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Hacker gelangt durch soziale Netzwerke an geheime US-Informationen

Dass die US-Behörden und die amerikanische Armee das ein oder andere "Problemchen" mit dem Datenschutz haben, ist spätestens seit der Veröffentlichung der vielen Afghanistandokumente bekannt. Nun demonstrierte der Hacker Thomas Ryan auf der Hackerkonferenz Black Hat wie es ihm mittels Internet und einer fiktiven Frau gelang auf sozialen Plattformen geheime US-Informationen zu erlangen.

Robin Sage, 25 Jahre alt, Absolventin der Technischen Hochschule in Massachusetts, seit 10 Jahren Analystin für Cybersicherheit der US-Marine und das wohl brisanteste Merkmal – sie ist völlig fiktiv. Zwischen Dezember 2009 und Januar 2010 war sie auf Internetplattformen wie Facebook und Co. vertreten und machte dort Bekanntschaft mit zahlreichen wichtigen amerikanischen Personen. So gelang es ihr innerhalb eines Monats in Kontakt mit Soldaten, dem Stabschef eines Parlamentariers, dem Informationsdirektor der Marine und sogar mit Mitarbeitern der National Security Agency in Kontakt zu treten. Ihr gelang es dabei an einige vertrauliche Informationen der US Sicherheit zu gelangen. Beispielsweise erhielt sie Zugriff zu E-Mail- und Bankkonten und brachte in Erfahrung, wer mit wem im exklusiven Sicherheitsmilieu der USA verkehrt. Gegen Ende ihres Daseins konnte sie sogar einige Jobangebote an Land ziehen. Unter anderem als Referentin für Google und den weltgrößten Rüstungskonzern Lockheed Martin.

Die Hacker Konferenz Blackhat

Die Hacker Konferenz Blackhat

Schöpfer der jungen Dame war der IT-Experte der New York Times Thomas Ryan. Er bastelte sich die Frau aus einem frei erfundenen Lebenslauf und ein paar Bildern von Pornoseiten zusammen. Er wollte mit seinem Coup zeigen, dass soziale Netzwerke sich scheinbar problemlos von Hackern und Spoinen ausnutzen lassen können. Dies ist ihm bei seiner Präsentation mit dem Namen „Robin Sage ins Bett kriegen“ auf der Hackerkonferenz Blackhat eindrucksvoll gelungen.

Doch nicht alle fielen auf den Schwindel herein. Auch berühmte Hacker versuchte Ryan in den Bann seiner fiktiven Freundin zu ziehen. Diesen aber kam das Profil der Lady suspekt vor, wodurch sie die Freundschaftsanfrage ablehnten. Ryan gab allerdings an, dass er das Profil absichtlich mit einigen Fehlern ausstattete. Doch die wenigsten bemerkten diese und fragten sich nicht, wie eine 25-Jährige zehn Jahre Berufserfahrung haben kann.

Bild-Quellen: blackhat net-security

Text-Quellen: sueddeutsche

Julian Wolf am Montag, 02.08.2010 13:58 Uhr

tagsTags: hacker

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22 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Pappnasenkopp am 01.09.2010 15:44:48

    "fragten sich nicht, wie eine 25-Jährige zehn Jahre Berufserfahrung haben kann." Sowas fällt der Us-Regierung nicht auf? :-D Das sagt wohl alles^^ ...

  • Novgorod am 01.09.2010 05:24:08

    picklige nerds, die sich als tussen ausgeben, um ihre script-kiddie-viren zu verbreiten, gabs auch schon vor 10 jahren im web 0.9 beta - damals noch über ICQ.. das hat doch der günni damals quasi erfunden, als man PC-spiele noch per diskette getauscht hat :D haut mich jetzt nicht vom hocker, dass ...

  • Kampfmelone am 31.08.2010 18:23:07

    Einen Krieg kann man nicht gewinnen - niemand. ...

  • m0ep am 31.08.2010 18:08:14

    Wenn die Sicherheitspitze in Amerika so dumm ist, ist ja dann klar warum die keinen Krieg führen und gewinnen können wie würde denn ein militärischer sieg für dich aussehen? mehr wie alles kaputt bomben konnten sie ja nicht tun.. vielleicht haetten sie es liebr ma ...

  • m0ep am 31.08.2010 17:55:29

    ich frage mich immer noch was der begriff "hacker" in der überschrift zu suchen hat! leute dazu zu bringen geheime informationen rauszurücken hat doch mal rein gar nichts mit hacken zu tun wen du mir dein passwort fuer dein email account gibst (weil ich gr ...

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