
Wikileaks, Piratenpartei Schweden
Anna Troberg von den Piraten befürchtet vielmehr, dass die Regierung in Stockholm aufgrund des immer größer werdenden Drucks der US-Behörden demnächst bei der schwedischen Website die Stecker ziehen könnte. Anna vergleicht sogar die Aktivitäten des BitTorrent-Indexers The Pirate Bay mit denen von Wikileaks. Beide Webseiten würden Amerika mitten ins Herz treffen. Deswegen wäre es ihrer Meinung nach nur eine Frage der Zeit, bis man auch in Schweden Schritte gegen WL einleitet. Jetzt sei der Augenblick der Wahrheit für die Stockholmer Politiker gekommen, argumentiert sie weiter. Werden sie die Wünsche der amerikanischen Regierung erfüllen oder nicht? Den Machern der Whistleblower-Website liegt jetzt auch ein Angebot der Firma PRQ vor, die von zwei TPB-Admins betrieben wird. Man wird sehen, welche Angebote die Aktivisten annehmen werden.
Guardian-Mitarbeiter Stephen Moss beschrieb im Magazin „der Freitag“ seine Erfahrungen mit dem Chef von Wikileaks. Julian Assange sprach sich für mehr Objektivität und Präzision im Journalismus aus. Er möchte, dass sich die Autoren das wissenschaftliche Arbeiten an den Universitäten zum Vorbild nehmen. Sie sollten wesentlich tiefer recherchieren und ihren Lesern so mehr Respekt entgegen bringen. Eine Quelle bestehend aus 25.000 Wörtern für einen kurzen Text sollte dabei keine Ausnahme mehr darstellen. In Zeiten des Internets wäre dies problemlos möglich, glaubt Assange. Während der geforderte sensiblere Umgang mit Sekundärquellen höchst sinnvoll erscheint, geht sein Bild eines idealen Redakteurs ins Extremistische über. Ja, fast ins Fatalistische. So lobt er die Arbeit von Polizisten, weil sehr viel mehr von ihnen in Ausübung ihres Jobs gestorben seien. Die Schreiber müssten mehr Risiken für ihre Wahrheitsfindung eingehen. Der WL-Chef im Originalton: „Ich halte es für eine Schande, dass so wenige Journalisten aus dem Westen im Dienst gestorben sind oder verhaftet wurden.“ Worte, die man nicht mal aus dem Zusammenhang reißen muss, um sie krass erscheinen zu lassen. Zwar darf man sich wünschen, dass einige Kollegen von ihrem Glauben an deren Quellen und der Abschreibermentalität abweichen. Aber zu behaupten nur solche Journalisten würden gute Arbeit leisten, sofern sie ihr Leib & Leben aufs Spiel setzen, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen, erscheint doch zu extrem.
Bild-Quellen: Anna Troberg.com
Text-Quellen: torrentfreak.com Der Freitag
Lars Sobiraj am Donnerstag, 29.07.2010 17:51 Uhr
@ElMatadore: Nichts gegen Verschwörungstheorien. Aber hättest du das Zeug nicht wenigstens selbst übersetzen können. Da sind noch massig Syntaxfehler vom Automaten drinn. ...
ohh jeh... fast keine tiefsinnigen comments hier. wichtig: ohne monopolistisch kontrolliertes schulden und zins-belastetes geld, wäre das alles nicht passiert. noch wichtiger: geld (in seine jetzigen form) ist an all das elend der (meisten) bzw. fast der gesamten menschheit schuld. punkt. zurück ...
Auch die Veröffentlichung solchen Materials ist eine Form der journalistischen Arbeit. Und er bietet im Grunde die Basis für diese Infos an - damit ist er im Grunde nicht weniger gefährdet als diejenigen die die Infos beschaffen. Wenn du ein Problem nicht dauerhaft lösen kannst dann versuchst d ...
Eigentlich veröffentlicht er doch nur Informationen, die zuvor von jemand anderem vorbereitet wurden? Oder hat er schonmal selber etwas "aufgedeckt", wie man sich (richtigen) Journalismus so vorstellt. ...
Da hat aber jemand noch viel vertrauen in die CIA. Und übrigens hat er nicht gesagt, dass "nur ein toter Journalist ein guter sei". Laut News-Artikel: Wenig tote Journalisten = Schande Daraus folgt, kombinieren Sie, Watson: ....... ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Julian Wolf am 06.02.2012, 20:23 Uhr
Durch eine motivierende Nachricht an seine Mitarbeiter geriet der muslimische Saad Allami unter Terrorverdacht. In der kurzen Mitteilung wies er seine Kollegen an, die Konkurrenz auf einer bevorstehenden Warenmesse "wegzublasen". Beamte der kanadischen Polizei erhielten Zugriff auf den Inhalt des Textes und ließen den unschuldigen Mann kurzerhand verhaften. Nun klagt Allami gegen die Behörde.
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