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Verbraucherschützer warnen vor angeblichem GEZ-Gewinnspiel

In Nordrhein-Westfalen werden derzeit unzählige Bürger angerufen und zur Preisgabe ihrer Bankdaten aufgerufen. Wer es tut, dem werden monatlich knapp 60 Euro für ein angebliches Gewinnspiel der GEZ abgebucht.

Telefonwerbung, GEZ

Telefonwerbung, GEZ

In den vergangenen zwei Wochen sind unzählige Anrufe in ganz NRW getätigt worden. Den Angerufenen wird erzählt, sie wären aus allen GEZ-Zahlern des Landes für ein Gewinnspiel ausgewählt worden. Sie sollen für 59 Euro monatlich ein Gerät ordern. Das Gerät soll einer Fernbedienung ähnlich sehen, mit dem die Teilnehmer ausgestrahlte Werbespots aus dem Fernsehprogramm beurteilen sollen. Das Gespräch beginnt meist mit der Behauptung, dass ein entsprechender Brief mit der Gewinnmitteilung bereits zum Angerufenen unterwegs sei. Die GEZ hat auf die Aktion bereits reagiert und mitgeteilt, dass sie daran nicht beteiligt sei. Als Begründung für die erhobene Gebühr wird angegeben, dass man bei den „tollen Gewinnaussichten“ für Sach- und Geldpreise ansonsten Steuern für die Preise bezahlen müsste, die weit über die 59 Euro monatlich hinausgehen würden. Bei den Verbraucherzentralen sind diesbezüglich bereits einige Beschwerden eingegangen. Die genaue Anzahl der Personen, die freimütig ihre Bankdaten angegeben haben, ist bislang unbekannt.

Ein entsprechender Anruf ging auch vor rund 10 Tagen in der Redaktion von gulli ein. Auf unseren Hinweis, dass wir aufgrund fehlender empfangsbereiter Geräte keine GEZ-Gebühren bezahlen würden und dementsprechend nicht als Teilnehmer geeignet seien, wurde das Gespräch der Dame aus dem Callcenter sehr schnell beendet. Uns wurde unterstellt, wir hätten offensichtlich kein Interesse an den „tollen Preisen“. Offenbar besteht kein Interesse an kritischen Rückfragen. Sollte der Angerufene in den ersten Minuten nicht zur Herausgabe seiner Daten bereit sein, wird das Gespräch unterbrochen. Bis heute ist in der Essener Redaktion natürlich keine schriftliche Gewinnmitteilung eingegangen. Auch die Existenz der Fernbedienungen darf angezweifelt werden.

Wer seine Bankdaten angegeben hat, sollte über einen längerfristigen Zeitpunkt hinweg seine Kontoauszüge prüfen und die eingezogenen Gebühren sofort zurück buchen. Zudem darf keine Kundenwerbung mehr mithilfe einer unterdrückten Rufnummer durchgeführt werden.

Lars Sobiraj am Donnerstag, 22.07.2010 09:06 Uhr

tagsTags: telefonwerbung

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28 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • eliveo am 26.07.2010 15:06:47

    Also, dass die GEZ mit nicht koscheren Mitteln arbeitet, das ist schon schlimm. Aber dass es Leute gibt, die sich als GEZ-Mitarbeiter ausgeben und einem zu dubiosen Gewinnspielen überreden, die in einer Verkaufsveranstaltung enden, das ist der Gipfel der Unverschämtheit. ...

  • titus_shg am 26.07.2010 02:17:07

    Als Gebührenzahler muss man der GEZ eine Einzugsermächtigung geben, deshalb hätten sie die Bankdaten schon und müssten nicht danach fragen. Ich hab gar kein Konto, wenn solche Leute fragen. :D Dann schicken sie allenfalls Rechnungen und haben keine Ban ...

  • akumu00 am 25.07.2010 17:06:21

    Wenn mich so Vögel anrufen frag ich die Dame immer was sie grade für Wäsche trägt und wie groß ihre Brüste sind. Dann ist ruhe :beer: ...

  • MrsJackson am 23.07.2010 20:28:37

    Haha und ich hab vorletzte Woche erstmal gedacht dass das ne neue Masche is um unregistrierte Leute zu ertappen. War bei mir sone aufgenommene Labertante am Apparat (oder sie hat meine dümmlichen stöhngeräusche einfach ignoriert), hab nen falschen Namen angegeben und dann wurde es mir zu blöd u ...

  • am 23.07.2010 17:46:23

    Wieso Nordrheinwestfalen? Ne Bekannte von mir wurde auch angerufen und wir sind in Bayern ;) Die war ganz verwirrt, da die sich (un)sinnigerweise mit "Gebührenzentrale...." melden und man dann erstmal an die GEZ denkt ... und pampig war die Anruferin auch noch, nachdem man mehrmals verneint hat un ...

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