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Frankreich: 69 Prozent wollen illegales Filesharing aufgeben

Die französische Tageszeitung 20 Minutes hat die Ergebnisse einer im Juli in Auftrag gegebenen Umfrage zum Thema Three-Strikes-Gesetz veröffentlicht. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass 69 Prozent aller Franzosen illegales Filesharing einstellen wollen, wenn Sanktionen drohen.

Im Auftrag von 20 Minutes haben die Meinungsforscher von IFOP eine Umfrage unter französischen Bürgern durchgeführt. Zielgruppe waren alle Personen ab einem Alter von 15 Jahren. Den zufällig ausgewählten Personen wurde folgende Frage gestellt: "Gehen Sie einen Moment davon aus, dass sie über ihren Internetanschluss illegale Downloads durchführen. Wenn die Gefahr besteht, dass der Internetanschluss gesperrt wird oder sie eine Geldstrafe von 1.500 Euro bezahlen müssten, würden sie ihr Verhalten aufgeben?"

Von allen Befragten antworteten 69 Prozent mit einem deutlichen Ja. Theoretisch betrachtet wäre dies somit ein Erfolg für Frankreichs "HADOPI"-Behörde und das dazugehörige Three-Strikes-Gesetz. Insbesondere wenn man bedenkt, dass eine Studie aus dem ersten Quartal 2010 gezeigt hat, dass illegales Filesharing eher zu als abnimmt. Doch kontroverse Studien gibt es zur Genüge. Auch an dieser gibt es Mängel.

Zwar mal die Auswahl der Personen zufällig erfolgt sein. Die Fragestellung mag für einige jedoch nicht eindeutig sein. Unter "illegalen Downloads" mögen manche Personen beispielsweise das Herunterladen von Kinderpornografie annehmen. Eine Konkretisierung auf Urheberrechtsverletzungen ist nicht ersichtlich.Besonders bedauerlich ist jedoch, dass weitere Zahlen und Fakten der Umfrage nicht offengelegt wurden. Somit lässt sich nur schwierig Kritik an der sonstigen Methodik der Umfrage nehmen.

Downloads via einer P2P-Tauschbörse

Downloads via einer P2P-Tauschbörse

Einige der weiteren Ergebnisse dieser Erhebung: Rund 77 Prozent der Befragten erklärten, dass sie den Internetanschluss ihrer Verwandten überwachen würden, sollte er in solche Handlungen verwickelt sein. Weitere 66 Prozent erklärten, dass die erste Verwarnung via E-Mail bereits abschreckend genug sei. Im September soll die HADOPI-Behörde mit dem Versand der E-Mails beginnen. 70 Prozent waren darüber hinaus davon überzeugt, dass die Piraterie-Rate sinken würde, wenn es ein legales Musikdownload-Angebot für pauschale 10 Euro/Monat oder weniger geben würde.

Bild-Quellen: flickr by nrkbeta unter CC-BY-SA

Text-Quellen: 01net

Klaus Müller am Freitag, 30.07.2010 21:17 Uhr

tagsTags: three strikes gesetz

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vgwort
 
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21 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Sonnentier am 09.08.2010 18:32:39

    Schön formuliert: "69% wollen sich einschüchtern lassen", es macht ihnen Spaß. ...

  • JacquesNoRis am 09.08.2010 17:57:05

    Allerdings ist diese Bezeichnung irgendwie ungünstig gewählt find ich, Torrentssind schließlich weniger aufwändig. Zumindest von Downloader Seite. Oder wird hier etwa davon ausgegangen das di bösen Mordkopierer dieja niemals Geld ausgeben würden sich Prem ...

  • chr0mg0d am 03.08.2010 12:38:40

    "Gehen Sie einen Moment davon aus, dass sie über ihren Internetanschluss illegale Downloads durchführen. Wenn die Gefahr besteht, dass der Internetanschluss gesperrt wird oder sie eine Geldstrafe von 1.500 Euro bezahlen müssten, würden sie ihr Verhalten aufgeben?"[/QUO ...

  • Pirat23 am 02.08.2010 12:18:30

    Torrents sind schließlich weniger aufwändig. Zumindest von Downloader Seite. Ist Torrent nich genauso unsicher wie alle anderen P2P Protokolle?:confused: ...

  • Elvenpath am 31.07.2010 23:22:39

    Das bedeutet doch nur, dass ab dann von Freunden Bekannten direkt kopiert wird. Festplatte zu Festplatte, Handy zu Handy. Oder One-Click-Hoster eben. Die Leute werden einfach vorsichtiger agieren. Und die Umsätze der Musikindustrie werden noch weiter sinken, weil die Menschen sich bedroht fühlen. ...

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