen jetzt auch zur Sprache, besser gesagt, Dr. Werner Hopf vom Aktionsbündnis Winnenden. Der beginnt seine Argumentation mit der Aussage, dass wer die Ergebnisse der Wirkungsforschung zu Computergewaltspielen leugnen würde, der sei folglich „unsachlich und ignorant“. Bei der Argumentation gegen das Verbot der Spiele würden die Gegner den Begriff des mündigen Bürgers missbrauchen. Er führt aus, dass das Spielen von Egoshootern nach seiner Definition kein Hobby darstellen kann. Das sei „kein Hobby oder Spiel, sondern Simulation von Krieg und Gewalt.“ Die alte Leier also.
Was viele bestätigen werden, ist hingegen die fehlende Kontrolle der Alterseinschränkungen. Viele Eltern kümmern sich tatsächlich nicht um die Altersbegrenzung der Games, die ihre Zöglinge ausprobieren. Oder aber ihnen fehlt der Einblick in dieses Thema. Auch hier ist für das Aktionsbündnis das komplette Verbot aller Killerspiele das Mittel der Wahl. Egal ob Pixelmeer oder Gewehr in der Hand, für die Jugendlichen gäb es diesbezüglich keine Unterschiede, glaubt er zu wissen. Die Kids würden von den Shootern beeinflusst werden, wie auch von der Werbung, Fernsehen, Radio etc. Herr Dr. Hopf glaubt besser zu wissen als die Spieler selbst, was sich in deren Unterbewusstsein festsetzt, und wie sehr dies ihre Gewaltbereitschaft beeinflussen würde.
vdvc, pirate gaming
Die Games müssen verboten werden, weil die virtuellen Gewaltausbrüche den Kids zeigen würden, wie man mit einer Frustration umgeht. Das Problem ist nur: Wenn Gewaltdarstellungen in den Medien Motive für Amokläufe liefern, müsste man folglich alle Comics, Bücher, das Fernsehen, Kino, PCs etc. verbieten. Denn überall dort wird den Menschen gezeigt und vorgelebt, wie man gewalttätig werden könnte. Gewalt gibt es leider schon so lange, wie es Menschen gibt. Und sie wird uns begleiten, so lange Menschen existieren. Wer den Jugendlichen die Computergames nimmt, der müsste bei allen anderen Medien genauso verfahren.
Last, but not least sieht Herr Hopf die Gamer nicht als friedliche Menschen. Durch einige hasserfüllte Briefe hätten sie ihm bewiesen, dass ihr friedliches Selbstbild „nur als Lebenslüge bezeichnet werden“ könnte.
Leider gehen nur die wenigsten seiner 12 Punkte auf die Argumentation der Jungen Piraten, von Pirate Gaming und den VDVC ein. Von einer Annäherung zwischen den beiden Seiten kann keine Rede sein. Offenbar besteht daran auch kein Interesse. Alte Feindbilder in neuer Tracht zu präsentieren scheint derzeit wichtiger zu sein. Wer die Politik von seiner Seite überzeugen möchte, braucht knackige Argumente. Dank der beiden offenen Briefe besteht daran zumindest kein Mangel mehr.
Bild-Quellen: junge-piraten.de
Text-Quellen: stiftung-gegen-gewalt-an-schulen.de
Lars Sobiraj (g+) am Donnerstag, 05.08.2010 09:19 Uhr
Ich hab zwar vor einiger zeit gesagt ich würde das alles für Schwachsinn halten, allerdings hab ich nochmal nachgedacht und zur Zeit sehe ich auch keine Gefahr die von Games ausgeht, allerdings habe ich gehört bei CoD 9 Modern Warfare 3 soll wieder ne Prestige Edition geben. Inhalt: Das bekannte Nac ...
Kombiniere es mit Mündungsgeschwindigkeit bzw. Aufschlagsenergie.(jaja, gibt auch Spezialmunition ich weiß) Liegt die bei einer festzulegenden Entfernung über einem gewissen Wert gelten die einschränkenden Bedingungen. Gibt doch genug Fachidioten, die sich darüber den Kopf z ...
Aha, steh ich nicht zu 100% auf der einen Seite und auch nicht 100% auf der anderen Seite, bin ich also für beide der Arsch vom Dienst, magst du mir das damit sagen? ;) Nein! Ich bin schockiert, dass du das als Beleidigung aufgefasst hast. Dabei habe ich doch extra g ...
Tja, so schnell kann das gehen. Willkommen in der Gedankenwelt des AAW. ) Aha, steh ich nicht zu 100% auf der einen Seite und auch nicht 100% auf der anderen Seite, bin ich also für beide der Arsch vom Dienst, magst du mir das damit sagen? ;) ...
Eine letzte Frage zum AUG, du wärst also für ein Verbot, von etwas an dem auch du Spaß hättest? Natürlich nicht. Ich bin generell kein Freund von Verboten, da diese in meinen Augen eine äußerst primitive, und möglicherweise auch ineffektive, Form der Verhaltenssteu ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.