
Der beliebte Aphorismus „Ich habe zwei gute Nachrichten in einer: Es ist gut, dass es nicht noch schlechter werden kann“ kann bei den über die Beauftragtendienste lukrierten Rundfunkgebühren wohl nicht gelten: Rund 38 Millionen Euro sollen laut FOCUS im Jahr 2009 von den freiberuflich tätigen Beauftragten an „nacherhobenen Gebühren“ eingesammelt worden sein, obwohl im 17. „Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten“ noch von 41 Millionen Euro ausgegangen wurde.
GEZ
Insgesamt sind die absoluten Zahlen die nacherhobenen Gebühren seit 2005 kontinuierlich rückläufig. Bewahrheiten sich die Prognosen, dann werden sich die Erträge, die man noch 2005 aus dem Beauftragtendienst erzielen konnte (74 Millionen Euro), in diesem Jahr halbiert haben (37,9 Millionen Euro), wenn nicht der Rückgang angesichts der IST-Zahlen für 2009 noch dramatischer ausfällt.
Ein Blick in den 17. Bericht offenbart dabei, dass es gerade die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ist, die beharrlich auf den Beauftragtendienst setzt, denn „angesichts des [...] erwarteten stetigen Rückgangs der Haushaltsdichte hätte die Kommission eine Intensivierung der Tätigkeit des Beauftragtendienstes und mithin einen entsprechenden Anstieg der Erträge aus nacherhobenen Gebühren erwartet“.
Zudem zeigt sich die KEF völlig unbeeindruckt von der Argumentation der ARD, dass „generell [...] die Marktbearbeitungsinstrumente aufgrund des Nachlassens der Akzeptanz der Gebührenfinanzierung in der Öffentlichkeit und entsprechender Kampagnen gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk an Wirkungskraft verloren“ hätten. „Die zunehmende Verweigerungshaltung in Teilen der Bevölkerung“, so die ARD weiter, „zeige sich am auffälligsten beim Beauftragtendienst, dessen ohnehin geringes Sozialprestige weiter sinke, aber auch beim GEZ-Mailing. Das führe u. a. dazu, dass eine steigende Fluktuation und rückläufige Bewerbungen zu verzeichnen seien und es immer weniger gelinge, überhaupt Beauftragte zu finden. Daher hätten die Landesrundfunkanstalten zunehmend Schwierigkeiten, alle Gebiete mit Beauftragen zu besetzen und systematisch bearbeiten zu lassen“. Zudem hätten „die ARD-Anstalten [...] nur sehr begrenzte Möglichkeiten, ihre Ansprüche durchzusetzen, weil strafrechtliche Maßnahmen hierbei faktisch nicht zur Verfügung stünden und die Rechtsprechung den Gestaltungsspielraum der Gebührenbeauftragten einenge“.
Die Erwartungen der KEF, dass entgegen der Einschätzung der ARD „die Landesrundfunkanstalten alle geeigneten Maßnahmen zur Steigerung der Teilnehmerdichte einsetzen, neue kreative Lösungen finden und grundsätzliche Überlegungen zum Einsatz notwendiger Ressourcen anstellen, um die verbleibenden Teilnehmerpotentiale auszuschöpfen“, haben sich damit erneut nicht erfüllt.
Mit dem neuen Finanzierungsmodell, das ab 2013 eine Haushaltsabgabe vorsieht, dürfte der Beauftragtendienst „wesentlich eingeschränkt“ werden - oder ganz der Vergangenheit angehören.
Bild-Quellen: gulli.com
Text-Quellen: DWDL.de
Joachim Losehand am Sonntag, 25.07.2010 17:47 Uhr
Ich bin bei meinem HNO-Arzt gewesen und habe dann einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen RF beantragt. :cool: Ich sehe auch nicht ein für Scheiße -die ich zudem nicht nutze- Geld abzugeben.:mad: Und mir den Briefkasten von denen zumüllen zu lassen sehe ich auch nicht ein, so tu ich ...
Gibt ja eh bald die Zwangsabgabe für alle. Egal ob man TV, Radio, PC, mp3 Player, elektronische Kasse etc. hat. nicht zu vergessen diese ohrenimplantate für taube. huhh :eek: ich sollte mich da mal bewerben... :dozey: Noch mehr Übertreiben ging wohl n ...
Gibt ja eh bald die Zwangsabgabe für alle. Egal ob man TV, Radio, PC, mp3 Player, elektronische Kasse etc. hat. Mein Mitleid, dass sie nicht so viel einnehmen, hält sich übrigens in Grenzen. (Sprich: Es ist nicht vorhanden.) :D Statt 41 Mio NUR 38 Mio eingenommen. Au backe. Weltuntergang. :roll ...
Die sollen endlich mal das Programm Ihren (mit mehreren Milliarden Euro schweren, nicht gerade spärlich zu bezeichnenden) finanziellen Möglichkeiten anpassen... Aber, die würden ja dann am Hungertuch nagen :( Dass hiesse denn auch, keine überfetten Einkünfte me ...
Die sollen endlich mal das Programm Ihren (mit mehreren Milliarden Euro schweren, nicht gerade spärlich zu bezeichnenden) finanziellen Möglichkeiten anpassen anstatt ständig neue Unsinnigkeiten als mediale Grundversorgung im öffentlichen Aurftrag zu deklarieren und dafür Geld zu verpulvern, das ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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