
Abschnitt 92A des novellierten Urheberrechtsgesetzes sollte in Neuseeland ein umfangreiches Three-Strikes-Gesetz etablieren. Aufgrund des enormen Widerstands wurde der Abschnitt jedoch verworfen, ehe er überhaupt ansatzweise bestätigt werden konnte. Seither befasst sich der Handelsausschuss mit der Frage, wie man diesen Gesetzesteil erneuern kann. Erste Schritte wurden dabei bereits erreicht. Doch von einer tatsächlichen Besserung kann nur schwerlich die Rede sein.
Ähnlich wie in Frankreich stellte insbesondere die Tatsache, dass kein Richter über die Internettrennung entscheiden würde, ein enormes Problem dar. Im neuen Entwurf wurde dies behoben. Nur per richterlicher Entscheidung können Anschlüsse, über die wiederholt Urheberrechtsverletzungen begangen wurden, gekappt werden. Die maximale Sperrdauer liegt bei sechs Monaten. Des Weiteren wäre eine Strafe von etwa 8.000 Euro für jede Rechtsverletzung zu bezahlen. Bei der ersten Lesung dieses Entwurfs im April erntete er viel Zustimmung. Doch nicht von überall.
In einer Anhörung vor dem Handelsausschuss wurde heute Bronwyn Holloway-Smith gehört. Dieser ist Mitbegründer der Creative Freedom Foundation. Eine Gruppierung, die im Jahr 2008 von Künstlern und Technikern gegründet wurde. Deren primäres Ziel ist es sicherzustellen, dass die Rechte von Künstlern aber auch die der Öffentlichkeit nicht "im Namen des Schutzes von geistigem Eigentum" ausgehöhlt werden.
Neuseeland Flagge
Genau dies würde mit dem neuen Entwurf jedoch wiederholt geschehen. Die Wirkung des Gesetzes wäre "vergleichbar, wie wenn man jemandem den Strom, das Telefon oder die Post abstellt." Auch die zu zahlende Strafe sei viel zu hoch. Diese sollte vielmehr an dem Preis festgemacht werden, den das Produkt auch im Laden trägt. Die Technik würde sich immer weiter fortbewegen, egal ob man dafür bereit sei oder nicht. Die Kreativwirtschaft müsse sich anpassen, so Colin Jackson, eine weitere Mitbegründerin der CFF, die ebenfalls angehört wurde.
Bild-Quellen: kiwiwise
Text-Quellen: zeropaid
Klaus Müller am Samstag, 31.07.2010 14:46 Uhr
Naja, brauchen auch keine Angst zu haben. Vor den Amis muss heute jeder Angst haben. Die sind unberechenbar. Irgendwelche Bodenschätze gibts doch überall und wer weiß, was morgen plötzlich in Massen gebraucht wird und einen Befreiungskrieg wert ist... ...
Die Sache mit der Stromsperre ist natürlich genial. Ohne Strom kein Raubmordundtotschlagkopieretum. Und wenn das nicht hilft - Sauerstoff gehört auch rationalisiert Ja schon - vor allem angesichts der Tatsache dass Neuseeland allein ja das Internet nicht absch ...
Die wollen das gar nicht. Aber sie sind nicht groß genug, um es sich leisten zu können, Amerika gegen sich zu haben... Naja, brauchen auch keine Angst zu haben. Schließlich sitzen die nicht gerade auf gewaltigen Ölvorkommen, soweit ich weiß. Die Sache mit der Stro ...
Wenn man bedenkt das Neuseeland nicht einmal so viele Einwohner wie Berlin hat und dazu eine Inselgruppe ist, dann fragt man sich allen ernstes schon, warum die so ein Gesetz haben wollen. Die wollen das gar nicht. Aber sie sind nicht groß genug, um es sich leisten zu ...
Wenn man bedenkt das Neuseeland nicht einmal so viele Einwohner wie Berlin hat und dazu eine Inselgruppe ist, dann fragt man sich allen ernstes schon, warum die so ein Gesetz haben wollen. ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Julian Wolf am 06.02.2012, 20:23 Uhr
Durch eine motivierende Nachricht an seine Mitarbeiter geriet der muslimische Saad Allami unter Terrorverdacht. In der kurzen Mitteilung wies er seine Kollegen an, die Konkurrenz auf einer bevorstehenden Warenmesse "wegzublasen". Beamte der kanadischen Polizei erhielten Zugriff auf den Inhalt des Textes und ließen den unschuldigen Mann kurzerhand verhaften. Nun klagt Allami gegen die Behörde.
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