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UK: Musikindustrie nimmt 3,9 Milliarden Britische Pfund im Jahr 2009 ein

Die britische Verwertungsgesellschaft PRS for Music hat heute ihren jährlichen "Adding Up The Music Industry"-Bericht veröffentlicht. Dieser fasst zusammen, wie viele Einnahmen die britische Musikindustrie durch verkaufte Musik-CDs, Live-Auftritte und vieles mehr erreichen konnte.

Die britische Musikindustrie scheint einen Grund zum Feiern zu haben. Zumindest wenn es nach den Erhebungen der Verwertungsgesellschaft PRS for Music geht. In deren Bericht "Adding Up The Music Industry" ermitteln sie die jährlichen Umsätze der Branche. Seit 2007 sind die Gesamteinnahmen konstant steigend. So hat man 2007 rund 3,2 Milliarden Britische Pfund (3,8 Milliarden Euro) an Einnahmen verzeichnen können.

Im Jahr 2008 stieg dieser Wert auf 3,6 Milliarden Britische Pfund. Für das Jahr 2009 konnte man abermals einen deutlichen Zuwachs auf 3,9 Milliarden Britische Pfund verzeichnen. Dies entspricht etwa 4,7 Milliarden Euro an Einnahmen. Wie Will Page, Chefökonom von PRS for Music erklärte, würde man mit fortschreitender Zeit neue Einnahmequellen entdecken.

Zur Ermittlung dieser werden verschiedene Teilbereiche der Branche analysiert. Deren Anteil am Gesamtergebnis wurde aufgeschlüsselt:

  • Einnahmen durch Musikverkäufe (CD, DVD, Online, etc.) - 1,36 Milliarden Britische Pfund - gleichbleibend zum Vorjahr
  • Einnahmen durch Live-Auftritte - 1,54 Milliarden Britische Pfund - Zuwachs um 9,4 (!) Prozent zum Vorjahr
  • B2B-Einnahmen (Lizenzgebühren, Werbung, Sponsoren) - 967 Millionen Britische Pfund - Zuwachs um 4,4 Prozent zum Vorjahr

Insgesamt betrachtet vermittelt der Bericht von PRS for Music ein akzeptables Bild. Der Faktor Ausgaben wurde jedoch vollständig ausgeblendet. Nur unter Abzug der Ausgaben von den Umsätzen könnte man den tatsächlichen Gewinn der Branche errechnen. Besonders interessant sind jedoch wie wiederkehrenden Bestätigungen bestimmter Entwicklungen in der Branche. Während die Einnahmen durch Musikverkäufe stagnieren, konnte der Live-Sektor einen Zuwachs von bemerkenswerten 9,4 Prozent erreichen. Wie Chris Carey, ein weiterer Ökonom von PRS for Music jedoch festhält, müsse man aufpassen.

PRS for Music zeigt sich für den Bericht verantwortlich

PRS for Music zeigt sich für den Bericht verantwortlich

In den USA würde man hier inzwischen vor dem Problem stehen, dass manche Konzerte nur zu 50 Prozent gefüllt sind. Diese Auslastung wäre immer häufiger anzutreffen. Man müsse entsprechend darauf reagieren und hoffen, dass es in Großbritannien nicht ähnlich wird.
Nichtsdestotrotz würden die Einnahmen durch Live-Auftritte die Einnahmen durch verkaufte Tonträger inzwischen überschreiten. Ein Wandel sei hier auch nicht in Sicht, zumal der Live-Sektor kontinuierlich weiterwächst. Dem Bereich Musikabos bei Onlinediensten würde man noch keine verwertbaren Zahlen abgewinnen können. Es sei bisher kaum möglich, detaillierte Einschätzungen zu Diensten wie Spotify zu geben.

Text-Quellen: musically

Klaus Müller am Mittwoch, 04.08.2010 14:42 Uhr

tagsTags: prs for music

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13 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • alter_Bekannter am 06.08.2010 11:57:20

    Weil die Sachen von Youtube teilweise vor dem YOutube Zwangsreencode schon vorher mindestens 4 mal von irgendnem Trottel der die Quali verbessern wollte vergewaltigt wurden. ...

  • Nyngoni am 05.08.2010 22:26:15

    1 Klick, hast je nach Video gute Quali und dunkel ist es nicht :beer: Wenn du Glück hast, liegt die Qualität höchstens bei 128Kb/s. Und den Unterschied zwischen 128 und 320 finde ich schon enorm. ...

  • alter_Bekannter am 05.08.2010 17:21:09

    Insgesamt ist die Verlagerung von Tonträgern auf Downloads ein Geldsegen für die Musikindustrie. Sicher 99 Prozent der Internetsurfer laden lieber ein Lied für 99 cent herunter, als mühsam in den dunkleren Gewässern des Internets nach kostenlosen Versionen zu fis ...

  • am 05.08.2010 17:08:26

    "gute Quali" You made my day. ...

  • Spellcraft am 05.08.2010 14:30:05

    Internets nach kostenlosen Versionen zu fischen. Kensch Youtube ? 1 Klick, hast je nach Video gute Quali und dunkel ist es nicht :beer: ...

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