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Australien: Ohne Print-Abonnement keine iPad-App

Der australische "Sydney Morning Herald" hat offenbar die Lösung gefunden, wie man die wegbrechenden Print-Verkäufe von Zeitungen auffangen kann. Die simple Lösung: Nur wer über ein Print-Abo verfügt, kann die iPad-Applikation nutzen.

Die Verlage dieser Welt stehen mit dem Rücken zur Wand. Die Printverkäufe ihrer Zeitungen sind rückläufig, immer weniger Kunden schließen ein Abonnement ab. Die Rettung soll durch Tablet-PCs erfolgen. Diese sollen wieder Aufschwung in die Verlagshäuser bringen. Eine kleine Anwendung für diese ist verhältnismäßig schnell hergestellt und kann den "Zukunftsnutzern" zu einem günstigen Preis angeboten werden. Bedauerlicherweise kann der digitale den analogen Markt ökonomisch nicht auffangen. Im günstigsten Fall lindert er die Auswirkungen rückläufiger physischer Verkäufe, wie es auch innerhalb der Musikbranche zu sehen ist.

Fairfax Media, der Herausgeber des Sydney Morning Herald, hat sich nun eine Lösung für dieses Problem ausgedacht. Aus der Pressemitteilung des Verlagshauses:

"Fairfax Media hat ein innovatives Preismodell für die Herald Smart Edition App entwickelt. Abonnenten der täglichen Print-Ausgabe des Herald können die Anwendung ohne Gebühren nutzen. Abonnenten der Wochenend-Printausgabe können die Anwendung durch ein Upgrade in das neue "Weekender"-Paket nutzen, welche eine Lieferung an drei Tagen in der Woche beinhaltet. Neukunden in New South Wales [...] können die App durch den Abschluss eines Weekender-Abonnements erhalten, [...]."

iPad Version des Sydney Morning Herald

iPad Version des Sydney Morning Herald

Kurz zusammengefasst: Kunden innerhalb des Einzugsgebiets des Sydney Morning Herald können die iPad-App nur dann benutzen, wenn sie über ein entsprechendes Printabonnement verfügen. Die iPad-Anwendung ohne Print-Abonnement zu nutzen ist zwar möglich, doch absurd. Denn für die "rein elektronische Ausgabe" wird derselbe Betrag fällig, wie auch für das gesamte Print-Abo inklusive der iPad-Anwendung. Es wäre ja vielleicht noch verschmerzbar, hätte man bei der Anwendung wenigstens auf Innovation gesetzt. Doch die "elektronische Ausgabe" ist lediglich eine PDF-Version der Zeitung.

Bild-Quellen: smartedition

Text-Quellen: techdirt

Klaus Müller am Dienstag, 27.07.2010 13:37 Uhr

tagsTags: sydney herald morning

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vgwort
 
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5 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • CircleJerk am 28.07.2010 15:39:45

    Im Prinzip ein richtiger Ansatz. Bei den Zeitungen, die ich im Abo habe, ist es derzeit so, dass ich ZUSÄTZLICH zu den Gebühren für die hölzernen Ausgaben eine Abogebühr für die identischen Inhalte als Online- bzw. Download-Ausgabe zahlen müsste. Großer Fehler der Verlage. Wer ein Print-Abo ...

  • benburn am 28.07.2010 13:00:03

    Find das jetzt auch nicht so schlimm. Hier kosten die Hörbücher ja auch genau so viel wie das dazugehörige Buch, auch als reine Downloadversion. Nur, dass man hier nicht auf Buch und Hörbuch zurückgreifen kann. Das würde doppelt soviel kosten. Bei den Australiern kann man eben sogar beides wä ...

  • deKay89 am 27.07.2010 22:38:26

    Denn für die "rein elektronische Ausgabe" wird derselbe Betrag fällig, wie auch für das gesamte Print-Abo inklusive der iPad-Anwendung. Also ich erkenne da jetzt nichts schlimmes dran, OK es ist vielleicht ein wenig teuer aber kann das ja auch so vermarkten das man gratis zur iPad-App die Prin ...

  • TheSiggi am 27.07.2010 18:10:42

    Das wird wohl nicht mehr lang so sein. :D ...

  • Losehand am 27.07.2010 14:48:48

    Angesichts der Tatsache, daß man den SMH online kostenlos lesen kann, natürlich wirklich das Ei des Kolumbus. Liest man die Zeitung halt nicht als App, sondern im Safari-Browser ... :confused: ...

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