
Es ist nichts Neues, dass für Politiker und andere in der Öffentlichkeit stehende Personen oft gewaltbeinhaltende Videospiele für grausame Bluttaten und Amokläufe verantwortlich machen. So war bei Fällen wie dem Amoklauf in Winnenden 2009 und bei den vor kurzem erst bekanntgewordenen Missbrauchsfällen in einem Ferienlager schnell der übliche Schuldige gefunden.
Pirate Gaming und der Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) haben genug davon, dass ihr Hobby durch derartige Aussagen in den Dreck gezogen wird und äußerten sich nun in einem offenen Brief an das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden sowie die Stiftung gegen Gewalt an Schulen.
Im Brief machen sie deutlich, dass sie sich als Gamer dadurch angegriffen fühlen, dass Ego-Shooter in der Öffentlichkeit immer öfter mit grausamen Bluttaten in Verbindung gebracht werden. Dies würde schon damit anfangen, dass man derartige Videospiele als sogenannte „Killer-Spiele“ abstempelt. Dieser Begriff würde einen Spieler mit einem professionellen Auftragsmörder gleichsetzen. Zudem würde der Begriff den eigentlichen Zweck von Ego-Shootern verdecken. Dieser würde darin bestehen einen freundschaftlichen, sportlichen Wettbewerb in Reaktionsgeschwindigkeit, Gruppenkoordination und Taktik auszuüben. Keinesfalls würden die Spiele ein Training für Mord und Totschlag darstellen. Auch Argumente die diese Meinung bekräftigen sind im Brief genannt. So würde es auf LAN-Partys mit mehreren Tausend Teilnehmern auch ohne Security nie zu Ausschreitungen kommen. Und auch die hohe Zahl an Gamern und die sehr niedrige Anzahl an Amokläufen sei ein weiterer Beleg.
Spieler wüssten genau, dass sie sich bei Ego-Shootern in einer fiktiven Welt bewegen deren Regeln sich auf die reale Welt in keinster Weise übertragen lassen. Beim Gaming würde es sich nur um ein normales Hobby handeln, das in allen Bereichen der Gesellschaft ausgeübt werde und zu dessen Angehörigkeit sich manche Spieler nicht mehr trauen würden zu stehen.
Weiter verdeutlichen die Verbände im Schreiben, dass sie ein Verbot, die Verbreitung von Videospielen betreffend für einen Schritt in die falsche Richtung halten. Ein solches Verbot würde nichts an der Verbreitung eines Produktes ändern da Tauschbörsen im Internet keine Passkontrollen kennen. Gar ein Verbot auszusprechen, das den kompletten Erwerb sowie der Herstellung des Genres unterbindet wäre unverantwortlich. Durch ein solches Gesetz würden zahlreiche Bürger unnötig kriminalisiert.
Abschließend wird im Brief genannt, dass die Auslöser von Amokläufen im sozialen Umfeld der Täter zu suchen sind, da diese sich oft isoliert gefühlt hätten und am Rande der Gesellschaft standen. Pirate Gaming und der VDVC bitten die Stiftungen an diesem Punkt anzusetzen und damit aufzuhören Hobby-Spieler mit Vorurteilen zu belegen, indem sie immer wieder Angst schüren. Zudem wären sie als friedliche Menschen gerne dazu bereit ins Gespräch zu kommen, da auch sie das Anliegen Schulen zu einem friedlicheren Ort zu machen voll und ganz unterstützen würden.
Bild-Quellen: http://i35.tinypic.com/2j18xec.jpg
Text-Quellen: vdvc
Julian Wolf am Freitag, 23.07.2010 18:35 Uhr
Na ja, wenn sich die Mainstream-Medien darauf einlassen, bin mir da nicht so sicher. Schonungslose Aufklärung ist immer gut und richtig, aber wenn man -in den Augen solcher Menschen- auf der "falschen Seite" steht, hat man da schlechte Karten. Mein Vorschlag bas ...
Deren Konzept hat allerdings eine Schwachstelle und hier kommt wieder die Propaganda ins Spiel. Verbreitet von großen Teilen der Medien, Politikern und selbsternannten Weltverbesserern, könnte man ihnen, durch schonungslose Aufklärung über die Methoden, Teile der à ...
Soooooo......., und was willst Du bitte erwarten, wenn solche Einstellungen in weiten Teilen des (Wahl-)Volkes etabliert sind? Kannst Du Dir vorstellen, dass ich mit solchen Leuten absolut nichts anfangen kann? :mad: Aber man sieht, die Panik-Propaganda fällt auf sehr fr ...
Also ich hatte bisher noch nie das "vergnügen", dass mir jemand ERNSTHAFT gesagt hat "Ah du spielst Killerspiele ergo bist du ein Amokläufer." Das trauen die sich natürlich nicht, sowas den Leuten direkt in´s Gesicht zu sagen. Klar, dafür bräuchte man ja auc ...
Das stimmt. Die einzige Information über diese Spiele, die sie haben, ist über die Bild bzw. über diese ganzen erzkonservativen Regionalzeitungen. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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